IG BAU Ober­fran­ken star­tet „Lock­ruf in die Wahl­ka­bi­ne“ per Film zum The­ma Woh­nen: „…iXen gehen!“

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Woh­nun­gen im Kreis Kulm­bach knapp – Mie­ten heben ab: In 6 Jah­ren um 129,7 Pro­zent gestiegen

Das Woh­nen fängt beim Wäh­len an: „Für die Mie­ten im Land­kreis Kulm­bach gibt es seit Jah­ren nur eine Rich­tung – näm­lich immer nach oben“, sagt Gerald Nick­las. Der Bezirks­vor­sit­zen­de der IG BAU Ober­fran­ken beruft sich dabei auf eine Miet­preis-Ana­ly­se des Pestel-Insti­tuts. Im Fokus der Unter­su­chung steht der Anstieg der Kosten fürs Woh­nen, die der Staat über­nimmt, wenn Haus­hal­te auf Hartz IV ange­wie­sen sind: Selbst die Kalt­mie­te für Woh­nun­gen mit ein­fa­chem Stan­dard ist dem­nach im Kreis Kulm­bach von 2,40 Euro pro Qua­drat­me­ter (im Janu­ar 2015) auf 5,60 Euro (im April 2021) enorm ange­stie­gen – ein Plus von 129,7 Pro­zent. Zum Ver­gleich: Die Ver­brau­cher­prei­se haben im glei­chen Zeit­raum deut­lich weni­ger zuge­legt – näm­lich um 9,8 Pro­zent, so das Pestel-Insti­tut. „Die neue Bun­des­re­gie­rung muss sich enorm ins Zeug legen und für mehr Woh­nun­gen sor­gen“, so Gerald Nick­las. Es fehl­ten vor allem bezahl­ba­re Woh­nun­gen und Sozi­al­woh­nun­gen – gera­de auch im Kreis Kulmbach.

„Die Situa­ti­on im Kreis Kulm­bach ist damit Teil der bun­des­wei­ten Mise­re auf dem Woh­nungs­markt“, sagt der IG BAU-Bun­des­vor­sit­zen­de Robert Fei­ger. Das Dre­hen an der Miet­spi­ra­le müs­se ein Ende haben. „Die Mie­ten müs­sen wie­der run­ter. Dafür muss der Neu­bau aber deut­lich nach oben gehen – vor allem bei den bezahl­ba­ren Woh­nun­gen und bei Sozi­al­woh­nun­gen“, for­dert Fei­ger. Des­halb müs­se die neue Bun­des­re­gie­rung „schleu­nigst ein dickes Woh­nungs­bau-Paket“ auf den Weg bringen.

„Damit das pas­siert, ist eine Bot­schaft wich­tig: Das Woh­nen fängt beim Wäh­len an“, so Fei­ger. Der IG BAU-Chef appel­liert des­halb, „einen kri­ti­schen Blick in die Wahl­pro­gram­me der Par­tei­en zu wer­fen und genau zuzu­hö­ren, was von denen kommt, die in den Bun­des­tag und ins Kanz­ler­amt wol­len“. Es gebe Par­tei­en, die bereits kla­re Ziel­mar­ken beim Neu­bau von Woh­nun­gen gesetzt hät­ten. Ande­re dage­gen blie­ben vage und ver­mie­den kon­kre­te Zahlen.

„Woh­nun­gen kann man wäh­len. Gute Arbeit und eine ordent­li­che Ren­te übri­gens auch“, sagt Fei­ger. Dazu star­tet die IG BAU jetzt einen „Lock­ruf in die Wahl­ka­bi­ne“ – mit Wahl-Clips und der Auf­for­de­rung: „… iXen gehen!“. Es sind Film-Spots mit skur­ri­len Sze­nen und kurio­sen Cha­rak­ter­ty­pen – wie dem „Woh­nun­gen-wäh­len“, der als gro­tes­ker Mak­ler die Situa­ti­on auf dem Woh­nungs­markt eben­so schräg wie spöt­tisch skizziert.

Die IG BAU will damit einen „Weck­ruf zur Wahl“ machen: „Es geht dar­um, die Pro­ble­me, die den Men­schen auf den Nägeln bren­nen, klar auf den Punkt zu brin­gen – mit einem Augen­zwin­kern. Ob per Brief­wahl am Küchen­tisch oder am 26. Sep­tem­ber in der Wahl­ka­bi­ne: Wich­tig ist, dass die Men­schen wäh­len gehen“, sagt der IG BAU-Bun­des­vor­sit­zen­de Robert Feiger.

Hier geht es zum Wahl-Clip „Woh­nen“ mit einem „Woh­nun­gen-wäh­len“: www.igbau.de/wohnungen-wählen

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