Osel Bohr GmbH aus Bam­berg besteht seit 140 Jah­ren – Jubi­lä­ums­ur­kun­de von der Handwerkskammer

Mat­thi­as Graß­mann, Prä­si­dent der Hand­werks­kam­mer für Ober-fran­ken, hat den Betrieb besucht und dem Geschäfts­füh­rer Sven Steuß­loff eine Jubi­lä­ums-urkun­de über­reicht. Foto: Privat

Bam­berg – Die Osel Bohr GmbH aus Bam­berg blickt in die­sem Jahr auf 140 Jah­re Fir­men­ge­schich­te zurück. Seit der Grün­dung im Jahr 1881 hat sich der Hand­werks­be­trieb auf Boh­run­gen und Brun­nen­bau spe­zia­li­siert und es in die­ser lan­gen Zeit geschafft, den tech­ni­schen Fort­schritt im Brun­nen­bau erfolg­reich mit­zu­ge­stal­ten. Heu­te beschäf­tigt das Unter­neh­men 20 Mit­ar­bei­ter und bringt Spe­zi­al­fahr­zeu­ge mit modern­ster Bohr­tech­nik zum Ein­satz. Zu die­sem außer­ge­wöhn­li­chen Fir­men­ju­bi­lä­um über­reich­te Mat­thi­as Graß­mann, Prä­si­dent der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken, an den Geschäfts­füh­rer Sven Steuß­loff eine Jubiläumsurkunde.

„Nur die wenig­sten wis­sen, wel­cher Auf­wand und wel­che Infra­struk­tur nötig ist, um uns alle mit fri­schem, sau­be­rem Trink­was­ser zu ver­sor­gen,“ beschreibt Sven Steuß­loff die Her­aus­for­de­run­gen in sei­nem Betrieb. Allei­ne für die Trink­was­ser­ver­sor­gung in Ober­fran­ken wür­den mehr als 1.000 Brun­nen benö­tigt. In der Stadt Bam­berg sei­en es über 100 Brun­nen, die – je nach Lage der Gemein­de oder der Stadt – 20 Meter, manch­mal auch meh­re­re Hun­dert Meter tief sind. Unter­neh­men, die für die Trink­was­ser­ver­sor­gung arbei­ten, müs­sen hoch qua­li­fi­ziert sein. „Um dies zu doku­men­tie­ren, ist das Unter­neh­men Osel Bohr GmbH nach den Regel­wer­ken des Deut­schen Ver­eins des Gas- und Was­ser­fa­ches e. V. (DVGW) als Fach­un­ter­neh­men für Boh­run­gen und Brun­nen­bau zer­ti­fi­ziert“, so der Diplom­in­ge­nieur für Tief­bohr­tech­nik Sven Steuß­loff. Die Bohr­tech­nik habe ihn schon immer fas­zi­niert, bei­spiels­wei­se die Bohr­tür­me aus den Fern­seh­se­ri­en Dal­las und Den­ver-Clan. „Damals war es Öl, bei uns ist es das Trink­was­ser“, zieht der Geschäfts­füh­rer einen Ver­gleich. Die Tech­no­lo­gien und die Fas­zi­na­ti­on sei­en aber die­sel­be. „Jede Boh­rung ist anders und birgt immer wie­der neue Über­ra­schun­gen“, so Steuß­loff. Sein Unter­neh­men bohrt Brun­nen bis zu einer Tie­fe von 300 Metern und ist mit sei­nen Lei­stun­gen schwer­punkt­mä­ßig in ganz Bay­ern unter­wegs. Dazu gehö­ren neben dem Brun­nen­bau auch die War­tung und Instand­hal­tung der Anla­gen für pri­va­te wie geschäft­li­che Kunden.

Zum Lei­stungs­pa­ket des Unter­neh­mens gehö­ren auch Sanie­rungs­ver­fah­ren zur Wie­der­her­stel­lung der Brun­nen­lei­stungs­fä­hig­keit, Kame­ra­be­fah­rung, der geziel­te Ein­satz von Repa­ra­tur­m­an­schet­ten, Ein­schub­ver­roh­run­gen, Per­fo­ra­tio­nen oder Nach­ab­dich­tun­gen. Die Osel Bohr GmbH bohrt übri­gens Brun­nen bis zu einer Tie­fe von 300 Metern.

„Auf­trä­ge“, so Sven Steuß­loff, „haben wir mehr als genug. In ganz Bay­ern, manch­mal auch dar­über hin­aus. Unser größ­tes Pro­blem ist es aktu­ell, Lehr­lin­ge und Fach­kräf­te zu finden.“

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