Pro­jek­te, die Kin­der stark machen: agi­lis kürt Gewin­ner im Spen­den­wett­be­werb „agi­lis kommt an“

Kin­der und Jugend­li­che vor Gefah­ren zu schüt­zen, sie zu stär­ken und glück­lich zu machen: Das haben sich die drei gemein­nüt­zi­gen Pro­jek­te zur Auf­ga­be gemacht, die in die­sem Jahr den Jubi­lä­ums-Spen­den­wett­be­werb „agi­lis kommt an“ mit dop­pel­ter Prä­mie gewon­nen haben. In sei­nem Ver­wal­tungs­sitz in Bay­reuth kür­te das regio­na­le Eisen­bahn­un­ter­neh­men die Gewin­ner im Netz Nord. Der mit 2.000 Euro dotier­te 1. Platz ging an die betreu­te Pfer­de­welt für Kin­der in Bau­nach, ein Pro­jekt des Pfer­de­part­ner Fran­ken e. V.

Platz 1: Pfer­de­welt für Kin­der, Baunach

In der betreu­ten Pfer­de­welt des Bau­nacher Ver­eins ent­decken jun­ge Men­schen mit und ohne Han­di­cap spie­le­risch die Welt der Pfer­de und pro­fi­tie­ren von ihrer the­ra­peu­ti­schen Wir­kung. „Die Tie­re hel­fen ihnen dabei, kör­per­li­che, psy­chi­sche und see­li­sche Bela­stun­gen auf­zu­ar­bei­ten“, erklär­te Aus­bil­de­rin Danie­la Schu­bert bei der Preis­über­ga­be. Das sei gera­de nach den bei­den Lock­downs, die für das Pro­jekt aus­schlag­ge­bend waren, drin­gend not­wen­dig gewe­sen. „Mit sei­nem Ange­bot hat der Ver­ein vie­le Kin­der­au­gen wie­der zum Leuch­ten gebracht,“ sag­te agi­lis-Geschäfts­füh­rer Dr. Axel Hen­nig­hau­sen, als er den Spen­den­scheck in Höhe von 2.000 Euro über­reich­te. Mit dem Geld will der Ver­ein neu­es Zube­hör und Mate­ri­al anschaffen.

Platz 2: The­men­gär­ten, Marktleuthen

Auf Platz zwei wähl­te die „agi­lis kommt an“-Jury das lie­be­voll durch­dach­te Gar­ten­pro­jekt des inte­gra­ti­ven Mont­esso­ri-Kin­der­hau­ses in Markt­leu­then. Für ihre knapp 75 klei­nen Schütz­lin­ge legt die katho­li­sche Ein­rich­tung der­zeit eine Kin­der-Gärt­ne­rei an, in der sie säen, pflan­zen, pfle­gen und ern­ten kön­nen. Auch ein Schöp­fungs­gar­ten soll ent­ste­hen, in dem alles was kreucht und fleucht sei­nen Platz hat – von der Bie­ne bis zur Spin­ne. „Damit wol­len wir die Kin­der in die­ser hek­ti­schen Welt erden und sie Acht­sam­keit im Umgang mit ihrer Mit­welt leh­ren“, erklärt Kat­rin Bachof­ner, Heil­päd­ago­gin im Kin­der­haus, das der Kir­chen­stif­tung St. Wolf­gang unter­stellt ist. Für die 1.000 Euro-Spen­de sei das gesam­te Team sehr dankbar.

Platz 3: Gewalt­prä­ven­ti­ons­spiel, Bayreuth

„Mensch, freu dich!“ heißt das Spiel, das im Spen­den­wett­be­werb den drit­ten Platz erziel­te und mit 500 Euro bedacht wur­de. Das Spiel von Ava­lon, einer Bay­reu­ther Fach­be­ra­tungs­stel­le gegen sexua­li­sier­te Gewalt, ver­mit­telt Kin­dern und Jugend­li­chen nie­der­schwel­lig, was sexua­li­sier­te Gewalt ist und wie sie mit kör­per­li­chen Grenz­über­schrei­tun­gen umge­hen. Dafür hat sich der Ver­ein eigens ein 18-tei­li­ges Spiel­feld über­legt, auf dem sich die Kin­der auf Festen und Ver­an­stal­tun­gen mit einem gro­ßen Wür­fel fort­be­we­gen. Ange­lei­tet wer­den sie von einer Fach­kraft. „Wir hof­fen, dass wir damit so vie­le Kin­der und Eltern wie mög­lich für das The­ma sen­si­bi­li­sie­ren und ihnen ver­mit­teln kön­nen, dass sie nicht hilf­los sind“, so Rebek­ka Dal­mer, Mit­ar­bei­te­rin der Bera­tungs­stel­le. Der Ver­ein unter­stützt im Raum Bay­reuth und Kulm­bach Kin­der, Jugend­li­che und Erwach­se­ne, die sexua­li­sier­te Gewalt erle­ben oder erlebt haben sowie deren Bezugs­per­so­nen und Fachkräfte.

Respekt für gemein­nüt­zi­ges Engagement

„Wer sich für ande­re ein­setzt, ins­be­son­de­re für Kin­der, hat unse­ren gan­zen Respekt ver­dient“, sagt Hen­nig­hau­sen. „Mit dem Spen­den­wett­be­werb wol­len wir die­sem Respekt Aus­druck ver­lei­hen und sozia­le Pro­jek­te in der Regi­on för­dern.“ Dass auf dem Sie­ger­trepp­chen die­ses Jahr gleich drei Ver­ei­ne ste­hen, die ein Herz für jun­ge Men­schen haben, sei den Bewer­bun­gen zu ver­dan­ken: Unter den zahl­rei­chen Ein­sen­dun­gen haben sie die Jury am mei­sten bewegt. Besetzt war die­se auch die­ses Jahr wie­der mit ver­schie­de­nen Berufs­grup­pen aus dem Unter­neh­men, dar­un­ter ein Trieb­fahr­zeug­füh­rer, eine Ser­vice­kraft im Zug sowie Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter aus der Werk­statt und der Ver­wal­tung. Bewer­tet wur­den die Pro­jek­te nach den Kri­te­ri­en „Pro­jekt­idee und –ziel“, „Gemein­nüt­zig­keit“, „Nach­hal­tig­keit“ und „Auf­be­rei­tung der Bewerbung“.

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