BR Fran­ken­schau am Sonn­tag mit (u.a.) dem Forch­hei­mer Büssing-Bus

Die The­men der Sendung:

Geschich­te unter der Gras­nar­be: Archäo­lo­gen im Ein­satz (Dittenheim/​Mittelfranken; Weißenburg/​Mittelfranken)

Aktu­ell wird viel gebaut. Das hat für die Bau­her­ren manch­mal Kon­se­quen­zen, mit denen sie nicht gerech­net haben. Denn in frän­ki­schen Böden stecken vie­le archäo­lo­gi­sche Reste, die genau unter­sucht wer­den müs­sen. Das aber kostet Geld und kann dau­ern – zum Ärger der Bau­wil­li­gen. Nun sind wie­der Reste aus ver­schie­de­nen Epo­chen auf­ge­taucht – zum Teil 7.500 Jah­re alt.

Spek­ta­ku­lä­rer Fund: der Sau­ri­er­schä­del aus dem Stei­ger­wald (Rauhenebrach/​Unterfranken; Wunsiedel/​Oberfranken)

Bei Bag­ger­ar­bei­ten in einem unter­frän­ki­schen Stein­bruch wird ein rund 230 Mil­lio­nen Jah­re alter Teil eines Sau­ri­er­schä­dels ent­deckt. Für die Fach­welt eine klei­ne Sen­sa­ti­on. Denn die­se lurch­ar­ti­ge Sau­ri­er­art, die wohl um die fünf Meter lang war und vom Was­ser aus Jagd auf Beu­te mach­te, ist Exper­ten bis heu­te weit­ge­hend unbe­kannt. Jetzt hof­fen die For­schen­den auf neue Erkennt­nis­se, denn in den Stei­nen steckt noch mehr Unbekanntes.

Mit Mut und Taten­drang: die Wir­tin im Fran­ken­wald (Kronach/​Oberfranken)

Sie hat­te ihr BWL-Stu­di­um mit einem Ein­ser-Schnitt abge­schlos­sen und hat­te bereits einen Ver­trag mit einer renom­mier­ten Unter­neh­mens­be­ra­tung in der Tasche. Damit stand San­dra Eng­lich aus Kro­nach eine erfolg­rei­che beruf­li­che Zukunft bevor. Doch die Ober­frän­kin ent­schied sich gegen das Mana­ge­rin­nen-Leben in der Metro­po­le und blieb lie­ber im 16.000-Einwohner-Ort Kro­nach. Sie woll­te bewei­sen, dass Unter­neh­mer­tum und Erfolg auch jen­seits der Groß­stadt geht.

Unter­wegs im Ten­nen­lo­her Forst: zwei Frau­en und die Wild­pfer­de (Tennenlohe/​Mittelfranken)

Bio­top- und Arten­schutz ist wich­tig, um Öko­sy­ste­me zu erhal­ten und bei der Ansied­lung von Tie­ren und Pflan­zen zu hel­fen. Der „Ten­nen­lo­her Forst“ etwa zählt zu den größ­ten Sand­bio­top-Kom­ple­xen Bay­erns und ist ein wich­ti­ger Lebens­raum. Die­sen zu erhal­ten, haben sich zwei Frau­en zum Ziel gemacht: Diplom-Bio­lo­gin Vere­na Fröh­lich und Diplom-Öko­lo­gin Wib­kea Bro­misch. Der Baye­ri­sche Natur­schutz­fonds hat das Pro­jekt ins Leben geru­fen, ange­stellt sind sie beim Land­schafts­pfle­ge­ver­band Mit­tel­fran­ken. Ihre größ­ten Schütz­lin­ge sind die jun­gen Prze­wal­ski-Heng­ste, die ihre „Fle­gel­jah­re“ im Forst verbringen.

Vom Bücher­bär zum Muf­fel­mon­ster: der Are­na-Ver­lag aus Würz­burg (Würzburg/​Unterfranken)

Der Are­na Ver­lag aus Würz­burg gehört zu den fünf gro­ßen deut­schen Kin­der- und Jugend­buch­ver­la­gen. 50 bis 200 neue Titel erschei­nen hier pro Jahr – vom Papp­bil­der­buch für die Klein­sten bis hin zum Myste­ry-Thril­ler für jun­ge Erwach­se­ne. Der Ver­lag wur­de 1949 von Georg Popp in Würz­burg gegrün­det, der ihn 30 Jah­re lang lei­te­te. Bücher wie die „Lotta“-Reihe, „Wood­wal­kers“ oder „Die Duft­apo­the­ke“ errei­chen mitt­ler­wei­le Millionenauflagen.

Ein Pracht­bau vol­ler Kunst: das Wei­ße Schloss in Herolds­berg (Heroldsberg/​Mittelfranken)

Als „Vier-Schlös­ser-Gemein­de“ ist Herolds­berg, nörd­lich von Nürn­berg, bekannt. Die vier präch­ti­gen Patri­zi­er-Bau­ten ent­stan­den ab dem spä­ten 15. Jahr­hun­dert. Heu­te sind drei der Schlös­ser in Pri­vat­be­sitz. Und das vier­te erlebt eine beson­de­re Renais­sance: als Kunst‑, Kul­tur- und Begeg­nungs­stät­te. Die aktu­el­le Aus­stel­lung „Genera­tio­nen künst­le­ri­schen Schaf­fens“ zeigt, wie reich die Kunst­sze­ne rund um Nürn­berg mit Schwer­punkt Herolds­berg war und heu­te noch ist. Mit zu ver­dan­ken ist das einem Ver­ein mit mitt­ler­wei­le knapp 500 Mitgliedern.

Kul­tur kommt ins Rol­len: mit dem Old­ti­mer­bus durch Fran­ken (Forchheim/​Oberfranken)

Ein alter Ber­li­ner Stadt­bus ist im ober­frän­ki­schen Forch­heim zur Insti­tu­ti­on gewor­den. Seit 20 Jah­ren nutzt der Ver­ein „Büssing e.V.“ das histo­ri­sche Fahr­zeug als Treff­punkt und unkon­ven­tio­nel­len Ver­an­stal­tungs­ort für Kunst und Kul­tur. In den letz­ten Jah­ren war der rot lackier­te Bus lei­der nicht mehr fahr­taug­lich. Nun aber ist der Kul­tur­bus wie­der auf Tour in der Frän­ki­schen Schweiz.

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