Markt Egloff­stein inve­stiert rund 1,3 Mio € in die Trinkwasserversorgung

Das eige­ne Trink­was­ser ist dem Markt Egloff­stein auch mone­tär viel wert

Ein Autokran hievt das Fertiggebäude für das Pumpwerk vom Schwertransport an seinen endgültigen Standort zwischen Egloffstein und Egloffsteinerhüll.

Ein Auto­kran hievt das Fer­tig­ge­bäu­de für das Pump­werk vom Schwer­trans­port an sei­nen end­gül­ti­gen Stand­ort zwi­schen Egloff­stein und Egloffsteinerhüll.

Seit über hun­dert Jah­ren wird das kost­ba­re Gut Trink­was­ser aus drei Quel­len gewon­nen. Die Arles­brun­nen­quel­le ver­sorgt die Orts­tei­le Egloff­stein, Die­ters­berg und Most­viel, die Wei­her­wie­sen­quel­le ver­sorgt Hundss­haup­ten, Hunds­bo­den und Egloff­stei­n­er­hüll und aus der Brunn­lei­ten­quel­le gewin­nen die Bür­ger Affal­terthals ihr Was­ser. Die Bür­ger schät­zen die gute Qua­li­tät des Trink­was­sers aus den gemein­de­ei­ge­nen Quel­len sehr.

Der Anschluss an eine Fern­was­ser­ver­sor­gung steht für die Ver­ant­wort­li­chen im Markt Egloff­stein nicht zur Debat­te. Um die Ver­sor­gungs­si­cher­heit der Bür­ger auch in Zei­ten von Was­ser­knapp­heit oder evtl. Ver­un­rei­ni­gun­gen einer der Quel­len zu erhö­hen, hat der Markt­ge­mein­de­rat beschlos­sen, die eigen­stän­di­gen Quel­len mit­tels Ver­bund­lei­tun­gen und Pump­wer­ken mit­ein­an­der zu ver­bin­den. So kön­nen sich die ver­schie­de­nen Orts­net­ze im Bedarfs­fall gegen­sei­tig aus­hel­fen. Die­ses zukunfts­fä­hi­ge Vor­ha­ben stieß auch bei den Fach­be­hör­den der Was­ser­wirt­schaft und des Staa­tes auf Wohl­wol­len. Der Frei­staat Bay­ern unter­stützt das Vor­ha­ben daher mit einer statt­li­chen Zuwen­dung von rund 550.000 €.

In den letz­ten Mona­ten wur­den die rund 3 km lan­gen Ver­bund­lei­tungs­roh­re ver­legt. Ins­be­son­de­re die Lei­tung von Most­viel nach Affal­ter­thal muss­te auf­grund des dor­ti­gen FFH-Gebie­tes und der emp­find­li­chen Flo­ra und Fau­na sehr sorg­sam ver­legt wer­den. Zum Ein­satz kam ein spe­zi­el­les Spül­bohr­ver­fah­ren, so dass der Ein­griff in die Ober­flä­che im Ver­gleich zum kon­ven­tio­nel­len offe­nen Gra­ben­ver­bau sehr gering gehal­ten wer­den konnte.

Die­se Woche wur­den nun die bei­den für die Pump­wer­ke erfor­der­li­chen Gebäu­de aus Fer­tig­be­ton­tei­len gelie­fert und auf­ge­stellt. Sie wur­den mit Schwer­trans­por­tern aus Ingol­stadt nach Egloff­stein trans­por­tiert und vor Ort mit einem Auto­kran auf ihre end­gül­ti­gen Stand­or­te geho­ben. Nun schlug die Stun­de der Wahr­heit und es zeig­te sich die Qua­li­tät der gelei­ste­ten Vor­ar­bei­ten, die vom Inge­nieur­bü­ro Dürr­schmidt aus Nürn­berg zusam­men mit dem Markt Egloff­stein koor­di­niert und von den beauf­trag­ten Fach­fir­men aus­ge­führt wor­den waren: Zen­ti­me­ter­ge­nau wur­den die meh­re­re Ton­nen schwe­ren Beton­hül­len auf die bereits im Erd­reich instal­lier­ten Rohr­lei­tun­gen gehievt und die Anschlüs­se ver­bun­den. „Ich bin dank­bar, dass die umfang­rei­chen Arbei­ten bis­her ohne Zwi­schen­fäl­le abge­lau­fen sind. Die Ver­sor­gung unse­rer Bür­ger mit Trink­was­ser aus unse­ren eige­nen Quel­len kann damit auf Jahr­zehn­te hin­aus gesi­chert wer­den“, so 1. Bür­ger­mei­ster Ste­fan Förtsch.

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