Coburg: Nar­ko­sen und Anäs­the­sie – bereits seit 175 Jah­ren Bestand­teil der moder­nen Medizin

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Bereits zum 10. Mal wird der Welt-Anäs­the­sietag am 16.Oktober 2021 began­gen. Er wür­digt die erste durch­ge­führ­te Anäs­the­sie im Jahr 1846 und stellt die wich­ti­ge Arbeit der Anäs­the­si­sten in den Vor­der­grund. Vie­le Men­schen haben Angst vor der Nar­ko­se, einem Zustand ohne Bewusst­sein und Schmerz­emp­fin­dung, dem Gesche­hen völ­lig aus­ge­lie­fert. Trotz aller Beden­ken soll­te klar sein, dass die Nar­ko­se heut­zu­ta­ge so sicher wie nie ist. Spe­zi­ell aus­ge­bil­de­te Fach­ärz­te küm­mern sich um die Pati­en­ten. Moder­ne Gerä­te, exak­te Dosie­rung und neue­ste Medi­ka­men­te tra­gen eben­falls zur Sicher­heit bei. Bereits seit 175 Jah­ren gibt es die Mög­lich­keit Nar­ko­sen durch­zu­füh­ren. Mit der erfolg­rei­chen Demon­stra­ti­on einer Äther­nar­ko­se am 16.10.1846 durch den Zahn­arzt Wil­liam Tho­mas Green Mor­ton (1819–1868) am Mas­sa­chu­setts Gene­ral Hospi­tal in Bos­ton fand die erste Nar­ko­se welt­weit statt. Der lang geheg­te Traum der Mensch­heit, näm­lich den Schmerz zu besie­gen, ging somit end­lich in Erfüllung.

Seit­dem ist viel pas­siert, die Nar­ko­se­me­tho­den wur­den ste­tig wei­ter­ent­wickelt und die moder­ne Anäs­the­sie ermög­licht eine geziel­te Betäu­bung des Kör­pers oder bestimm­ter Kör­per­tei­le, um das Schmerz­emp­fin­den aus­zu­schal­ten und den Pati­en­ten in einen künst­li­chen Schlaf zu ver­set­zen. Dazu ver­wen­det der zustän­di­ge Fach­arzt (Anäs­the­sist) ver­schie­de­ne Medi­ka­men­te und/​oder Gas­ge­mi­sche. Vie­le ken­nen die Nar­ko­se von Ope­ra­tio­nen oder bestimm­ten Unter­su­chungs­ver­fah­ren. Denn durch die Nar­ko­se ist es erst mög­lich, Ope­ra­tio­nen und Unter­su­chun­gen schmerz­frei durchzuführen.

„Die erste Nar­ko­se­be­hand­lung war eine Revo­lu­ti­on in der Geschich­te der Medi­zin. Erst dadurch konn­ten sich die Ope­ra­ti­ons­tech­ni­ken ent­wickeln, wie wir sie heu­te ken­nen. Dar­um freue ich mich, dass durch den Welt­an­äs­the­sietag das medi­zin­ver­än­dern­de Ereig­nis in den Fokus gerückt wird und unse­re Arbeit auch ein biss­chen mehr Beach­tung fin­det. Schließ­lich sind wir bei Ope­ra­tio­nen eher im Hin­ter­grund, aber ohne uns, wären vie­le Ein­grif­fe gar nicht erst mög­lich.“ blickt PD Dr. med. Georg Breu­er, Chef­arzt der Kli­nik für Anäs­the­sio­lo­gie und Inten­siv­me­di­zin am REGIO­MED Kli­ni­kum Coburg nicht ohne Stolz auf die Geschich­te sei­nes Fach­be­reichs zurück.

Falls Sie wei­ter in die Geschich­te der Anäs­the­sie ein­tau­chen wol­len: Die Fach­ab­tei­lung am Kli­ni­kum Coburg hat eine Infor­ma­ti­ons­sei­te über die Ent­ste­hungs­ge­schich­te und die moder­nen Mög­lich­kei­ten der Anä­steh­sie­ver­fah­ren erstellt. Sie fin­den die Infor­ma­tio­nen unter: https://​www​.regio​med​-kli​ni​ken​.de/​n​a​r​k​ose

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