Aus­stel­lung im Land­rats­amt Wun­sie­del gibt Ein­blicke in Natur­par­ke in Bayern

Die beiden Naturpark-Vorsitzenden Landrat Peter Berek und Landrat Florian Wiedemann haben sich bei einem Treffen gern die Zeit genommen, die Einblicke auf sich wirken lassen und über Themen der Naturparke gesprochen / Foto: Landratsamt Wunsiedel

Die bei­den Natur­park-Vor­sit­zen­den Land­rat Peter Berek und Land­rat Flo­ri­an Wie­de­mann haben sich bei einem Tref­fen gern die Zeit genom­men, die Ein­blicke auf sich wir­ken las­sen und über The­men der Natur­par­ke gespro­chen / Foto: Land­rats­amt Wunsiedel

Natur­par­ke gibt es nur in Deutsch­land. Bay­ern hat mit sei­nen 19 Natur­par­ken, die mei­sten auf der Flä­che. Anders als bei Natio­nal­parken wird in Natur­par­ken die vom Men­schen ver­än­der­te Land­schaft geschützt. Arten­rei­che Wie­sen, wel­che sonst zu Wäl­dern zuwach­sen wür­den, wer­den immer wie­der gemäht und bie­ten somit wei­ter­hin einen Lebens­raum für sel­te­ne Tie­re und Pflan­zen, wie die Arni­ka oder das Katzenpfötchen.

Die Idee der Natur­par­ke stammt aus dem Jahr 1909 und ist in Deutsch­land mit der Grün­dung des Ver­eins „Natur­schutz­park“ in der Lüne­bur­ger Hei­de ent­stan­den. Anders als Natio­nal­parke und Bio­sphä­ren­re­ser­va­te wer­den Natur­par­ke inter­na­tio­nal nicht aner­kannt. Es han­delt sich bei Natur­par­ken um groß­räu­mi­ge Land­schaf­ten und wich­ti­ge Säu­len des bun­des­wei­ten Schutz­ge­biets­sy­stems. Sie ver­ei­nen den Erhalt der bio­lo­gi­schen Viel­falt mit der Stär­kung und Ent­wick­lung länd­li­cher Regio­nen. Natur­par­ke sind zudem Reprä­sen­tan­ten cha­rak­te­ri­sti­scher, über Jahr­hun­der­te durch mensch­li­che Nut­zung gepräg­ter Kul­tur­land­schaf­ten. Denn: Unbe­rühr­te Natur gibt es in Mit­tel­eu­ro­pa kaum noch.

Zu den Auf­ga­ben der Natur­par­ke gehört, unse­re land­wirt­schaft­lich gepräg­te Kul­tur­land­schaft zu erhal­ten, zu ent­wickeln und wie­der­her­zu­stel­len, die nach­hal­ti­ge Regio­nal- und Tou­ris­mus­ent­wick­lung durch natur­ver­träg­li­che Erho­lungs­in­fra­struk­tur wie Wan­der­we­ge und Besu­cher­len­kung in sen­si­blen Berei­chen zu för­dern, Umwelt­bil­dung, Füh­run­gen und Öffent­lich­keits­ar­beit zu lei­sten. Wich­tig dabei ist die part­ner­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit mit Eigen­tü­mern und Nut­zern von Flä­chen, vor allem mit Landwirten.

Der Land­kreis Wun­sie­del i. Fich­tel­ge­bir­ge liegt kom­plett im Natur­park Fich­tel­ge­bir­ge, wel­cher noch Tei­le der Land­krei­se Hof, Bay­reuth und Tir­schen­reuth in sich ver­eint. Er wur­de 1971 gegrün­det und ist in Nord­bay­ern der Natur­park mit den mei­sten Moor­flä­chen. Auch bie­tet er den „gro­ßen Drei“ – Luchs, Wolf und Wild­kat­ze – sowie dem Auer­hahn ein Zuhau­se. Mit sei­nen vie­len klein­tei­li­gen land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen ist der Natur­park Fich­tel­ge­bir­ge ein wich­ti­ger Lebens­raum für vie­le Insek­ten, wie dem gol­de­nen Schecken­fal­ter. Die wenig erschlos­se­nen Block­mee­re bie­ten der Alpen­sack­spin­ne und der gefähr­de­ten fin­ger­blätt­ri­gen Koral­len­flech­te einen Lebensraum.

Einen Ein­blick über die Schön­heit vor der Haus­tür und in Bay­ern kön­nen sich aktu­ell die Mit­ar­bei­ter des Land­rats­am­tes Wun­sie­del i. Fich­tel­ge­bir­ge sowie Besu­cher mit Ter­min bis zum 20. Sep­tem­ber machen. Die bei­den Natur­park-Vor­sit­zen­den Land­rat Peter Berek und Land­rat Flo­ri­an Wie­de­mann haben sich bei einem Tref­fen gern die Zeit genom­men, die Ein­blicke auf sich wir­ken las­sen und über The­men der Natur­par­ke gesprochen.

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