Van­da­lis­mus auf der Bam­ber­ger Ket­ten­brücke – Wahl­pla­ka­te heruntergerissen

Immer wieder werden Wahlplakate zerstört / Foto: Privat

Immer wie­der wer­den Wahl­pla­ka­te zer­stört / Foto: Privat

Bam­berg, 02. Sep­tem­ber 2021 – In der Nacht vom 01. auf den 02. Sep­tem­ber 2021 wur­den sämt­li­che Wahl­pla­ka­te an der Ket­ten­brücke her­un­ter­ge­ris­sen. Betrof­fen waren unter ande­rem Pla­ka­te der Par­tei­en CSU, der Lin­ken, der Grü­nen und Volt. Der Zeit­punkt knapp vier Wochen vor der Bun­des­tags­wahl am 26. Sep­tem­ber 2021 fällt mit­ten in die, ange­sichts der Coro­na-Pan­de­mie, so wich­ti­gen Briefwahlfrist.

Gera­de für klei­ne Par­tei­en wie Volt ist dies beson­ders ärger­lich. „Wir bemü­hen uns mit unse­ren knap­pen finan­zi­el­len Res­sour­cen so gut es geht im Wahl­kampf mit den finanz­star­ken Par­tei­en mit­zu­hal­ten. Der­zeit finan­zie­ren wir uns nur aus Eigen­mit­teln und die Pla­ka­tie­rungs­ak­ti­on in Bam­berg haben ca. 20 Mit­glie­dern ehren­amt­lich gestemmt. Für die­se Leu­te, wel­che die gan­ze Nacht unter­wegs waren, ist das beson­ders fru­strie­rend“ erklärt Lau­ra Kut­tler, eine der Vor­sit­zen­den des
Bam­ber­ger Teams. Die Bun­des­tags­wahl ist für die pan­eu­ro­päi­sche Par­tei Volt in Bam­berg der drit­te Wahl­kampf, nach­dem sie 2019 und 2020 bereits erfolg­reich an der Euro­pa­wahl und an der Kom­mu­nal­wahl teil­ge­nom­men hat. Im Bam­ber­ger Stadt­ge­biet durf­ten erst letz­ten Sams­tag die Wahl­pla­ka­te auf­ge­hängt wer­den, nicht ein­mal vier Tage spä­ter kam es nun zu die­sem Vorfall.

„Man­che Men­schen schei­nen sich über­haupt kei­ne Gedan­ken dar­über zu machen, dass Par­tei­en wich­ti­ge Arbeit lei­sten. Arbeit die im kom­mu­na­len Bereich aus­schließ­lich von Ehren­amt­li­chen in ihrer Frei­zeit erbracht wird“ sagt Hans-Gün­ter Brün­ker, der Volt im Bam­ber­ger Stadt­rat ver­tritt. „Wenn die­se Men­schen auf Grund solch unsin­ni­ger Aktio­nen resi­gnie­ren, ent­fällt eine ganz wich­ti­ge Säu­le unse­rer Demokratie.“

Volt hat eine Not­ra­ti­on an Ersatz­pla­ka­ten, mit denen sie jetzt die beschä­dig­ten erset­zen will. Auch über eine Anzei­ge bei der Poli­zei wird nach­ge­dacht. „Wir befin­den uns vier Wochen vor der Wahl, in der hei­ßen Zeit des Wahl­kampfs. Für uns geht es dar­um, mit der Bevöl­ke­rung zu spre­chen und so die Men­schen von unse­rer Art der neu­en Poli­tik zu über­zeu­gen – sol­che Neben­schau­plät­ze fres­sen Zeit und Ener­gie, die wir auf der Stra­ße im Gespräch mit den Men­schen ver­brin­gen wol­len. Wir werden
heu­te Abend im Team bespre­chen, wie wir vor­ge­hen wol­len.“, sagt Tobi­as Linck, Vor­sit­zen­der von Volt Bam­berg. „Wir wer­den uns nun bemü­hen, schnellst­mög­lich die Pla­ka­te zu erset­zen, damit wir wei­ter­hin an die­sem wich­ti­gen Platz zu sehen sein werden.“