HC Erlan­gen sichert sich nach har­tem Kampf den ersten Auswärtssieg

Symbolbild Handball

Die Erlan­ger Bun­des­li­ga­hand­bal­ler erkämpf­ten sich am 7. Spiel­tag einen Aus­wärts­sieg in Lüb­becke. In einem äußerst hart geführ­ten Spiel kämpf­te der HC Erlan­gen bis zum Ende auf­op­fe­rungs­voll und belohn­te sich nach 60 Minu­ten mit einem 20:21 (11:11) Aus­wärts­er­folg. Bester Wer­fer der Erlan­ger war Simon Jepps­son, der sich sechs Mal in die Tor­schüt­zen­li­ste eintrug.

Micha­el Haaß rei­ste mit dem sel­ben Kader wie zuletzt gegen Lem­go nach Ost­west­fa­len. Ohne den ange­schla­ge­nen Abwehr­chef Pet­ter Øver­by und die bei­den Rück­raum­spie­ler Fäth (Waden­ver­let­zung) und Kell­ner (Schul­ter­ver­let­zung) hat­ten sich die Fran­ken vor­ge­nom­men, von Anfang an hell­wach ins Spiel zu star­ten. Der HCE begann zunächst in der Abwehr und nach 30 Sekun­den folg­te bereits die erste Zeit­stra­fe gegen die Fran­ken, wel­che die Haus­her­ren nut­zen, um mit 1:0 in Füh­rung zu gehen. Doch auch mit einem Mann weni­ger fan­den die Erlan­ger Lücken in der Defen­si­ve der Haus­her­ren, sodass sie durch die Tref­fer von Jepps­son, Stei­nert und Büdel mit 2:4 die Füh­rung über­neh­men konn­ten (9.). Die Abwehr­rei­hen der Fran­ken ver­tei­dig­ten von Beginn an lei­den­schaft­lich, sodass sich die Gäste immer wie­der Bäl­le erobern konn­ten. Beim Spiel­stand von 3:6 (13.) leg­te der TuS die Aus­zeit, um ein wei­te­res Davon­zie­hen der Gäste zu ver­hin­dern. Dar­auf­hin ver­kürz­te Lüb­becke in Über­zahl auf 4:6, doch wie­der fan­den die Erlan­ger Lösun­gen im Angriff und kamen durch das Tor von Jepps­son zum 4:7. Nach einem Schlag gegen den Kopf von Anto­nio Metz­ner sah Yan­nick Drä­ger in der 19. Minu­te die direk­te Rote Kar­te. Die Erlan­ger muss­ten dar­auf­hin ohne Metz­ner wei­ter­kämp­fen, der am Spiel­feld­rand behan­delt wer­den muss­te. Die dar­auf­fol­gen­de Über­zahl-Situa­ti­on nut­ze Stei­nert, um sich zum 5:8 durch­zu­set­zen. In einem sehr hart geführ­ten Spiel ließ der HCE dar­auf­hin eini­ge Chan­cen aus und so kam es, dass die Gast­ge­ber fünf Minu­ten vor dem Ende des ersten Durch­gangs zum 8:8 aus­glei­chen konn­ten. Nach einem ver­ge­be­nen Sie­ben­me­ter der Erlan­ger über­nahm der TuS die Füh­rung, aber Johan­nes Sel­lin stell­te post­wen­dend über die rech­te Außen­bahn auf 9:9 (27.). Durch die schnel­len Tore von Büdel und Sel­lin erober­te sich der HCE die Füh­rung wie­der zurück (10:11/29.), doch zeit­gleich zum Pau­sen­pfiff, stell­te Lüb­becke vom Kreis auf 11:11-Unentschieden.

Nach dem Sei­ten­wech­sel traf Lüb­becke nach einem Abpral­ler zum 12:11 und weil der HCE schei­ter­te, gelang den Haus­her­ren auch das 13:11. Nach drei Minu­ten stell­te Jepps­son mit einem sehens­wer­ten Rück­raum­tref­fer zum 13:12 und weil Kle­men Fer­lin stark einen Sie­ben­me­ter parier­te, konn­te der HCE den 13:13-Ausgleich mar­kie­ren. Es blieb ein Kopf-an-Kopf-Ren­nen in der Mer­kur Are­na. Beim Spiel­stand von 15:15 tra­fen die Haus­her­ren zwei Mal in Fol­ge, sodass Erlan­gen wie­der mit zwei Toren hin­ten lag (17:15/44.). Einen extrem wich­ti­gen Tref­fer erziel­te Chri­sto­pher Bis­sel nach sei­nem Ste­al in der 45. Minu­te, als er sich hell­wach zeig­te und nach Ball­ge­winn den Anschluss­tref­fer ins lee­re Tor zum 17:16 erziel­te. Stei­nert hol­te dar­auf­hin den Sie­ben­me­ter her­aus, sodass Ols­son den erlö­sen­den Tref­fer zum 17:17 mach­te. Weil das vor­an­ge­gan­ge­ne Foul von Luka Mra­kov­cic eine Num­mer zu hart war, sah die­ser eben­falls die direk­te Rote Kar­te. Im Anschluss sah Firn­ha­ber die Zeit­stra­fe und der TuS ver­wan­del­te sei­nen Sie­ben­me­ter zur 18:17-Führung. Wie­der kämpf­te sich der HCE in Unter­zahl über Zechel zum Aus­gleichs­tref­fer und weil Kle­men Fer­lin einen frei­en Wurf von Außen sen­sa­tio­nell parier­te, konn­te Jepps­son unter höch­ster Zeit­not den Füh­rungs­tref­fer erzie­len. Sie­ben Minu­ten waren noch zu spie­len, als Fer­lin zwei Mal hin­ter­ein­an­der stark parier­te und Simon Jepps­son mit einem ech­ten Ham­mer aus dem Rück­raum zum 18:20 traf. Lüb­becke leg­te die Aus­zeit und kam dar­auf­hin per Sie­ben­me­ter zum 19:20. Erlan­gen kämpf­te jedoch mutig wei­ter und nach Zuspiel von Büdel gelang es Stei­nert auf 19:21 zu stel­len. Die Schluss­pha­se des Spiels gehör­te dem Erlan­ger Kee­per Kle­men Fer­lin. Die Num­mer 22 parier­te drei Mal in Fol­ge sen­sa­tio­nell, sodass es zwar bis zum Ende span­nend blieb, aber die Fran­ken nichts mehr anbren­nen lie­ßen und mit einem knap­pen aber ver­dien­ten 20:21-Sieg die bei­den Punk­te mit nach­hau­se nahmen.

„Das war eine rich­ti­ge Schlacht und zum Glück konn­ten wir uns am Ende mit einem Sieg beloh­nen. Das Spiel zuhau­se gegen Lem­go tut natür­lich weh, des­halb woll­ten wir heu­te hier unbe­dingt eine ande­re Per­for­mance ablie­fern und zei­gen, dass wir kämp­fe­risch da sind, alles geben kön­nen und die Punk­te wie­der bei uns behal­ten kön­nen. Ich glau­be, jeder hat heu­te gese­hen, dass das ein unfass­bar schwie­ri­ges Spiel war, dass wir dann aber am Ende zu unse­rem Gun­sten ent­schei­den konn­ten.“, so Johan­nes Sel­lin nach dem Spiel.

In sie­ben Tagen erwar­tet den HCE das näch­ste Spiel in der „stärk­sten Liga der Welt“. Am Don­ners­tag, den 21. Okto­ber um 19:05 Uhr emp­fan­gen die Erlan­ger den TSV Han­no­ver-Burg­dorf in der ARE­NA NÜRN­BER­GER VER­SI­CHE­RUNG. Tickets für die Par­tie des 8. Spiel­tags sind im Online-Shop und an allen bekann­ten Reser­vix Vorverkaufsstellen.

STA­TI­STIK
TUS N‑LÜBBECKE
Tor: Asheim, Rezar
Hei­ny (1), Petrei­kis (2), Stro­sack (3), Mun­dus (2), Drä­ger, Mra­kov­cic, Spohn (3), Nis­sen (1), Speck­mann (3/3), Petrovsky (3), Skro­bli­en (2/1)

HC ERLAN­GEN
Tor: Zie­mer, Ferlin
Sel­lin (4), Jae­ger, Mar­schall, Firn­ha­ber, Büdel (3), Bis­sel (2), Metz­ner, Link, Jepps­son (6), Stei­nert (4), Leban, Ols­son (1/1), Zechel (1)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.