Bay­reuth: Fast 1,5 Mio. Euro für Ein­rich­tun­gen für Men­schen mit Behin­de­rung in Oberfranken

Bay­reuth – Fast 1,5 Mio. Euro für Ein­rich­tun­gen für Men­schen mit Behin­de­rung in Ober­fran­ken. Der Sozi­al­aus­schuss des Bezirks Ober­fran­ken hat unter der Lei­tung von Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm in sei­ner gest­ri­gen Sit­zung fast 1,5 Mio. Euro für Ein­rich­tun­gen für Men­schen mit Behin­de­rung beschlos­sen. Neben der Bedarfs­an­er­ken­nung von ins­ge­samt 20 zusätz­li­chen Plät­zen in beson­de­ren Wohn­for­men für Sucht­kran­ke und gei­stig behin­der­te Men­schen stand ein Sach­stands­be­richt des Kri­sen­dien­stes Ober­fran­ken sowie die Errich­tung von zwei Pfle­ge­stütz­punk­ten in Ober­fran­ken auf der Tagesordnung.

„Wir haben wie­der einen Schritt zu einer bes­se­ren Ver­sor­gung der Men­schen in Ober­fran­ken gemacht, die unse­rer Für­sor­ge bedür­fen“, zog Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm nach der heu­ti­gen Sit­zung des Sozi­al­aus­schus­ses des Bezirks Ober­fran­ken eine posi­ti­ve Bilanz.

Fast 1,5 Mio. Euro För­de­rung für ver­schie­de­ne Ein­rich­tun­gen für Men­schen mit Behin­de­rung bewil­lig­te der Aus­schuss für Sozia­les ein­stim­mig. Die Regens-Wag­ner-Stif­tung in Burg­kunst­adt plant im Rah­men der Dezen­tra­li­sie­rung ein Wohn­heim mit 24 Plät­zen für Men­schen mit Behin­de­rung sowie eine För­der­stät­te für 21 Per­so­nen in Ebens­feld. Eben­falls eine För­der­stät­te mit 36 Plät­zen für Men­schen mit Behin­de­rung ist durch die Lebens­werk gGmbH in Bay­reuth-Lai­neck geplant. Auch die Dezen­tra­li­sie­rung der Him­mel­kro­ner Hei­me geht wei­ter vor­an. Im 4. Teil­pro­jekt ist der Ersatz­neu­bau des Wohn­heims mit 24 Plät­zen für Men­schen mit Behin­de­rung in Bay­reuth, Pot­ten­stei­ner Stra­ße geplant.

Ein kur­zer Sach­stands­be­richt über den Kri­sen­dienst Ober­fran­ken, der am 04.01.2021 sei­nen Dienst auf­ge­nom­men und seit 01.07.2021 an 365 Tagen, 24 Stun­den täg­lich erreich­bar ist, bestä­tig­te und über­zeug­te den Aus­schuss, dass die Ein­füh­rung wich­tig und not­wen­dig war. Ein­zi­ger Kri­tik­punkt des Berich­tes war die teil­wei­se feh­len­de Koope­ra­ti­ons­be­reit­schaft der Jugend­äm­ter, die in Zukunft aber inten­si­viert und aus­ge­baut wer­den soll.

Zwei Tages­ord­nungs­punk­te der Sit­zung beschäf­tig­ten sich mit der Bedarfs­an­er­ken­nung von zusätz­li­chen Plät­zen für sucht­kran­ke Men­schen und Men­schen mit gei­sti­ger Behin­de­rung in beson­de­ren Wohn­for­men. Die Deut­scher Orden Ordens­wer­ke beab­sich­ti­gen in Kro­nach eine Ein­rich­tung für chro­nisch alko­hol- und/​oder medi­ka­men­ten­ab­hän­gi­ge Frau­en und Män­ner mit erhöh­tem Hil­fe­be­darf zu errich­ten. Die bereits 2011 bean­trag­ten 32 Plät­ze hier­für blei­ben unver­än­dert, jedoch sind nach aktu­el­lem Pla­nungs­stand alle, d.h. acht Zusätz­li­che, dem Bereich beson­de­rer Wohn­for­men zuzu­rech­nen, was einer Zustim­mung des Aus­schus­ses erforderte.

Die Hoecke-Lau­er­mann-Stif­tung in Unter­lein­lei­ter im Land­kreis Forch­heim plant für ihre Ein­rich­tung „Son­nen­haus“, eine beson­de­re Wohn­form für Men­schen mit Behin­de­rung, einen Erwei­te­rungs­bau und hat eine Bedarfs­an­er­ken­nung von 12 zusätz­li­chen Wohn­plät­zen bean­tragt. Durch die Erwei­te­rung soll der ste­tig wach­sen­den Nach­fra­ge Sor­ge getra­gen wer­den. „Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass in naher Zukunft zuneh­mend mehr Eltern alters­be­dingt nicht mehr in der Lage sein wer­den, sich um ihre behin­der­ten Kin­der zu küm­mern. Aus die­sem Grund hal­te ich es für wich­tig ein Auge auf die­sem Bereich zu haben und not­wen­di­ge Maß­nah­men dafür zu unter­stüt­zen“, so Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm.

In den Land­krei­sen Bam­berg und Hof sol­len neben dem bereits bestehen­den Pfle­ge­stütz­punkt in Coburg und dem im Auf­bau befind­li­chen Pfle­ge­stütz­punkt in Forch­heim, gleich zwei neue Pfle­ge­stütz­punk­te in Ober­fran­ken errich­tet wer­den. Die Inbe­trieb­nah­me ist in bei­den Fäl­len für den 01.01.2022 geplant. Der Aus­schuss für Sozia­les des Bezirks Ober­fran­ken hat ein­stim­mig für bei­de Pfle­ge­stütz­punk­te sei­ne finan­zi­el­le Unter­stüt­zung gemäß des Rah­men­ver­tra­ges zugesichert.

Eben­falls auf der Tages­ord­nung stand die Fort­füh­rung der Geron­to­psych­ia­tri­schen Koor­di­na­ti­ons­stel­le Ober­fran­ken. Hier­bei geht es dar­um, dass älte­re Men­schen mit psy­chi­schen Erkran­kun­gen opti­mal ver­sorgt wer­den. Die Koor­di­nie­rungs­stel­le bil­det Netz­wer­ke, betreibt Öffent­lich­keits­ar­beit und steht Betrof­fe­nen mit Rat und Tat zur Sei­te. Um die­ses Pro­jekt auch wei­ter vor­an trei­ben zu kön­nen, stimm­te der Aus­schuss für Sozia­les des Bezirks Ober­fran­ken einer dau­er­haf­ten För­de­rung die­ser Stel­le zu.

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