Pretz­feld: Kein Zaun für Kin­der­spiel­platz in der Altreuth

PRETZ­FELD. 15 Tages­ord­nungs­punk­te hat­te Zwei­ter Bür­ger­mei­ster Jür­gen Kai­ser (WPA) wäh­rend der Markt­ge­mein­de­rats­sit­zung in der Schul­sport­hal­le abzu­ar­bei­ten als er Bür­ger­mei­ster Stef­fen Lip­fert (FW) ver­tre­ten muss­te, der sich auf einer Bür­ger­mei­ster-Klau­sur­ta­gung befand. Nur bei einen Punkt gab es eine Gegen­stim­me, alle ande­ren The­men wur­den ein­stim­mig beschlossen.

Bei dem strit­ti­gen The­ma ging es um einen Antrag des Eltern­bei­rats des Kin­der­gar­tens St. Fran­zis­kus auf Ein­zäu­nung des Kin­der­spiel­plat­zes in der Altreuth den 51 Eltern unter­schrie­ben hat­ten. Die Antrag­stel­ler führ­ten in dem Antrag als Begrün­dung an, das sich ver­mehrt Jugend­li­che mit Motor­rol­lern auf dem Spiel­platz­ge­län­de auf­hal­ten, die­ses befah­ren und dort Alko­hol kon­su­mie­ren sowie Ziga­ret­ten rau­chen. „Mit einer ent­spre­chen­den Beschil­de­rung und einer Ein­zäu­nung könn­te die Situa­ti­on zum Woh­le der Kin­der ver­bes­sert wer­den“, so das Argu­ment der Eltern. Schon ein­mal, und zwar in der Okto­ber­sit­zung letz­ten Jah­res, hat­te der Markt­ge­mein­de­rat mit 4:9 Stim­men eine Ein­zäu­nung des Spiel­plat­zes jedoch abge­lehnt. Die Ver­wal­tung hat­te nun aber einen posi­ti­ven Beschluss­vor­schlag vor­be­rei­tet in dem es hieß das der Markt­rat einer Ein­zäu­nung zustimmt und ent­spre­chen­de Ange­bo­te für den Zaun dafür ein­holt. Noch bevor Kai­ser jedoch dar­über abstim­men las­sen konn­te, stell­te Walt­her Metz­ner (WPA) den Antrag zur Geschäfts­ord­nung dar­über nicht mehr erneut abzu­stim­men, weil es seit der letz­ten Abstim­mung kei­ne neu­en Erkennt­nis­se dazu gäbe. Ein­zig Ger­hard Kraft (FW) stimm­te dage­gen den Eltern­an­trag nicht zu behan­deln. Für Kraft gab es sehr wohl neue Erkennt­nis­se, schließ­lich hät­ten den Antrag doch min­de­stens so vie­le Eltern unter­schrie­ben, wie es Kin­der gibt.

„Das ist ein wesent­li­cher Unter­schied“, beton­te Kraft. Ein­stim­mig ange­nom­men wur­de der Neu­er­lass der zuletzt 1992 geän­der­ten Sat­zung zur Erhe­bung von Erschlie­ßungs­bei­trä­gen , die ledig­lich des­halb nötig wur­de um die­se an die neue Baye­ri­sche Muster­sat­zung anzu­pas­sen. Wie Geschäfts­stel­len­lei­ter Andre­as Pfi­ster dazu erläu­ter­te, han­de­le es sich ledig­lich um redak­tio­nel­le Ände­run­gen, die Bei­trä­ge blei­ben jedoch gleich wie in der alten Sat­zung. Dia­na Könit­zer (CSU-Bür­ger­block) wünsch­te sich jedoch, das Sat­zungs­än­de­run­gen künf­tig vor­be­ra­ten wer­den bevor sie beschluss­mä­ßig auf die Tages­ord­nung kom­men. Denn die Fra­ge: „Was hat es für Kon­se­quen­zen für die Bür­ger wenn eine Sat­zung neu erlas­sen oder geän­dert wird“, war für sie äußerst wich­tig. „Das wird bei Sat­zun­gen, die die Bür­ger betrifft, auch so gemacht“, hier geht es nur um die Anpas­sung an die bay­ern­wei­te Muster­sat­zung“, erklär­te ihr Pfi­ster. „Genau das hat mir als Hin­weis für die Bür­ger gefehlt“, gab ihm Könit­zer zurück, die sich damit nun zufrie­den gab. Dem geplan­ten „Solar­park Pox­stall“ in der Nach­bar­ge­mein­de Eber­mann­stadt stimm­te der Rat eben­so ohne Dis­kus­si­on zu wie der Errich­tung einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge auf dem Lärm­schutz­wall bei Wann­bach mit einer Höhe von drei Metern und einer Gesamt­län­ge von neun Metern. Letz­te­res ver­se­hen mit dem Hin­weis einer Prü­fung durch die Stra­ßen­bau­be­hör­de. Rei­ne Form­sa­che waren auch die Ertei­lun­gen des gemeind­li­chen Ein­ver­neh­mens für die Errich­tung eines Ein­fa­mi­li­en­hau­ses in Pretz­feld, eines klei­nen Schwimm­teichs im Bau­ge­biet „Neu­tei­le“, die Umnut­zung einer Ein­lie­ger- zu einer Feri­en­woh­nung und die Errich­tung eines Bal­kons mit Wen­del­trep­pe in Hetzles.

Für die Feu­er­weh­ren Lüt­zels­dorf und Zauns­bach hat­te man schlicht­weg ver­ges­sen jeweils einen Frost­wäch­ter für die bei­den Trag­kraft­sprit­zen­an­hän­ger (TSA) mit anzu­schaf­fen. Dies wur­de nun zum Gesamt­preis von rund 3552 Euro nach­ge­holt. Unter Bekannt­ga­ben teil­te Vize­bür­ger­mei­ster Kai­ser mit, das Sand­ri­na Schmitt neue Daten­schutz­be­auf­trag­te des Mark­tes ist. Aus der nicht­öf­fent­li­chen Sit­zung infor­mier­te Kai­ser das für den Kin­der­hort fünf mobi­le Luft­rei­ni­gungs­ge­rä­te zum Ange­bots­preis von 1165 Euro ange­schafft wer­den, die Fort­schrei­bung des Flä­chen­nut­zungs­plans mit Land­schafts­plan durch das Nürn­ber­ger Büro „Topos Team“ 121 789 Euro kostet, die Pla­nungs­ar­bei­ten für die Was­ser­ver­sor­gung zur Neu­ge­stal­tung der Juden­gas­se an das Bam­ber­ger Inge­nieur­bü­ro Weyrau­ther zum Ange­bots­preis von 22 500 Euro ver­ge­ben wur­de und die Mach­bar­keits­stu­die zum Neu­bau bezie­hungs­wei­se der Erwei­te­rung des Bau­hofs 7000 Euro kostet. Tho­mas Weichert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.