Forch­heim: AIK­IDO – die gewalt­freie Kampf­kunst – jetzt anmelden

Caroline legt die Männer auf die Matte / Foto: Privat

Caro­li­ne legt die Män­ner auf die Mat­te / Foto: Privat

Vie­le Men­schen haben das Gefühl, dass die Gewalt im All­tag zunimmt und Selbst­ver­tei­di­gungs­kur­se und Kampf­sport­ar­ten ste­hen daher hoch im Kurs. Eine die­ser Sport­ar­ten ist das – bis­her noch weit­ge­hend unbe­kann­te Aikido.

Aik­ido kommt aus Japan und ist aus der Kriegs­kunst der Samu­rai her­vor­ge­gan­gen. Es bedeu­tet wört­lich etwa: Der „Weg (Do) der Har­mo­nie (Ai) mit der Lebens­kraft (Ki)“. Aik­ido ist also vor allem ein Weg zur Ent­wick­lung und Ent­fal­tung von gei­sti­gen Kräf­ten und kör­per­li­chen Fähig­kei­ten und deren Har­mo­ni­sie­rung. Es ist betont defen­siv, indem es der Gewalt des Angrei­fers kei­ne wei­te­re Gewalt ent­ge­gen­setzt, son­dern des­sen Angriffs­kraft so umlei­tet, dass es dem Geg­ner unmög­lich ist, sei­nen Angriff fort­zu­füh­ren. Dies geschieht durch die Ein­nah­me einer gün­sti­gen Posi­ti­on und durch Wurf- und Hal­te­tech­ni­ken sowie der stän­di­gen Kon­trol­le des Kon­takts mit dem Geg­ner. Einem Aik­ido-Trai­ning zuzu­schau­en und zu sehen, wie wir­kungs­voll auch älte­re und schwä­che­re Men­schen ihr Gegen­über mit geziel­ten Grif­fen auf die Mat­te wer­fen, ist beein­druckend. Es gibt auch Übun­gen mit Stock und Holz­schwert, die aber auch nicht gegen­ein­an­der, son­dern mit­ein­an­der aus­ge­führt werden.

In Forch­heim gibt es seit 1988 einen Aik­ido-Ver­ein. Sei­ne Trai­nings­räu­me (Dojo genannt) sind in der Daim­ler­stra­ße 26 und Trai­nings wer­den fast täg­lich ange­bo­ten, zwei­mal wöchent­lich auch für Kin­der. Nach­dem letz­tes Jahr das Trai­ning durch Coro­na lan­ge Zeit nicht statt­fin­den konn­te, ist es jetzt wie­der mög­lich, ein ent­spre­chen­des Schutz- und Hygie­nekon­zept und die 3‑G-Regel machen es möglich.

„Unse­re Übungs­stun­den begin­nen immer mit Locke­rungs- und Auf­wärm­übun­gen, dazu gehö­ren spe­zi­el­le Atem- und Ki-Übun­gen, Medi­ta­ti­ons­tech­ni­ken und eine Aik­ido-spe­zi­fi­sche Gym­na­stik, d.h. Deh­nun­gen und Kräf­ti­gun­gen, aber auch Ent­span­nungs- und Mas­sa­ge­tech­ni­ken“, erläu­tert Gün­ther Reich, einer der Trai­ner. Im Haupt­teil des Unter­richts wer­den dann die äuße­ren und inne­ren Prin­zi­pi­en des Aik­ido ver­mit­telt. Die äuße­ren Prin­zi­pi­en – das tech­ni­sche Pro­gramm der Ver­tei­di­gungs­tech­ni­ken, der Angriffs­for­men und der Fall­schu­le – las­sen sich bei regel­mä­ßi­gem Üben schnell erler­nen. Das rich­ti­ge Ver­ständ­nis der inne­ren Prin­zi­pi­en – Zen­trie­rung im Hara, Auf­rich­tung und Erdung, Flie­ßen­las­sen der Ener­gie (Ki), Ver­ei­ni­gung (Ai) der kör­per­li­chen und gei­sti­gen Kräf­te (Ki) etc. – erfor­dert jedoch etwas mehr Geduld und kann erst nach län­ge­rer Übungs­er­fah­rung erfasst wer­den. Da wir uns nicht mes­sen müs­sen, gibt es im Aik­ido kei­ne Wett­kämp­fe, statt­des­sen fin­den daher Tref­fen mit Aik­ido-Grup­pen aus ande­ren Ver­ei­nen und gemein­sa­me Lehr­gän­ge und Feste statt.

Die VHS Forch­heim bie­tet unter der Kurs-Nr. FO 526 ab Mitt­woch, 29.09.2021 einen Aik­ido-Anfän­ger­kurs für Frau­en und Män­ner an. Der Kurs umfasst acht Aben­de (jeweils 19.15. bis 21.15 Uhr) und fin­det im Dojo in der Daim­ler­stra­ße 26 statt. Eine Anmel­dung über die VHS Forch­heim ist dabei erforderlich.

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