Gelun­ge­ner Auf­takt der „Klapp­stuhl-Kul­Tour“ mit Musi­ker Alex Feser

Alex Feser machte den Anfang / Foto: Thomas Weichert
Alex Feser machte den Anfang / Foto: Thomas Weichert

STREIT­BERG. „Wir machen die Frän­ki­sche Schweiz zur Büh­ne“, ver­sprach der bereits vor Coro­na gegrün­de­te Wie­sent­ta­ler Ver­ein „Klapp­stuhl-Kul­Tour“ im Jahr 2019. Die erste „Klapp­stuhl-Kul­Tour“ Auf­takt­ver­an­stal­tung soll­te dann schon letz­tes Jahr über die Büh­ne gehen, doch dann kam bekannt­lich der erste Lock­down und mach­te sämt­li­che Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen zunichte.

Am Wochen­en­de war es nun so weit. Die erste Klapp­stuhl-Kul­Tour-Ver­an­stal­tung ging auf dem Hack­schnit­zel­la­ger­platz der Streit­ber­ger Fir­ma Umwelt­ser­vice Win­disch hin­ter dem Bahn­hof über die Büh­ne und es kamen knapp 80 Zuhö­rer von denen die mei­sten ihren Klapp­stuhl und eige­ne Geträn­ke bei frei­em Ein­tritt mit­ge­bracht hat­ten. Zur Auf­takt­ver­an­stal­tung ein­ge­la­den hat­te der neue Kul­tur­ver­ein den Forch­hei­mer Gitar­ri­sten und Song­wri­ter Alex Feser der die Klapp­stuhl-Gäste zwei Stun­den lang mit schlich­ter und lyri­scher aber auch fet­zi­ger und rocki­ger Musik, teil­wei­se aus eige­ner Feder, begei­ster­te. Rock und Pop, klas­sisch und modern und ein ums ande­re mal span­nend arran­giert wech­sel­ten sich mit kom­ple­xem Bandsound ab, was die ein oder ande­re Zuhö­re­rin, den ein oder ande­ren Zuhö­rer zum Mit­wip­pen anreg­te. Für Initia­to­rin und Ver­eins­chefin Petra Gött­li­cher aus Nie­der­fel­len­dorf war die Auf­takt­ver­an­stal­tung der Klapp­stuhl-Kul­Tour-Tour ein vol­ler Erfolg. Nach lan­ger Coro­na beding­ter Zwangs­pau­se merk­te man aber auch den Zuhö­rern an das sie glück­lich waren, end­lich wie­der ein­mal ein Live­kon­zert mit­er­le­ben zu kön­nen. Das man sich am Ein­gang regi­strie­ren und sei­ne Kon­takt­da­ten für eine mög­li­che Nach­ver­fol­gung einer Coro­na­in­fek­ti­on ange­ben muss­te, tat der Stim­mung kei­nen Abbruch und ist offen­bar für die Mei­sten schon ein selbst­ver­ständ­li­ches Pro­ce­de­re. Gekom­men waren auch Bür­ger­mei­ster Mar­co Traut­ner mit sei­ner Gat­tin und die Eber­mann­städ­ter Rat­haus­chefin Chri­stia­ne Mey­er in ihrer Eigen­schaft als Vor­sit­zen­de der ILE Frän­ki­sche Schweiz – Aktiv, weil der Zusam­men­schluss der Frän­ki­sche-Schweiz-Gemein­den den „Klapp­stuhl-Ver­ein“ über das auf 100 000 Euro jähr­lich zur Ver­fü­gung ste­hen­de „Regio­nal­bud­get 2021“ geför­dert hat.

Nur dadurch war es laut Gött­li­cher mög­lich das der Ver­ein zum Bei­spiel zehn Senio­ren-Klapp­stüh­le und wei­te­res Equip­ment anschaf­fen konn­te. Wie klei­ne Bat­te­rie betrie­be­ne Glas­lam­pen zum Aus­lei­hen, da es zu Kon­zert­be­ginn schon stock­fin­ster war. Köst­lich, und natür­lich dazu­ge­hö­rend war die Ein­la­ge vom Bür­ger­mei­ster und sei­ner bes­se­ren Hälf­te jeweils einen Holz­klapp­stuhl von VW, der mehr einer Strand­lie­ge glich, auf­zu­bau­en. Ein Wer­be­ge­schenk, wenn man einen neu­en VW kauft. Slap­stick pur, was sehr zur Erhei­te­rung des Publi­kums bei­trug. Letzt­end­lich nahm das „Bür­ger­mei­ster­paar“ in zwei zur Ver­fü­gung gestell­ten „Senio­ren-Klapp­stüh­len“ platz. Für die „Klapp­stuhl-Che­fin“ hat­te Traut­ner einen Blu­men­strauß mit­ge­bracht, als Sym­bol damit die­ses Pro­jekt genau­so erblü­he wie die Blu­men selbst. Es war kurz nach sei­nem Amts­an­tritt als die Kul­tur begei­ster­te Petra Gött­li­cher ihn im Rat­haus besuch­te und von ihrem ange­dach­ten Pro­jekt berich­te­te. Traut­ner dank­te Petra Gött­li­cher für die Berei­che­rung der kul­tu­rel­len Land­schaft im Markt Wie­sent­tal. Sei­ne Eber­mann­städ­ter Amts­kol­le­gin Chri­stia­ne Mey­er sprach für die 12 Bür­ger­mei­ster der ILE und bezeich­ne­te die Kul­tur-Initia­ti­ve als „tol­le glück­li­che Idee.“ Petra Gött­li­cher erzähl­te wie sie auf die­se Idee kam. Sie sei schon immer kul­tur­be­gei­stert gewe­sen und war­um in die Fer­ne schwei­fen wenn man die­se auch vor Ort in der Frän­ki­schen Schweiz erle­ben kön­ne. Ein­tritt kosten die auch noch fol­gen­den und unter­schied­lich­sten Ver­an­stal­tun­gen in der Regel nicht, weil man jedem den Zugang zur Kunst ermög­li­chen möch­te. Über eine Spen­de am Ende der Ver­an­stal­tun­gen freut sich aber nicht nur der Ver­ein, son­dern auch die Künst­ler, auf denen auch der Focus liegt. Wir eröff­nen damit neue Räu­me für die Kunst. Egal ob in Gewer­be­räu­men, Laden­lo­ka­len, leer­ste­hen­den Gebäu­den, Höfen, oder pri­va­ten Gär­ten“, sagt Gött­li­cher. Jeder kann sich bewer­ben. Wei­te­re Infos im Netz unter https://​www​.klapp​stuhl​-kul​tour​.de/

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