Grä­fen­ber­ger Lin­den­bräu bekam Besuch von Susan­ne Bauer

Susanne Bauer © privat
Susanne Bauer © privat

Wenn Frau­en brau­en – bei Fami­lie Breh­mer können‘s bei­de. Der Aus­tausch zu den Her­aus­for­de­run­gen im Geschäft als frän­ki­sche Brau­gast­stät­te mach­te deut­lich: „Ohne den Ein­satz von Lisa Badum im Bun­des­tag wäre der Zugriff auf die Coro­na-Hil­fen nicht mög­lich gewe­sen. Was bei uns in Ober­fran­ken mit unse­rer enor­men Braue­rei­dich­te nor­mal ist, kennt man kaum in ande­ren Regio­nen“, so die Grü­ne Direkt­kan­di­da­tin Susan­ne Bauer.

Die größ­ten Pro­ble­me, so Brau­mei­ste­rin Ire­ne Breh­mer-Stockum, wären mit erneu­ten Lock­downs zu befürch­ten, mit den jet­zi­gen Rege­lun­gen erscheint dies ver­meid­bar, so die Hoff­nung. Das Kurz­ar­bei­ter­geld habe auch gehol­fen, jedoch ist eini­ges Per­so­nal ver­lo­ren gegan­gen, vie­le such­ten sich anders­wo siche­re­re Ver­dienst­mög­lich­kei­ten. Dass die Minijobber*innen auf die Zahl der Fest­an­ge­stell­ten bei der Kurz­ar­beit ange­rech­net wur­den, erschwert hin­ge­gen die Lage.

Und die klei­nen Braue­rei­gast­stät­ten haben wei­te­re Bedar­fe: Das Wind­hund­prin­zip beim Gast­stät­ten- Ret­tungs­pro­gramm ist nicht zufrie­den­stel­lend. Mit den Lücken in der Digi­ta­li­sie­rung gera­de in unse­rem länd­li­chen Raum wird so die Antrag­stel­lung zum ner­ven­auf­rei­ben­den Akt.

Und auch ein Appell an die Kund­schaft wird laut: Leer­gut wird drin­gend gebraucht und das aktu­el­le Pfand­sy­stem deckt bei wei­tem nicht die Kosten für Neu­an­schaf­fun­gen von Kästen und Fla­schen – mit der Umstel­lung auf mehr Fla­schen­bier und weni­ger Fass­bier ist das ein drän­gen­des Pro­blem. Mehr­weg ist nach­hal­tig und Knapp­heit beim Bier wol­le frau nicht ris­kie­ren, so die bei­den augenzwinkernd.

Nach­hal­tig­keit ist ohne­hin die Phi­lo­so­phie der Lin­den­bräu: Vor eini­gen Jah­ren habe man bereits ein „10km-Bier“ gebraut oder „gecraf­ted“, wie es heu­te heißt. Eben aus­schließ­lich mit Ger­ste und Hop­fen aus der unmit­tel­ba­ren Umge­bung – gemälzt wird selbst und noch von Hand. Bau­er bestärkt dies: „regio­na­le Kreis­läu­fe sind als Maß­nah­men des Kli­ma­schut­zes und der regio­na­len Wert­schöp­fung unbe­dingt zu för­dern, der wah­re Preis für vie­le Pro­duk­te und auch Bier ist hoch, wird auf Brau­ger­ste von Über­see zurück­ge­grif­fen: Bezieht man die tat­säch­li­chen Kosten hier­für ein, ist klar, dass loka­les Bier den Wett­be­werb gewinnt.“

Es gibt also aus­rei­chend Punk­te auf der Agen­da der Grü­nen-Poli­ti­ke­rin­nen, die sie im Ein­satz für die loka­len Braue­rei­en mit nach Ber­lin neh­men können.

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