Land­kreis Wun­sie­del tritt der ZEN­OB bei

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Bau­stein zur Dekarbonisierung

Der Land­kreis Wun­sie­del i. Fich­tel­ge­bir­ge tritt der ZEN­OB (Zukunfts­En­er­gie Nord­ost­bay­ern GmbH) bei. Das hat der Kreis­tag gestern beschlos­sen. Der Ent­schei­dung geht eine län­ge­re Ent­wick­lung vor­aus; die Gesprä­che zwi­schen Land­kreis und ZEN­OB lau­fen bereits seit gut einem hal­ben Jahr. Der Grund: eine Mit­glied­schaft in der Gesell­schaft und die sich dar­aus erge­ben­den Mög­lich­kei­ten sind ein wei­te­rer wich­ti­ger Bau­stein bei der Umset­zung der regio­na­len Stra­te­gie zu einer Dekar­bo­ni­sie­rung des Land­krei­ses. Dekar­bo­ni­sie­rung bedeu­tet: Pro­zes­se in der Ener­gie­her­stel­lung, bei denen CO2 frei­ge­setzt wird, sol­len von CO2-frei­en Alter­na­ti­ven abge­löst werden.

Mit dem jetzt erfolg­ten Bei­tritt zur ZEN­OB ver­folgt der Land­kreis sowohl eige­ne Inter­es­sen, aber auch die sei­ner Gemein­den. Eine Betei­li­gung an der Gesell­schaft bringt mit­tel- und lang­fri­stig orga­ni­sa­to­ri­sche und finan­zi­el­le Vor­tei­le. Grund­sätz­lich nimmt man im Fich­tel­ge­bir­ge im Hin­blick auf die Ener­gie­zu­kunft bereits seit gerau­mer Zeit eine Vor­rei­ter­rol­le ein, wel­che die Ver­ant­wort­li­chen stra­te­gisch nun wei­ter aus­bau­en möch­te. Dar­über hin­aus woll­te der Land­kreis zu den The­men Dekar­bo­ni­sie­rung und Nach­hal­tig­keit auch für sei­ne Gemein­den als Tür­öff­ner fun­gie­ren. Dort kön­nen nun loka­le Pro­jek­te ange­sto­ßen wer­den, die dem Kli­ma­schutz zu Gute kom­men und die dar­über hin­aus auch zu einer Wert­schöp­fung in der Regi­on, damit ver­bun­de­nen finan­zi­el­len Vor­tei­len und einer zuneh­men­den Unab­hän­gig­keit von glo­ba­len Ent­wick­lun­gen im Bereich der Ener­gie füh­ren werden.

Prak­ti­sche Bei­spie­le dafür kön­nen die Schu­len im Land­kreis sein. Die hohe Anzahl von Gebäu­den benö­tigt erheb­li­che Ener­gie­men­gen, die gesenkt oder deren Erzeu­gung mög­lichst kli­ma­scho­nend erfol­gen soll. Die Mit­glied­schaft von Land­kreis und Kom­mu­nen in der ZEN­OB eröff­nen hier neue Mög­lich­kei­ten. Die Erzeu­gung von Ener­gie vor Ort für den Eigen­ge­brauch kann im Rah­men die­ser Part­ner­schaft bes­ser koor­di­niert und gesteu­ert werden.

„Wir haben uns über vie­le Mona­te sehr inten­siv mit die­sem The­ma aus­ein­an­der­ge­setzt und gehen die­sen Weg aus vol­ler Über­zeu­gung. Wir wol­len aus der Posi­ti­on des Ver­brau­chers oder Nut­zers in die Rol­le des Gestal­ters kom­men. Gemein­sam mit dem so inno­va­ti­ven Geschäfts­füh­rer Mar­co Kras­ser und den wei­te­ren Gesell­schaf­tern wol­len wir nicht nur über die die Dekar­bo­ni­sie­rung nach­den­ken und phi­lo­so­phie­ren – wir wol­len „Eier legen“. Von die­sen Ent­wick­lun­gen wer­den unse­re Bür­ge­rin­nen und Bür­ger unmit­tel­bar pro­fi­tie­ren“, sagt Land­rat Peter Berek.

Die Zukunfts­En­er­gie Nord­ost­bay­ern ist eine aus der Zukunfts­en­er­gie Fich­tel­ge­bir­ge (ZEF) her­vor­ge­gan­ge­ne Gesell­schaft und somit die kon­se­quen­te Wei­ter­ent­wick­lung der Idee, inter­kom­mu­na­le Zusam­men­ar­beit zu stär­ken. Wei­te­re Infos fin­den Inter­es­sier­te hier: https://​www​.zen​ob​.de/

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