Forch­heim: Sicher mit dem Fahr­rad in die Arbeit

Orts­ter­min im Forch­hei­mer Süden am Krei­sel vor dem Pend­ler­park­platz „Bahn­hof in Ker­s­bach“: V.l.n.r: Andre­as Kuch­ler und Jür­gen Koch von der „Arbeits­grup­pe Fahr­rad­freund­li­ches Unter­neh­men“ der Fir­ma Sie­mens Healt­hi­neers, Bür­ger­mei­ste­rin Dr. Annet­te Prech­tel, Corin­na Stirn­weiß, Lei­te­rin des Stadt-pla­nungs­amts, Her­bert Fuchs, Refe­rats­lei­ter des städ­ti­schen Bau,- Grün- und Bäder­be­triebs, Klaus Bar­tosch, Lei­ter des städ­ti­schen Bau­hofs und Roland Brüt­ting, Lei­ter des Stra­ßen­ver­kehrs­am­tes Forch­heim. Foto: Stadt Forchheim

Forch­heim – Siche­res Fahr­rad­fah­ren für Berufspendler*innen war das zen­tra­le The­ma einer zwei­ten Gesprächs­run­de zwi­schen der Forch­hei­mer Bür­ger­mei­ste­rin Dr. Annet­te Prech­tel, Vertreter*innen der Stadt­ver­wal­tung Forch­heim und der „Arbeits­grup­pe Fahr­rad­freund­li­ches Unter­neh­men“ der Forch­hei­mer Nie­der­las­sung von Sie­mens Healt­hi­neers am Pend­ler­park­platz „Bahn­hof in Kersbach“.

Vor etwa einem Jahr fand ein erstes, von allen Sei­ten als sehr effek­tiv emp­fun­de­nes Abstim­mungs­ge­spräch der Bür­ger­mei­ste­rin mit Siemens-Vertreter*innen zu den Bedürf­nis­sen von Rad­fah­ren­den auf ihrem täg­li­chen Weg zur Arbeits­stel­le statt. Die­se Run­de möch­te die Dr. Prech­tel bei­be­hal­ten und schon im kom­men­den Früh­jahr erneut einen gemein­sa­men Ter­min anbe­rau­men. Jür­gen Koch, Spre­cher der Sie­mens-Arbeits­grup­pe „Fahr­rad­freund­li­ches Unter­neh­men“ in Forch­heim beton­te, wie wich­tig es sei, wenn vie­le Berufspendler*innen für ihren Arbeits­weg aufs Zwei­rad zurückgreifen.

„Es ist für ein Unter­neh­men ein Bonus, wenn mehr Kol­le­gen auf das Fahr­rad umstei­gen: Das för­dert vor allem die Gesund­heit der Mit­ar­bei­ter, es gibt ins­ge­samt weni­ger Krank­mel­dun­gen in einem Unter­neh­men. Dazu kommt der Umwelt­ge­winn, es ver­bes­sert unse­re CO2-Bilanz!“ Folg­lich stößt die Arbeits­grup­pe zahl­rei­che Fir­men­ak­ti­vi­tä­ten rund ums Rad – z.B. das Lea­sing-Pro­jekt „Job-Fahr­rad“ – an, ana­ly­siert die Ursa­che von Fahr­rad­un­fäl­len, küm­mert sich um Sicher­heit und Unfall­ver­mei­dung auf dem eige­nen Gelän­de und arbei­tet mit Ver­ei­nen und Ver­bän­den zusam­men, die sich das The­ma Fahr­rad zu eigen gemacht haben.

Den Umstieg der Berufs­tä­ti­gen aufs Fahr­rad möch­te die Stadt Forch­heim för­dern, beton­te Bür­ger­mei­ste­rin Dr. Prech­tel zum Orts­ter­min. Dies gel­te für alle Betrie­be im Stadt­ge­biet wie auch für die Mit­ar­bei­ten­den der Stadt­ver­wal­tung selbst. Inso­weit sei man für Anre­gun­gen und Gesprä­che auf dem Weg zur fahr­rad­freund­li­chen Kom­mu­ne sehr dank­bar: „Wir müs­sen das The­ma Rad­ver­kehr per­so­nell ver­an­kern und uns ver­stärkt in der Stadt dar­um küm­mern. Es ist wich­tig im stän­di­gen Dia­log zu sein und gemein­sam an not­wen­di­gen Ver­bes­se­run­gen zu arbeiten!“

Beson­ders inter­es­siert waren die Sie­mens-Mit­ar­bei­ter Jür­gen Koch und Andre­as Kuch­ler dies­mal an den Pla­nun­gen zur Ver­bes­se­rung der Rad­weg­an­bin­dung aus dem Süden (Hau­sen und Bai­ers­dorf) an Ker­s­bach und an wei­te­ren über­kom­mu­na­len Rad­weg­ver­bin­dun­gen in die Stadt Forch­heim. Corin­na Stirn­weiß, Lei­te­rin des Stadt­pla­nungs­am­tes, hat­te zum The­ma aktu­el­le Plä­ne der Stadt Forch­heim mit­ge­bracht und erläu­ter­te eini­ge Maß­nah­men. Im Vor­feld sind vor allem für die Ver­kehrs­füh­rung Eigen­tums­fra­gen zu klä­ren, auch bemüht sich das Stadt­pla­nungs­amt um Abstim­mung und über­grei­fen­de Zusam­men­ar­beit mit angren­zen­den Kommunen.

Wich­tig für Berufspendler*innen sind die Rad­ab­stell-Anla­gen an den S‑Bahn-Ver­bin­dun­gen Bahn­hof-Ker­s­bach und Forch­heim. Für die kom­men­de dunk­le und nas­se Jah­res­zeit besprach die Run­de die Pfle­ge und Rei­ni­gung der städ­ti­schen Rad­we­ge, die Art des Boden­be­la­ges und den Win­ter­dienst: Der Lei­ter des städ­ti­schen Bau­hofs, Klaus Bar­tosch, berich­te­te, dass die Stadt Forch­heim bereits ein extra für die­sen Zweck ange­schaff­tes Schmal­spur-Räum­fahr­zeug für die Ent­fer­nung von Laub, Schmutz und Schnee auf Fahr­rad­we­gen im Ein­satz hat. Um gera­de in der kal­ten dunk­len Jah­res­zeit Fahr­rad­un­fäl­le zu ver­mei­den, hat die Stadt beson­ders zu Stoß­zei­ten mor­gens und abends die Rad­we­ge im Blick. Der Win­ter­dienst ach­tet vor allem auf die Brücken im Stadt­ge­biet, hier wer­den die Kräf­te aus dem Bau­hof und dem Grün­amt zum Ein­satz geru­fen, wenn die Wit­te­rung win­ter­lich wird, so Refe­rats­lei­ter Her­bert Fuchs. Ein wich­ti­ger Aspekt ist die Ver­bes­se­rung der Sicht an Rad­we­gen durch Hecken­schnitt, hier fin­det eben­falls ein enger Aus­tausch mit dem Grün­amt statt.

Die Bür­ger­mei­ste­rin bedank­te sich bei der Arbeits­grup­pe „Fahr­rad­freund­li­ches Unter­neh­men“ für die Anre­gun­gen und die gute Zusam­men­ar­beit und bei den städ­ti­schen Mitarbeiter*innen für ihren Einsatz.

1 Antwort

  1. Ferenc sagt:

    Na ja, viel­leicht hat sich in den letz­ten drei, vier Jah­ren etwas getan. Was ich aber bis dahin in Forch­heim gese­hen habe, hat­te mit fahr­rad­freund­lich und ver­kehrs­si­cher wenig zu tun. Über­deut­lich war zu erken­nen, daß das, was in Bezug aufs Fahr­rad gemacht wor­den war, nur dazu dien­te, die Fahr­bahn für unge­hin­der­ten Auto­ver­kehr frei­zu­hal­ten – was übri­gens auch der Grün­dungs­ge­dan­ke bei der Ein­füh­rung der Rad­weg­be­nut­zungs­pflicht in den drei­ßi­ger Jah­ren gewe­sen war.

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