Ersatz­ge­schwäch­ten Sel­ber Wöl­fen geht zum Ende hin die Puste aus

Heilbronner Falken vs. Selber Wölfe 5:3. Foto: Mario Wiedel
Heilbronner Falken vs. Selber Wölfe. Foto: Mario Wiedel

Heil­bron­ner Fal­ken vs. Sel­ber Wöl­fe 5:3 (0:3; 2:0; 3:0)

Scha­de. Nach einem ful­mi­nan­ten Auf­takt­drit­tel und einer ver­dient her­aus­ge­schos­se­nen 3:0 Füh­rung stan­den unse­re Wöl­fe am Ende wie­der mit lee­ren Hän­den und ohne Punk­te da. Am ver­dien­ten 5:3 Heim­erfolg der Fal­ken über die gesam­ten 60 Minu­ten gab es kei­ne zwei Mei­nun­gen, auch wenn sich unse­re stark ersatz­ge­schwäch­ten Wöl­fe nicht viel vor­zu­wer­fen hat­ten las­sen. Dem auf­op­fe­rungs­voll kämp­fen­den Wolfs­ru­del ging im letz­ten Drit­tel die Kraft aus und hat­ten den rou­ti­niert agie­ren­den Fal­ken nicht mehr viel spie­le­risch, wie kämp­fe­risch entgegenzusetzen.

DAS per­fek­te Auswärtsdrittel

Allen Per­so­nal­sor­gen zum Trotz – mit Ham­mer­bau­er, Ondrusch­ka, Thomp­son, Gare und Ross fehl­ten fünf Lei­stungs­trä­ger – leg­ten wir mit völ­lig neu for­mier­ten Blöcken das per­fek­te Aus­wärts­drit­tel hin. Von der ersten Sekun­de an ver­steck­ten sich unse­re Jungs nicht und spiel­ten frech und schnör­kel­los auf. Das frü­he Fore­checking schmeck­te den über­rascht wir­ken­den Fal­ken gar nicht, die ihrer­seits Pro­ble­me hat­ten, in einen geord­ne­ten Spiel­auf­bau zu kom­men. Begün­stigt vom frü­hen Füh­rungs­tref­fer durch Hechtl, der nach lan­ger Ver­let­zungs­pau­se sein Debüt gab, kam noch mehr Ruhe in das ein­fach und effek­tiv aus­ge­leg­te Wöl­fe­An­griffs­spiel. Mit Glück des Tüch­ti­gen – zwei­mal tra­fen die Haus­her­ren den Pfo­sten – schlu­gen unse­re Jungs dann in der 17. Minu­te per Dop­pel­schlag jeweils in 5/3 Über­zahl zu – zwi­schen dem 2:0 und dem 3:0 lagen gan­ze 40 Sekun­den. Die Heil­bron­ner ent­schwan­den mit hän­gen­den Köp­fen in die Drit­tel­pau­se, die ver­dien­te Füh­rung der Gäste unstrit­tig, auch der Ex-Sel­ber Mnich, der ledig­lich beim zwei­ten Tref­fer unglück­lich aus­sah, hat­te sich das Wie­der­se­hen mit sei­nen letzt­jäh­ri­gen Kol­le­gen anders vorgestellt.

Die Haus­her­ren lau­fen lang­sam warm

Auch im Mit­tel­ab­schnitt zeig­ten unse­re Wöl­fe – im Gegen­satz zu den letz­ten bei­den Spie­len – eine kon­zen­trier­te Lei­stung. Das Vor­ha­ben mög­lichst lan­ge das zu Null zu hal­ten hielt lei­der nur knapp 3 Minu­ten, ehe dem Gast­ge­ber der 1:3 Anschluss im Nach­schuss durch den NHL-erfah­re­nen Del­la Rove­re gelang. Heil­bronn zog das Tem­po an, auch wenn die nun öfters vor­ge­tra­ge­nen Sturm­läu­fe noch ohne Erfolg blie­ben. Bis zur 28. Minu­te. Eine Duplet­te des erstens Tref­fer – dies­mal Fab­ri­ci­us, eben­falls im Nach­set­zen. Das per­so­nell dezi­mier­te Wolfs­ru­del bewies Moral und stemm­te sich gegen den Druck der Haus­her­ren, über­stand zu Freu­de der gut 60 mit­ge­rei­sten Wöl­fe-Fans ein zwei­mi­nü­ti­ges 3/5 Unter­zahl mit Glück und auch Geschick. Lau­ten­schla­ger mit einer Groß­chan­ce und wenig spä­ter ein nach Video­be­weis bestä­tig­ter Lat­ten­tref­fer bedeu­te­ten die knap­pe Wöl­fe-Füh­rung. Die­se hielt bis zur zwei­ten Pau­sen­si­re­ne, obwohl bei­de Teams noch­mals Gas gaben. Wil­liams nach Abpral­ler ohne Erfolg, auf der Gegen­sei­te parier­te Mnich gegen Aquin und Miglio. Der letz­te Big Save gehör­te Wenin­ger, der nach undurch­sich­ti­ger Situa­ti­on das 3:2 festhielt.

Fal­ken dre­hen auf – Wöl­fe kön­nen nicht mehr viel entgegensetzen

Rei­chen die Kräf­te um die knap­pe Füh­rung über die Zeit zu ret­ten? Nein, schon sehr früh mach­ten die Schwa­ben ernst und Wil­liams, im letz­ten Win­ter noch in der DEL spie­lend, mit sei­ner gan­zen Klas­se zum über­aus ver­dien­ten Aus­gleich. Unse­re Jungs nun nur noch mit Defen­siv­auf­ga­ben betraut, Wenin­ger immer öfters im Brenn­punkt des Gesche­hens. Die Domi­nanz der Heil­bron­ner dann auch auf der Anzei­gen­ta­fel sicht­bar – stark her­aus­ge­spielt der 4:3 Füh­rungs­tref­fer. Mit dem 5:3 mach­ten die Ein­hei­mi­schen dann vor­zei­tig den Deckel drauf, unse­re Jungs hat­ten nichts mehr ent­ge­gen­zu­wer­fen, um noch­mals eine Schluss­of­fen­si­ve zu starten.

Mann­schafts­auf­stel­lun­gen und Statistik

  • Heil­bron­ner Fal­ken: Mnich (Ganz) – Mapes, Fischer, Pre­to, Mor­ri­son, Hadamcz­ik, Ben­der – Lau­ten­schla­ger, Klos, Kirsch, Fab­ri­ci­us, Black­wa­ter, Wil­liams, Del­la Rove­re, Lam­ba­cher, Thiel, Dun­ham, Volkmann
  • Sel­ber Wöl­fe: Wenin­ger (Wei­de­kamp) – Slave­tin­sky, Men­ner, Gim­mel, Wal­ters, Sil­ber­mann, Rib­nitz­ky – Miglio, Aquin, Boi­ar­chi­nov, Kry­vorut­s­kyy, Gel­ke, Deeg, Nau­mann, Wolt­mann, Hechtl, Klug­hardt, Christ­mann, Böhringer
  • Tore: 3. Min. 0:1 Hechtl; 17. Min. 0:2 Wal­ters (5/3); 17. Min. 0:3 Gel­ke (Miglio, Deeg; 5/3); 23. Min. 1:3 Del­la Rove­re (Klos, Mor­ri­son); 28. Min. 2:3 Fab­ri­ci­us (Black­wa­ter, Mor­ri­son (5/4); 43. Min. 3:3 Wil­liams (Pre­to, Black­wa­ter); 48. Min. 4:3 Thiel (Klos, Del­la Rove­re); 54. Min. 5:3 Lam­ba­cher (Kirsch, Lautenbacher)
  • Straf­zei­ten: Heil­bronn 12; Selb 8
  • Schieds­rich­ter: Sicor­schi, Klein (Fau­er­bach, Lamberger)
  • Zuschau­er: 1.496

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