Orkan im Land­kreis Lich­ten­fels – Ein­satz der „Dis­po-Grup­pe Starkwetter“

Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner dankt Ein­satz­kräf­ten für schnel­le Hilfeleistung

Ein herzliches Dankeschön sagt Landrat Christian Meißner (rechts) allen Einsatzkräften, die am Donnerstag wegen der Schäden, die Sturm „Ignatz“ anrichtete, im Einsatz waren. Die Dispogruppe Starkwetter habe unter Federführung von Kreisbrandrat Timm Vogler (links) die Einsätze hervorragend koordiniert, sodass schnell und gezielt geholfen werden konnte, so der Landrat. Foto: Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer

Ein herz­li­ches Dan­ke­schön sagt Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner (rechts) allen Ein­satz­kräf­ten, die am Don­ners­tag wegen der Schä­den, die Sturm „Ignatz“ anrich­te­te, im Ein­satz waren. Die Dis­po­grup­pe Stark­wet­ter habe unter Feder­füh­rung von Kreis­brand­rat Timm Vog­ler (links) die Ein­sät­ze her­vor­ra­gend koor­di­niert, sodass schnell und gezielt gehol­fen wer­den konn­te, so der Land­rat. Foto: Land­rats­amt Lichtenfels/​Heidi Bauer

Abge­deck­te Dächer, umge­stürz­te Bäu­me, Bäu­me, die über Stra­ßen und auf Häu­ser gefal­len sind: Orkan „Ignatz“, der am Don­ners­tag ab den Mor­gen­stun­den über den Land­kreis hin­weg­feg­te, hin­ter­ließ eine Spur Ver­wü­stung im Land­kreis Lich­ten­fels und hielt die Ein­satz­kräf­te in Atem: „Dass die Ein­satz­kräf­te so schnell an ver­schie­de­nen Orten im Land­kreis hel­fen konn­ten, ist eine groß­ar­ti­ge logi­sti­sche Lei­stung“, stellt Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner her­aus. Er sagt allen Hel­fe­rin­nen und Hel­fern, die ab 6.45 Uhr mor­gens den gan­zen Tag über im Ein­satz waren, ein herz­li­ches Dan­ke­schön. Nur durch ihr schnel­les, enga­gier­tes und effek­ti­ves Han­deln konn­ten die Auf­räum­ar­bei­ten so schnell vor­an­ge­hen und weit­aus Schlim­me­res ver­hin­dert wer­den können.

Die Scha­dens­bi­lanz, die der Orkan hin­ter­ließ, ist umfas­send. In allen Tei­len des Land­krei­ses waren die Feu­er­weh­ren und das Tech­ni­sche Hilfs­werks (THW) zu Gan­ge, um mit schwe­rem Gerät und Dreh­lei­tern die Schä­den zu besei­ti­gen und auf­zu­räu­men. So stürz­te unter ande­rem im Wei­ler Meu­sels­berg bei Burg­kunst­adt ein gro­ßer Baum auf ein Haus, ein wei­te­rer in Weis­main auf die Grund­schu­le. Auch am Knops­berg in Lich­ten­fels muss­te die Feu­er­wehr wegen eines abge­knick­ten Baums anrücken. Die alte Orts­ver­bin­dungs­stra­ße zwi­schen Klo­ster­lang­heim und Roth und die Stra­ße zwi­schen Wal­lers­berg und Mosen­berg muss­te wegen zahl­rei­cher umge­stürz­ter Bäu­me und der Auf­räum­ar­bei­ten infol­ge bis auf Wei­te­res gesperrt wer­den. Aus Red­witz wur­de der Teil­ab­sturz eines Wohn­hau­ses gemel­det und in Seu­bels­dorf deck­te der Sturm das Dach der Fir­ma Vee­n­end­aal teil­wei­se ab.

Ins­ge­samt waren bzw. sind aktu­ell noch rund 350 Kräf­te von Feu­er­weh­ren und THW an etwa 100 Ein­satz­stel­len zu Gan­ge bei den Auf­räum­ar­bei­ten. Die­se wer­den noch bis in die Abend­stun­den des Don­ners­tags andau­ern, infor­miert Kreis­brand­rat Timm Vogler.

Die Koor­di­na­ti­on der Ein­sät­ze sei her­vor­ra­gend gewe­sen, lobt Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner. Das sei vor allem ein Ver­dienst der Dis­po­grup­pe „Stark­wet­ter“. Das Ein­satz­kon­zept „Stark­wet­ter“ der Kreis­brand­in­spek­ti­on Lich­ten­fels habe sich dabei ein wei­te­res Mal bewährt, unter­streicht der Land­rat. Die Ein­satz­kräf­te konn­ten dank des fünf­stu­fi­gen Alar­mie­rungs­kon­zepts umge­hend und punkt­ge­nau an den rund 100 Ein­satz­stel­len Hil­fe leisten.

Da es bei Stark­wet­ter­ein­sät­zen – wie dem Orkan am Don­ners­tag – inner­halb kür­ze­ster Zeit eine Viel­zahl von Ein­satz­stel­len an ver­schie­de­nen Orten und mit unter­schied­li­chen Gefah­ren­la­gen gebe, stel­len sie für die Ein­satz­lei­tung und Ein­satz­kräf­te eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung dar, erläu­tert Kreis­brand­rat Timm Vog­ler. Des­we­gen setzt die Bewäl­ti­gung die­ser Ein­satz­la­gen eine gute Pla­nung, eine struk­tu­rier­te Orga­ni­sa­ti­on der Ein­satz­füh­rung sowie eine ent­spre­chen­de Aus­bil­dung aller Betei­lig­ten vor­aus. Das Kon­zept und die Füh­rungs­struk­tur der Dis­po-Grup­pe Stark­wet­ter regeln die Koor­di­na­ti­on sol­cher Ein­sät­ze minu­ti­ös genau, sodass bin­nen kur­zer Zeit eine effek­ti­ve Abar­bei­tung der Ein­satz­si­tua­tio­nen erfol­gen kann.

Bei Alar­mie­rung rich­tet sich die ört­li­che Ein­satz­lei­tung (ÖEL) in einem vom Ein­satz­lei­ter defi­nier­ten Gebäu­de ein. Von dort wer­den die Ein­satz­ab­schnit­te gebil­det. Am Don­ners­tag wur­de die ÖEL am Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus Lich­ten­fels unter Füh­rung von Kreis­brand­rat Timm Vog­ler instal­liert. Die­se über­nahm – mit den sechs Kreis­brand­mei­stern an der Spit­ze – die Koor­di­na­ti­on der wei­te­ren Ein­sät­ze. Die Zusam­men­ar­beit zwi­schen allen betei­lig­ten Orga­ni­sa­tio­nen sowie der Inte­grier­ten Leit­stel­le funk­tio­nier­te her­vor­ra­gend. „Das war eine groß­ar­ti­ge Lei­stung!“, so der Landrat.

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