„Fri­days for Future-Demo“ in Bayreuth

"Fridays for Future-Demo" in Bayreuth
"Fridays for Future-Demo" in Bayreuth

Glo­ba­ler Kli­mast­reik vor der Bundestagswahl

Am heu­ti­gen Frei­tag (24.09.) haben in Bay­reuth etwa 700 Men­schen am gol­ba­len Kli­mast­reik von Fri­days for Future teil­ge­nom­men. In über 1000 Städ­ten auf der Welt wur­de an die­sem Tag für mehr Kli­ma­schutz demon­striert und in Deutsch­land ist der Ter­min durch die anste­hen­de Bun­des­tags­wahl beson­ders bri­sant. Es waren vie­le Bay­reu­ther Initia­ti­ven bei der Demon­stra­ti­on ver­tre­ten. Die Demon­strie­ren­den konn­ten bei­spiels­wei­se noch beim Kli­ma­ent­scheid Bay­reuth unter­schrei­ben, den Wal­king-Bal­lon von Green­peace bewun­dern oder Essen auf Spen­den­ba­sis von der Volx­kü­che aus dem Tran­si­ti­onhaus bekommen.

Die Kli­ma­kri­se hat im Wahl­kampf zu Recht eine gro­ße Rol­le gespielt. Die Demon­strie­ren­den in ganz Deutsch­land for­der­ten die­se Wahl zu einer Kli­ma­wahl zu machen. Bereits in weni­gen Jah­ren könn­te Deutsch­land das CO2-Bud­get auf­ge­braucht haben, wel­ches uns zur Errei­chung des Pari­ser Kli­ma­ziels zusteht. Des­we­gen müs­se die näch­ste Bun­des­re­gie­rung schnell effek­ti­ve Kli­ma­schutz­maß­nah­men ergrei­fen. Der jüng­ste Bericht des IPCC in die­sem Jahr ist zu dem Schluss gekom­men, dass die Kli­ma­kri­se noch schnel­ler als gedacht vor­an­schrei­tet. In die­sem Jahr haben Men­schen in Deutsch­land außer­dem am eige­nen Leib erfah­ren, das die Kli­ma­kri­se schon heu­te akut ist und nicht erst in ein paar Jah­ren viel­leicht spür­bar wird.

Mit einem Kli­ma­wahl­check, wel­cher die Posi­tio­nen der gro­ßen Par­tei­en in Bezug auf das The­ma Kli­ma­schutz zusam­men­fasst, soll­ten kurz vor der Wahl noch­mal Men­schen erreicht wer­den, die viel­leicht noch unent­schlos­sen sind. „Wir möch­ten gera­de auch die älte­re Genera­ti­on bit­ten die Zukunft ihrer Kin­der und Enkel bei der Wahl mit zu berück­sich­ti­gen. Vie­le von uns kön­nen noch nicht wäh­len, aber möch­ten trotz­dem spä­ter in einer lebens­wer­ten Welt leben.“, sagt Luca Tho­mas von den Fri­days for Future. Auch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat in die­sem Jahr ent­schie­den, dass die Frei­hei­ten der Men­schen heu­te nicht so weit gehen dür­fen, dass die Frei­hei­ten der kom­men­den Genera­tio­nen stark ein­ge­schränkt wer­den. Die viel­leicht wich­tig­ste Aus­sa­ge steht auf einem der Ban­ner ganz vor­ne: Kli­ma­schutz ist Men­schen­schutz. Es geht längst nicht mehr nur dar­um Eis­bä­ren oder Insek­ten zu schüt­zen, son­dern die Kli­ma­kri­se bedroht direkt Men­schen­le­ben. Einer­seits wird die Lebens­grund­la­ge ent­zo­gen und bei­spiels­wei­se Nah­rungs­mit­tel­knapp­heit durch Dür­ren wird immer wahr­schein­li­cher und ande­rer­seits wer­den auch in Deutsch­land immer mehr Men­schen an gro­ßer Hit­ze und Extrem­wet­ter­er­eig­nis­sen ster­ben. Jetzt ist die Zeit zu han­deln und die schlimm­sten Fol­gen noch abzu­wen­den. Bun­des­tags­wahl ist Klimawahl.

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