Resü­mee mit Senft

Resümee mit Senft. Foto: Alex Dittrich

Die Vor­spei­se:

Als ob ich es nicht schon zu Beginn der „World­tour 2019–2119“ der Man­do­pop-Grup­pe „CoV-Nine­teen“ pro­pa­gan­diert hät­te, kom­men die Herr­scher, ‚tschul­di­gung Herr­schaf­ten, nun doch drauf das sich jeder Frei­te­sten soll, qua­si die Ein­tritts­kar­te fürs Kon­zert. Imp­fung lin­dert also ledig­lich den Ver­lauf und nicht wie ver­spro­chen die Infek­ti­on. Naja, man kann sich ja mal täu­schen! – Irren ist ja bekannt­lich Mensch­lich! Für all die gan­zen dum­men RTL-Jün­ger: Erklärt mir, dass in den Kar­ne­vals­hoch­bur­gen über zehn­tau­send Men­schen sich die Lich­ter aus­nocken und Fremd­küs­sen was das Zeug hält, wäh­rend bei uns den mei­sten der Klein­sten das Lich­ter­ent­zün­den beim Mar­tins­um­zug ver­wehrt blieb!?! Erklärt mir war­um man sei­ne Steu­ern ver­die­nen gehen darf und als Unge­impf­ter sich der Gefahr aus­set­zen muss, wäh­rend man im Pri­va­ten nix mehr darf um geschützt zu wer­den? War­um alle Geimpf­ten die Seu­che ver­brei­ten wie die männ­li­chen Mit­glie­der der Kel­ly-Fami­lie ihren Samen und war­um die Aus­sät­zi­gen ein­sit­zen als hät­ten sie Klin­gel­putz gemacht und sich erwi­schen las­sen? Mir per­sön­lich reicht es lang­sam! – Fehlt nur noch dass Hans Zim­mer eine neue Natio­nal­hym­ne kom­po­niert, da „Einig­keit und Recht und Frei­heit“ mal wirk­lich gar nicht mehr so up-to-date ist …

Der Haupt­gang:

Aber genug vom typisch deut­schen Gejammer(vorerst) und zum Wochen­rück­blick ins Weltkulturerbe …

Krass, da geh ich nun seit knapp 20 Minu­ten die Tages­pres­se in den sozia­len Medi­en durch und lese nur Covid, Lock­down, jeder drit­te Tote aus Bay­ern, Rat­ge­ber gegen Rücken und fürs Sau­nie­ren und The­men, wie einen Brand, die man nicht sar­ka­stisch behan­deln kann bzw. ich nie mit mei­nem, für eini­ge schwer­ver­ständ­li­chen Humor, zu Papier brin­gen wür­de und soll trotz­dem jede Woche liefern …

Aber die Sodar­bar habe ich wie­der gefun­den! Zumin­dest ist der Betriebs­lei­ter im neu­en Gundelsheimer„Bürger Gast­haus“ der Glei­che der Jah­re­lang, strikt und zurecht, nur elek­tro­ni­schen Musik­ge­nuss in der Soda erlaub­te und man kann hof­fen das man in Gun­dels­heim nun zumin­dest wei­ter in den Genuss einer„Bamberger Rake­te“ kommt. Der Platz für 80 Leu­te is auch unge­fähr gleich und wenn Herr Rosen jetzt noch Cock­tails mixt und diver­se Bam­ber­ger Djs zumin­dest am Sams­tag ihr bestes geben dürf­ten, wür­den sich eini­ge Jung­ge­blie­be­ne mal so rich­tig freuen…

Apro­pos „Bam­ber­ger Rake­te“. Man darf gespannt sein ob am 23.11 der Weih­nachts­markt star­ten kann! – Auf­ge­baut wird schon flei­ßig und nun ste­hen die Regie­ren­den vor der Gret­chen­fra­ge ob sie ihn auf­grund der Ent­wick­lun­gen absa­gen und auf die hor­ren­den Stand­ge­büh­ren ver­zich­ten, oder ob sie die Zah­len wei­ter in die Höhe trei­ben um dann um Weih­nach­ten wie­der in einen Lock­down zu gehen. Zäu­ne und Zutritt nur für gespritz­te ste­hen da im Raum und das unge­impf­te pan­de­mietrei­ben­de Christ­kind müss­te man auch in einem Glas­ka­sten „aus­stel­len“! – Viel­leicht nur Kin­der­punsch aus­schen­ken, absa­gen und den klei­nen Händ­ler wie­der zur Arge schicken, nur Vor­mit­tags öff­nen, Ple­xi­glas-Trenn­wän­de, Mas­ken­pflicht … also ich möch­te das nicht ent­schei­den! – Aber als Tipp: Jeder muss was arbei­ten vor den Buden, zb. Stra­ße keh­ren, Nuss­knacker lackie­ren oder so!? – Denn bei der Arbeit pas­siert so gut wie kei­ne Infek­ti­on! Kin­der unter 12 wür­de ich, selbst wenn nur am Vor­mit­tag geöff­net ist, den Zutritt ver­bie­ten. Genau wie Ü60 Jäh­ri­gen und chro­nisch Erkrank­ten! Die­se schwa­chen Men­schen pas­sen ein­fach nicht mehr in die Gesell­schaft! Hof­fent­lich wird nicht der Boo­ster-Stand mit Gra­tis­wurst beim Auf­bau ver­ges­sen, eigent­lich mei­ne größ­te Sorge!

Jeden­falls seh ich schon eine wei­te­re „Wet­ten dass“-Sondersendung in zwei Jah­ren in der, der dann wohl zurecht ernann­te Wett­kö­nig mit sei­ner Wet­te: „Bernd aus Hin­ter­tup­fing wet­tet, dass er 12 Tür­klin­ken aus Dis­ko­the­ken ablutscht ohne sich zu infi­zie­ren“, das Publi­kum zum toben bringt. Anschlie­ßend wird er direkt von der Bun­des­po­li­zei ver­haf­tet um aus sei­nem Blut das All­heil­mit­tel zu gewin­nen. Der Mes­si­as der Neu­zeit wird dann am Mon­tag nach Aus­strah­lung von der BILD-Titel­sei­te grin­sen und Hin­ter­tup­fing zum Wallfahrtsort.

Der Nach­tisch:

Ach ich schreib doch noch über einen Brand der in Bam­berg pas­siert ist, nach­dem ich vor­hin über die Gra­tis­wurst geschrie­ben hab! Irgend­wie erklärt der näm­lich war­um wir uns da befin­den wo wir sind! Da wur­de doch tat­säch­lich in ner Woh­nung gegrillt, GEGRILLT! Nicht etwa von besof­fe­nen Jugend­li­chen die in der kal­ten Jah­res­zeit nicht mehr auf der“ Unte­ren“ rum­lun­gern kön­nen, Nein! – Eine Mut­ter hat da wie­der mal nicht in der Schu­le auf­ge­passt, bzw. war noch kein Post dar­über auf Face­book und kein Bericht auf RTL Aktu­ell, woher soll man das dann auch wis­sen! Aber die Tages­pres­se hat da gleich Abhil­fe geschafft und die Sache in ihrem Arti­kel im Kon­text erklärt und mit dem Hin­weis „Bit­te nicht nach­ma­chen“ in der Schlag­über­schrift für wei­te­re Total­aus­fäl­le ent­schärft. Grad in der heu­ti­gen Zeit, wo es über­all Brat­wurst für Lau gibt, wenn du an ner Lang­zeit­stu­die teil­nimmst, für mich sowie­so unverständlich…

Und wo wir bei der Wurst sind … In der Nähe vom Schlacht­hof wur­de anschei­nend Bam­berg erneut für einen Fim­dreh aus­ge­wählt. Dies­mal „Bla­de 4“. Ein ver­stopf­tes Rohr drück­te hier Blut und Schlacht­ab­fäl­le in die Stra­ßen und auch Woh­nun­gen der Anwoh­ner. Wahr­schein­lich die neue Anfangs­se­quenz die sich am „Blood Rain“ von Teil 1 ori­en­tiert, als im Schlacht­haus genau beim Drop des von der 80er-Kult-Band „New Order“ gere­mix­ten Begleit­songs aus der Sprin­kel­an­la­ge Blut für die Gier der Vam­pi­re kommt. Oder ein bibli­sches Zeichen?

Der Senft:

Da fällt mir noch ein, auch die Gret­chen­fra­ge aus Goe­thes Faust kann man schöööön für die heu­ti­ge Zeit nut­zen: „Nun sag, wie hast du’s mit der Imp­fung?“. Die Mar­ga­re­te wür­de das gern mit einer For­sa-Umfra­ge wis­sen um selek­tie­ren zu können.

Um abschlie­ßend ein biss­chen Hass von mei­ner Per­son zu neh­men … es schreibt ein Geimpf­ter, der aber trotz­dem alles in Fra­ge stellt!

Und der schlaue Spruch zum Schluss:

„Es ist ein Jam­mer, dass die Dumm­köp­fe so selbst­si­cher und die Klu­gen so vol­ler Zweifel.“

Bert­rand Arthur Wil­liam Russell

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