Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz mit hohem Qua­li­täts­stan­dard in Herzangelegenheiten

Dr. med. Samir Murad, Chef­arzt der Kar­dio­lo­gie vom Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz. Foto: Kli­ni­kum Forchheim

Eber­mann­stadt – Zum wie­der­hol­ten Male glänzt die Kar­dio­lo­gie des Kli­ni­kums Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz mit einer sehr guten Bewer­tung im Kli­nik­check, einem Kli­nik­ver­gleich des Lehr­stuhls für Gesund­heits­ma­nage­ment der Fried­rich-Alex­an­der-Uni­ver­si­tät Erlan­gen-Nürn­berg (FAU) und dem Insti­tut für Medi­zin­ma­nage­ment der Uni­ver­si­tät Bay­reuth in Zusam­men­ar­beit mit der Nürn­ber­ger Zei­tung und den Nürn­ber­ger Nach­rich­ten. Bei der Unter­su­chung der Herz­kranz­ge­fä­ße mit­tels Herz­ka­the­ter steht das Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz auf dem drit­ten Platz in der Rei­he der Top-Per­for­mer von 19 bewer­te­ten Kran­ken­häu­sern, die in und um Nürn­berg die­sen Ein­griff durchführen.

Herz­ka­the­ter­un­ter­su­chung

Die Herz­ka­the­ter­un­ter­su­chung wird bei vol­lem Bewusst­sein unter ört­li­cher Betäu­bung an der Ein­stich­stel­le im Herz­ka­the­ter­la­bor durch­ge­führt. Vom Hand­ge­lenk oder von der Lei­ste aus wird mit­tels Füh­rungs­draht ein klei­ner Kunst­stoff­schlauch (der Kathe­ter) über die Schlag­ader bis zum Herz vor­ge­scho­ben. Über die­sen Kathe­ter wird Rönt­gen-Kon­trast­mit­tel gespritzt, um die Herz­kranz­ge­fä­ße dar­zu­stel­len. Wird eine Eng­stel­le oder sogar ein Ver­schluss fest­ge­stellt, kommt der ent­schei­den­de Vor­teil der Herz­ka­the­ter­un­ter­su­chung im Ver­gleich mit ande­ren nicht-inva­si­ven Metho­den wie der Com­pu­ter­to­mo­gra­phie zur Dar­stel­lung, denn in der glei­chen Sit­zung wer­den die Koro­nar­ar­te­ri­en wie­der durch­gän­gig gemacht. Die­se Tech­nik heißt Per­ku­ta­ne Trans­lu­mi­na­le Coro­na­re Angio­pla­stie (PTCA). Im Fal­le einer nach­ge­wie­se­nen bedeut­sa­men Stenose kann über einen Draht ein Bal­lon bis zur Eng­stel­le vor­ge­bracht und mit einem gewis­sen Druck ent­fal­tet wer­den. Um in die­sem Bereich eine erneu­te Ver­en­gung zu ver­hin­dern, wer­den wäh­rend der­sel­ben Unter­su­chung klei­ne metall­netz­ar­ti­ge Gefäß­stüt­zen in das Blut­ge­fäß ein­ge­setzt (soge­nann­te Stents). Die Stents sind heut­zu­ta­ge über­wie­gend beschich­tet, damit der behan­del­te Bereich nicht wie­der zuwächst.

Erfolgs­fak­tor erfah­re­ne Kardiologen

Die AOK-Rou­ti­ne-Daten, die für die Ein­stu­fung in die ver­schie­de­nen Grup­pen – grün für über­durch­schnitt­li­che Qua­li­tät, gelb für durch­schnitt­li­ches Abschnei­den, rot für die­je­ni­gen Kli­ni­ken mit auf­fäl­li­gen Indi­ka­to­ren oder unter­durch­schnitt­li­cher Qua­li­tät – beschei­ni­gen dem Kli­ni­kum Forch­heim- Frän­ki­sche Schweiz signi­fi­kant weni­ge Kom­pli­ka­tio­nen inner­halb von 30 Tagen nach dem Ein­griff. Dr. Samir Murad, Chef­arzt der Kar­dio­lo­gie, erklärt einen Erfolgs­fak­tor des Stand­orts Eber­mann­stadt: „Alle Kar­dio­lo­gen, die im inva­si­ven Herz­ka­the­terbe­reich tätig sind, haben eine Berufs­er­fah­rung von min­de­stens 10 Jahren.“

Vor­beu­gen mit gesun­dem Lebensstil

„Unser Lebens­stil ist in gro­ßen Maßen für die Ent­ste­hung der koro­na­ren Herz­krank­heit ver­ant­wort­lich“, betont Dr. Samir Murad und emp­fiehlt die Ver­mei­dung von Risi­ko­fak­to­ren ins­be­son­de­re Rau­chen, Über­ge­wicht, man­geln­de Bewe­gung, unge­sun­de Ernäh­rung, etc.. Die­se Risi­ko­fak­to­ren füh­ren zu Risi­ko­krank­hei­ten wie Dia­be­tes mel­li­tus, Blut­hoch­druck und Fett­stoff­wech­sel­stö­run­gen. „Zur Vor­beu­gung der koro­na­ren Herz­er­kran­kung spielt eine gesun­de Ernäh­rung, kör­per­li­che Bewe­gung, opti­ma­le Blut­druck-/ Cho­le­ste­rin­wert-/ sowie Blut­zucker­ein­stel­lung bei Dia­be­ti­kern eine sehr gro­ße Rol­le“, sagt der Kar­dio­lo­ge. Vor Coro­na-Zei­ten hat die Kli­nik in der Frän­ki­schen Schweiz auch eine Kar­dio-Sport­grup­pe organisiert.

Wer sind die Patienten?

Auf die Fra­ge, wie die Pati­en­ten zur Behand­lung mit­tels Herz­ka­the­ter­un­ter­su­chung die Kli­nik auf­su­chen, ant­wor­tet der Chef­arzt: „Über­wie­gend sind es vier Grup­pen von Pati­en­ten, die zu uns kom­men: Die erste Grup­pe sind Pati­en­ten, die durch einen nie­der­ge­las­se­nen Kol­le­gen mit V.a. Herz­krank­heit ein­ge­wie­sen wer­den, die zwei­te Grup­pe sind Pati­en­ten mit unkla­rem Krank­heits­bild, die zur wei­te­ren Abklä­rung kom­men, bei denen die nicht-inva­si­ve Dia­gno­stik den drin­gen­den Ver­dacht auf eine koro­na­re Herz­krank­heit gibt. Die drit­te Grup­pe bil­den die aku­ten Not­fäl­le via Not­arzt oder Rettungswagen/​Krankenwagen mit Ver­dacht bzw. mit bestä­tig­tem Herz­in­farkt. Die­se sind beson­ders kri­tisch, jedoch durch die 24-stün­di­ge Herz­in­farkt­be­reit­schaft an 365 Tagen im Jahr wer­den die Pati­en­ten umge­hend auf die Ver­dachts­dia­gno­se unter­sucht und gege­be­nen­falls unmit­tel­bar ins Herz­ka­the­ter­la­bor gebracht. Die vier­te Grup­pe sind Ver­le­gun­gen aus ande­ren Kran­ken­häu­sern ohne inva­si­ve Abteilung.“

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