Lea von Wint­zin­ge­ro­de aus Pot­ten­stein ist „Künst­le­rin der Metro­pol­re­gi­on Nürnberg“

Die Male­rin und Sound­künst­le­rin Lea von Wint­zin­ge­ro­de (*1990 in Bay­reuth, lebt und arbei­tet in Pot­ten­stein und Ber­lin), ein jun­ger Shoo­ting Star der Kunst­sze­ne der Metro­pol­re­gi­on, hat sich ein außer­ge­wöhn­li­ches Werk erar­bei­tet, für das sie natio­na­le und inter­na­tio­na­le Auf­merk­sam­keit erhält.

Anke Steinert-Neuwirth, Kulturreferentin Erlangen und Geschäftsführerin des Forums Kultur der Metropolregion Nürnberg, Künstlerin Lea von Wintzingerode, Barbara Leicht Kulturamtsleiterin Neumarkt und Jurymitglied. Foto: Thilo Frhr. von Wintzingerode.

Anke Stei­nert-Neu­wirth, Kul­tur­re­fe­ren­tin Erlan­gen und Geschäfts­füh­re­rin des Forums Kul­tur der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg, Künst­le­rin Lea von Wint­zin­ge­ro­de, Bar­ba­ra Leicht Kul­tur­amts­lei­te­rin Neu­markt und Jury­mit­glied. Foto: Thi­lo Frhr. von Wintzingerode.

2010 bis 2012 stu­dier­te sie an der Aka­de­mie der Bil­den­den Kün­ste in Wien bei Prof. Dani­el Rich­ter und 2012 bis 2016 an der Hoch­schu­le für Bil­den­de Kün­ste in Ham­burg bei Prof. Jut­ta Koether.

Sie erhielt 2014 das sechs­mo­na­ti­ge Mari­an­ne-Defet-Male­rei-Sti­pen­di­um der Mari­an­ne und Hans­fried­rich Defet Stif­tung in Nürn­berg sowie 2020 den Baye­ri­schen Kunst­för­der­preis in der Spar­te Bil­den­de Kunst des Baye­ri­schen Staats­mi­ni­ste­ri­um für Wis­sen­schaft und Kunst. Seit 2013 prä­sen­tier­te sie ihre Arbei­ten bis­her deutsch­land­weit sowie unter ande­rem in Ita­li­en, Frank­reich, Schwe­den, Isra­el und Mexiko.

In dünn­flüs­si­ger, fast wäss­rig anmu­ten­der Ölfar­be hält sie Sze­nen urba­ner Wel­ten, Begeg­nun­gen, All­tags­sich­ten und die Lebens­wel­ten jun­ger Men­schen fest. Aus der Erin­ne­rung her­aus erar­bei­tet, erschei­nen die Moti­ve zwar sche­men­haft und sur­re­al, jedoch inhalt­lich wie for­mal inten­siv. Die Künst­le­rin über­legt in ihren Bil­dern, was genau die Male­rei heu­te zu lei­sten ver­mag und was ihr Wesen inmit­ten der zeit­ge­nös­si­schen Kunst grund­sätz­lich aus­macht. Es geht ihr dabei nicht allein um das Malen, son­dern um einen par­ti­zi­pa­ti­ven Denk- und Selbst­fin­dungs­pro­zess und um ihre beson­de­re Sicht auf Ima­gi­na­ti­on und Emp­fin­dung. All dies ist prä­gend für von Wint­zin­ge­ro­des Bilder.

Hin­ge­haucht in einem atmo­sphä­ri­schen Kolo­rit von war­mem Oran­ge über leuch­ten­de Blau­tö­ne zum strah­len­den Weiß der Grun­die­rung zeigt sich auf den Arbei­ten die Ten­denz zur mono­chro­men Ober­flä­che mit fei­nen Valeurs.

Akku­ra­tes­se liegt ihr fern, denn die gekonnt lai­en­haft anmu­ten­den Dar­stel­lun­gen sol­len den Betrach­ter ani­mie­ren, das zu hin­ter­fra­gen, was die Künst­le­rin im Inner­sten beschäf­tigt. Sie eröff­net inti­me Ein­blicke in Psy­che und Phy­sis und sub­li­me Bedeu­tungs­ebe­nen irgend­wo zwi­schen Traum und Poe­sie. Die Künst­le­rin setzt Zei­chen, mit denen sie den rasan­ten Infor­ma­ti­ons­fluss der digi­ta­len Welt ent­schleu­nigt und deren illu­so­ri­schen Wirk­me­cha­nis­men entlarvt.

Von Wint­zin­ge­ro­de macht nicht nur inne­re Bil­der sicht­bar, son­dern auch hör­bar. Elek­tro­ni­sche Sounds spre­chen eine eige­ne, kon­tem­pla­ti­ve Spra­che im audi­blen Feld zwi­schen Har­mo­nie und tech­no­idem Klang. Par­al­lel zur Male­rei beschreibt die Künst­le­rin hier atmo­sphä­ri­sche Räu­me, die sie bei Per­for­man­ces vor­stellt oder in der Sound­cloud konserviert.

Ihre außer­ge­wöhn­li­che künst­le­ri­sche Hal­tung sowohl in der Male­rei als auch im Sound bewog die Jury des Forums Kul­tur dazu, Lea von Wint­zin­ge­ro­de als Künst­le­rin der EMN zu küren. Man darf mehr als gespannt sein, wie sich ihr Werk wei­ter­ent­wickeln wird.

Bar­ba­ra Leicht

https://​jacky​strenz​.com/​a​r​t​i​s​t​s​/​l​e​a​-​v​o​n​-​w​i​n​t​z​i​n​g​e​r​o​de/

https://​sound​cloud​.com/​u​s​e​r​-​9​8​2​0​3​1​552

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