Bau­nacher Wald­kin­der­gar­ten „Die Wald­füch­se“ star­tet im April 2022

Im Wald­kin­der­gar­ten erlebt ein Kind die Natur haut­nah und kann unend­lich krea­tiv sein. Des­halb wird Päd­ago­gik im Grü­nen immer beliebter.

„Die Kin­der wer­den sich im Wald bald schon bes­ser zurecht­fin­den als man­cher Erwach­se­ne“, pro­phe­zei­te Ulri­ke Fuchs beim Info-Nach­mit­tag für den neu­en Wald­kin­der­gar­ten in Godel­hof bei Bau­nach. Die Erzie­he­rin wird zusam­men mit ihrer Kol­le­gin Nele Schnei­der die Wald­füch­se lei­ten. Die Trä­ger­schaft der neu­en Ein­rich­tung Mit­ten im Wald am Fuße des Stie­fen­bergs über­nimmt der Cari­tas­ver­ein St. Oswald. Dort, wo ehe­mals nur ein lich­ter Platz mit einem Durch­ein­an­der an Brom­beer­ran­ken und Ästen war, ent­steht im Auf­trag der Stadt Bau­nach nun in den kom­men­den Mona­ten eine 36qm gro­ße Holz­hüt­te mit Pan­ora­ma­fen­stern, an die sich ein ca. 40 qm gro­ßes Vor­dach anglie­dert. In der Hüt­te sorgt dann ein Holz­ofen, der auch zum Kochen und Backen ver­wen­det wer­den kann, für eine war­me, hei­me­li­ge Atmo­sphä­re. Eine nach­hal­ti­ge Kom­post­toi­let­te wird es eben­falls auf dem Wald­stück geben. „Wir bedan­ken uns sehr herz­lich bei den Baye­ri­schen Staats­for­sten, die uns die­ses tol­le Gelän­de zur Ver­fü­gung stel­len. Ich freue mich schon dar­auf, wenn es im April von einer fröh­li­chen Kin­der­schar erobert wird,“ erklärt Bür­ger­mei­ster Tobi­as Rop­pelt (CBB) zufrieden.

Viel Spiel­zeug brau­chen die Kin­der nicht, denn die Natur bie­te genü­gend davon: Stei­ne, Stöcke, Erde, so Ulri­ke Fuchs. Im Wald wür­den kla­re Regeln gel­ten, näm­lich nichts vom Wald­bo­den in den Mund neh­men, nicht auf auf­ge­sta­pel­tes Holz klet­tern oder kei­ne toten Tie­re anfas­sen sowie immer in Sicht­wei­te bleiben.

Doch wie funk­tio­niert ein Wald­kin­der­gar­ten? „Wir sind so gut wie immer drau­ßen. Auch bei Regen und Schnee“, erzählt die zukünf­ti­ge Lei­tung der „Wald­füch­se“, „Die Kin­der ler­nen in und mit der Natur zu spie­len. Sie haben Platz, kön­nen sich frei ent­wickeln. Selbst­ver­ständ­lich bie­ten wir aber auch das Würz­bur­ger Vor­schul­pro­gramm „Hören, lau­schen, ler­nen“ für die Vor­schul­kin­der an oder Sprech­zeich­nen für die Mit­tel­kin­der.“ Der Wald­kin­der­gar­ten trägt auch zu einer psy­chi­schen Robust­heit bei. Und zu einem guten Ver­ant­wor­tungs­ge­fühl: An Schlecht­wet­ter­ta­gen lernt die Grup­pe auf­ein­an­der acht­zu­ge­ben und die Situa­ti­on gemein­sam zu überstehen.

In die­sem Punkt gibt ihnen auch die Wis­sen­schaft recht. Die Liste der viel­fach unter­such­ten Vor­tei­le für Kin­der, die einen Wald- oder Natur­kin­der­gar­ten besu­chen, ist lang: Die Grob­mo­to­rik wird bes­ser ent­wickelt, das Immun­sy­stem gestärkt, Krea­ti­vi­tät und Fan­ta­sie geför­dert, die Sprach­ent­wick­lung unter­stützt. Auch ler­nen die Kin­der den Umgang mit Gefah­ren bes­ser einzuschätzen.

Bis zu 20 Kin­der von 3 – 6 Jah­ren kön­nen ab 01. April 2022 mit drei Betreu­ungs­per­so­nen den Wald erkun­den und das neue Wald­stück bespie­len und gestal­ten. Gestar­tet wird mit einer Buchungs­zeit von 8 – 14 Uhr.

Inter­es­sier­te Eltern kön­nen sich bei Fra­gen sehr ger­ne an Mela­nie Schmitt vom Cari­tas­ver­ein wen­den. Tel.: 09544–9846777

Vor­anmel­dun­gen zum Her­un­ter­la­den: www​.stadt​-bau​nach​.de/​b​i​l​d​u​n​g​-​s​o​z​i​a​l​e​s​/​k​i​n​d​e​r​b​e​t​r​e​u​u​ng/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.