Resü­mee mit Senft

Resümee mit Senft. Foto: Alex Dittrich

Die Vor­spei­se:

Neue Woche neu­es Glück, vor­weg kurz zu die­ser einen und ein­zi­gen bis­he­ri­gen Kri­tik, wie lang­wei­lig und unspan­nend doch das Resü­mee ist.

Will ich Span­nung, dann kauf ich mir einen Fit­zek und wenn mir so lang­wei­lig ist, dass ich in den sozia­len Netz­wer­ken kund­tu dass mir lang­wei­lig ist, dann ist mir lang­wei­li­ger als lang­wei­lig. Zurück zu den sonn­täg­li­chen Ergüs­sen mei­ner einer, geschrie­ben um Mon­tag früh auf dem Abb­ort mit einem schmun­zeln in die Woche zu star­ten und nicht um sich vor Angst und Span­nung in die Hosen zu scheißen …

Der Haupt­gang:

Heiß gings her die­se Woche in der Welt­stadt. Igna­ti­us (der Feu­ri­ge) feg­te auch bei uns durch und ent­schärf­te LEI­DER eini­ge Kon­kur­ren­ten, ehe ein fran­zö­si­scher Ster­ne­koch im Hotel Gey­ers­wörth den Herd anschmiss um die Bam­ber­ger High Socie­ty zu beko­chen. Die ech­te High Socie­ty wohl­ge­merkt, nicht die Hip­ster vom Schlenk die den­ken sie gehö­ren zu den obe­ren Zehn­tau­send. Man darf gespannt sein wann der Maitre trotz sei­nem Ekel gegen­über Sauer­kraut, das erste Mal eine Pra­li­ne von der Schwei­ne­schul­ter mit kros­sem Man­tel an Rauch­bier-Jus mit Win­zer­kraut kre­denzt. Vor­erst blieb es bei der abge­än­der­ten Nou­vel­le Cui­sine, da die Jakobs­mu­scheln eben nicht in der Reg­nitz zu fin­den sind oder von den Bier­fla­schen und son­sti­gem Müll der FFF Brücken­be­la­ge­rer aus ihrem natür­li­chen Lebens­raum ver­trie­ben wur­den. Die Fla­schen sind näm­lich aktu­ell die Fluss­be­woh­ner in Bam­berg die den Kli­ma­wan­del wohl über­le­ben konn­ten, sah man die ‑zig „gefan­ge­nen“ Glas­fi­sche der Angler …

Apro­pos Bier­fla­schen … Unser aller Grund­nah­rungs­mit­tel soll bald teu­rer wer­den, ver­mel­den eini­ge Her­stel­ler von Indu­strie­plör­re. Der näch­ste Sprit der also bald unbe­zahl­bar wird! Statt Fast­food und Soft­drinks zu besteu­ern um das Land mit Glück gesün­der zu machen, gän­gelt man also die Men­schen mit uto­pi­schen Prei­sen beim gesun­den Essen, dem Sprit und nun auch noch beim Sor­gen­kil­ler des all­ge­mei­nen Arbei­ters, der bald nim­mer weiß wie er ohne Kre­dit leben soll …

Der Nach­tisch:

Das letz­te Woche ange­schnit­te­ne The­ma mit dem Ein­kaufs­zen­trum nimmt Form an und wur­de auch die­se Woche in der Tages­pres­se behan­delt. „Deut­lich mehr Bäu­me“ sei­en jetzt auf der Visua­li­sie­rung zu sehen, oh ha!! – Auch genü­gend Stell­plät­ze für Lasten­rä­der wer­den kon­kre­ter, sowie die Bele­gung der Flä­che nimmt wohl Gestalt an. Die größ­te Flä­che soll ein Dis­coun­ter bekom­men der ein Vokal im Namen ver­ges­sen hat. Die­ser wird dann mit einem Elek­tro­fach­markt, und um die­ses nie dage­we­se­ne Kon­zept zu fina­li­sie­ren … Tata­taaaaa einem Geträn­ke­markt sich die knapp 700qm Tei­len wird! Zu hof­fen bleibt für den Ideen­ge­ber, laut sei­nem Inter­view, das noch Platz für die Gastro bleibt! Ich wäre ja für einen Asia­ten mit „All you can eat“ – Buf­fet. Fehlt irgend­wie genau­so im „Hafen“ wie ein Ein­kaufs­zen­trum, ein Elek­tro­fach­markt und ein rie­sen Dis­coun­ter! – Als Idee von mir … viel­leicht soll­te man noch ver­su­chen einen Sand­wich­ar­tist der Baguettes mit Majo, Käse, Salat und Wurst­sor­te sei­ner Wahl für schma­le 10 € zau­bert mit zu inte­grie­ren. Oder die­ses Fleisch das von einem Spieß run­ter­ge­schnit­ten wird und dann in ein Fla­den­brot, gar­niert mit Joghurt, kommt. Noch bes­ser jeman­den der Hefe­teig mit Toma­ten­so­ße bestreicht und dann Cham­pi­gnons, Sala­mi, Schin­ken und Käse belegt (hat­te ich mal in Ita­li­en so a Ding, war sehr lecker). Aber bei all den Erneue­run­gen mit Sachen die es nicht zu Hauf und schon gar nicht in der unmit­tel­ba­ren Nähe des geplan­ten Ding in unse­rer Klein­stadt gibt, nie die Nach­hal­tig­keit ver­ges­sen! Mal abge­se­hen davon, dass kei­ner ein Atri­um 2.0 braucht, zieht da also wer ein Ding auf mit einem Kon­zept das doch zum Schei­tern ver­ur­teilt ist! Wenn ich doch so ein Pro­jekt star­te dann schau ich doch was in der Regi­on fehlt! Objek­tiv gese­hen und geschäfts­den­kend muss ich doch da als Gastro nen „Five Guys“ rein machen, nen schwe­di­schen Möbel­her­stel­ler, ein Mar­ken­out­let und eine Bar (kom­mer­zi­ell gedacht) wenn aber jeder von Nach­hal­tig­keit spricht dann mach ich da doch einen Bio-Super­markt rein der nur regio­na­le Pro­duk­te ver­kauft, einen „Unver­packt Laden“, ein vege­ta­risch-vega­nes Restau­rant und ne Gärt­ne­rei die vor Ort, zb. auf dem Flach­dach anbaut. Nen Fah­rad­händ­ler mit Repa­ra­tur­ser­vice und nen Buch­händ­ler … Mach­ste halt weni­ger Pro­fit, obwohl das erst­mal abzu­war­ten wäre! – Aber was weiß ich schon, der unstu­dier­te Schrei­ber­ling einer Online­zei­tung der sich sonn­täg­lich auf­regt über den Still­stand in der Klein­stadt inklu­si­ve The­men die eigent­lich die Zeit sie auf­zu­ar­bei­ten nicht werd sind!

Der Senft:

Ach und Frau A.: Schau­en sie bit­te mal zu ihrer Haus­tü­re wenn es spä­ter klin­gelt! – Ich hab da was span­nen­des für sie, denn ich wet­te trotz, oder gar wegen ihrer Lan­ge­wei­le lesen sie gera­de wie­der die­se Glos­se (Zwin­kers­mi­ley) !

Der schlaue Spruch zum Schluss:

„Wo alle das­sel­be den­ken, wird nicht viel gedacht.“

Karl Valen­tin

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