Die Tief­ga­ra­ge Bam­berg-Mit­te erhält ein bar­geld­lo­ses Bezahlsystem

Par­ken per Handy

Wer in Bam­berg mit dem Auto unter­wegs ist, kennt das Pro­blem sehr gut: Nicht nur das Vor­an­kom­men in Stoß­zei­ten ist zum Teil sehr zäh. Auch einen geeig­ne­ten Park­platz zu fin­den, ist bis­wei­len pure Glücks­sa­che, selbst wenn es sich um einen kosten­pflich­ti­gen Stell­platz han­delt. Und dann muss man sich vor der Wei­ter­fahrt nicht sel­ten mit defek­ten Auto­ma­ten oder lästi­ger Klein­geld­su­che­rei herumärgern.

Die STADT­BAU macht wenig­stens mit die­sem letz­ten Ärger­nis jetzt Schluss. Die Tief­ga­ra­ge Bam­berg Mit­te in der König­stra­ße bie­tet bereits seit meh­re­ren Jah­ren 140 siche­re und trocke­ne Park­plät­ze für Besu­cher. In dem zen­tra­len Park­haus wird das Par­ken ab dem 1. Dezem­ber nun wesent­lich kom­for­ta­bler. Bis­her muss­te man, bevor man das Auto wie­der aus der Tief­ga­ra­ge fuhr, einen der bei­den Auto­ma­ten auf­su­chen, dort sein Kfz-Kenn­zei­chen ein­ge­ben und die ange­zeig­te Park­ge­bühr mit Klein­geld beglei­chen. Die­se Auto­ma­ten waren war­tungs­in­ten­siv, stör­an­fäl­lig und immer wie­der außer Betrieb, was zu ver­mehr­tem Unmut führte.

Als Lösung wird auf dem Kurz­parkerdeck nun ein soge­nann­tes Free-Flow-Par­king-System mit Kenn­zei­chen­er­fas­sung instal­liert. Ein- und aus­fah­ren­de Fahr­zeu­ge wer­den durch ihre Kenn­zei­chen über Kame­ras, die direkt an der Auf­fahrt zum Kurz­parkerdeck instal­liert sind, erfasst. Auf die­se Wei­se kann die Park­dau­er des jewei­li­gen Fahr­zeugs ermit­telt und auf eine Schran­ke ver­zich­tet werden.

Für die Park­raum­be­wirt­schaf­tung des Kurz­parkerdecks ist ab dem 1. Dezem­ber die Fir­ma Park­Raum-Manage­ment PRM GmbH in Erlan­gen zustän­dig. Mit dem neu­en System reicht zukünf­tig das Scan­nen eines QR-Codes, um sei­nen Park­schein zu bezah­len. Alter­na­tiv ist auch die Zah­lung per EC- oder Kre­dit­kar­te an einem Auto­ma­ten mög­lich, der sich auf der Kurz­par­ker-Ebe­ne befin­det. Die Mög­lich­keit, mit Bar­geld zu bezah­len entfällt.

Beim Aus­fah­ren erken­nen die für die Park­raum­über­wa­chung instal­lier­ten Kame­ras direkt an der Ein- und Aus­fahrt zu den Kurz­park­plät­zen die gelei­ste­te Zah­lung durch das Scan­nen des Kfz-Kenn­zei­chens. Ein grü­nes Licht zeigt beim Aus­fah­ren an, dass die Zah­lung ord­nungs­ge­mäß gelei­stet wurde.

Leuch­tet das Signal rot, heißt das, dass nicht bezahlt wur­de. Bequem kann das dann mit dem Smart­pho­ne über die in der Tief­ga­ra­ge ange­brach­ten QR-Codes erle­digt wer­den. Aber auch 24 Stun­den nach der Aus­fahrt besteht noch die Mög­lich­keit, die Gebüh­ren online zu beglei­chen. Bleibt der Fah­rer die Zah­lung schul­dig, wird er nach einer gewis­sen Zeit durch einen Mahn­be­scheid per Post an sei­ne offe­ne Rech­nung erinnert.

STADT­BAU-Geschäfts­füh­rer Veit Berg­mann freut sich über die zeit­ge­mä­ße Umstel­lung: „Es wird Zeit, dass Bam­berg als „Smart City“ auch das Par­ken in der Innen­stadt digi­tal gestal­tet. Unser schran­ken- und bar­geld­lo­ses Park­sy­stem in die­ser zen­tra­len Tief­ga­ra­ge ist hier­zu ein erster Schritt.“

Nach wie vor besteht auf dem Kurz­parkerdeck in der König­stra­ße eine Karenz­zeit von 20 Minu­ten, die auch zukünf­tig kosten­frei blei­ben. Die Schran­ken zur Ein- und Aus­fahrt in der König­stra­ße blei­ben bestehen, die­nen jedoch ledig­lich der Geschwin­dig­keits­kon­trol­le und öff­nen jeder­zeit nach dem Her­an­fah­ren und einem kur­zen Halt.

1 Antwort

  1. Ferenc sagt:

    Digi­ta­li­sie­rung gut und schön – war­um aber wird man ange­sichts der Viel­zahl an Sicher­heits­lücken, Miß­brauchs- und Über­wa­chungs­mög­lich­kei­ten gezwun­gen, sich dem in immer wei­ter zuneh­men­dem Maß zu unterwerfen?

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