Frens­dor­fer Bio­land­hof Mohl bekam Besuch von Abge­ord­ne­te der Grü­nen Landtagsfraktion

Seit 33 Jah­ren Bio – erfolg­reich und zufrieden

MdB Lisa Badum, Carmen Lang, Thomas Lang (beide Grüne Frensdorf), Hans Jürgen Mohl, Mario Mohl, Tanja Emmert (Mitarbeiterin Biolandhof Mohl), MdL Gisela Sengl, MdL Rosi Steinberger und MdL Tim Pargent

MdB Lisa Badum, Car­men Lang, Tho­mas Lang (bei­de Grü­ne Frens­dorf), Hans Jür­gen Mohl, Mario Mohl, Tan­ja Emmert (Mit­ar­bei­te­rin Bio­land­hof Mohl), MdL Gise­la Sengl, MdL Rosi Stein­ber­ger und MdL Tim Pargent

„Land­wirt­schaft und Umwelt im Dia­log“: unter die­sem Mot­to tourt die Land­tags­frak­ti­on von Bünd­nis 90/​Die Grü­nen der­zeit quer durch Bay­ern. In Frens­dorf besuch­ten die Abge­ord­ne­ten Gise­la Sengl, agrar­po­li­ti­sche Spre­che­rin und Rosi Stein­ber­ger, die Vor­sit­zen­de des Umwelt­aus­schus­ses, gemein­sam mit dem ober­frän­ki­schen Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Tim Par­gent und der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Lisa Badum den Bio­land­hof Mohl.

Vor 33 Jah­ren über­nahm Hans Jür­gen Mohl den Betrieb – und stell­te sofort auf Bio um. „Mei­ne erste Bio-Kul­tur waren Erd­bee­ren“, erin­nert er sich. Mitt­ler­wei­le bau­en die Land­wir­te vor allem Kar­tof­feln an. „Wir ver­mark­ten alle direkt im Umkreis von 15 Kilo­me­tern“, so Mohl. Die Lie­fer­be­zie­hun­gen mit dem ört­li­chem Lebens­mit­tel­ein­zel­han­del hat sich die Fami­lie jah­re­lang auf­ge­baut; auch an der Grün­dung des Bam­ber­ger Bau­ern­markts war sie betei­ligt. „Dass Direkt­ver­mark­tung ein wich­ti­ges Stand­bein für die baye­ri­schen Betrie­be ist, haben wir im Rah­men unse­rer Bezir­ke­tour immer wie­der gese­hen“, betont die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Gise­la Sengl. „Hier las­sen sich für die Land­wir­te oft wirk­lich ver­nünf­ti­ge Prei­se für ihre guten Pro­duk­te erzie­len.“ Gera­de für die jun­gen Land­wir­te böten sich hier­durch Per­spek­ti­ven und Mög­lich­kei­ten, die Betrie­be wei­ter­zu­füh­ren. Bei den Mohls geht das auf: Sohn Mario Mohl ist Land­wirt­schafts­mei­ster und will den Hof übernehmen.

Bei der öko­lo­gi­schen Bewirt­schaf­tung will er blei­ben – „natür­lich“. Im Bio­be­reich sind kei­ner­lei Pesti­zi­de erlaubt; für die Bekämp­fung von Schäd­lin­gen wie bei­spiels­wei­se des Kar­tof­fel­kä­fers blei­ben dadurch oft weni­ge Mög­lich­kei­ten. „Frü­her haben uns die Reb­hüh­ner dabei gehol­fen, aber die zwei Paa­re, die es hier noch gibt, haben die­ses Jahr kei­ne Jun­gen“, berich­tet Hans Jür­gen Mohl. „Um das Arten­ster­ben auf­zu­hal­ten, müss­ten ein­fach noch viel mehr land­wirt­schaft­li­che Betrie­be öko­lo­gisch wirt­schaf­ten“, betont Rosi Stein­ber­ger. Außer­dem sei es wich­tig, dass mehr im Bio­be­reich geforscht wer­de. Aktu­ell gin­gen aber fast 90% der For­schungs­gel­der in die kon­ven­tio­nel­le For­schung. „Wenn wir 30 Pro­zent Bio errei­chen wol­len, müs­sen wir auch hier ent­spre­chend umschich­ten“, for­dert Sengl.

Um dem Kli­ma­wan­del trot­zen zu kön­nen, expe­ri­men­tie­ren die Mohls der­zeit auch mit für Ober­fran­ken neu­en Kul­tu­ren, die zum Bei­spiel bes­ser mit Trocken­heit zurecht­kom­men. Aktu­ell war­tet das erste Feld mit Kicher­erb­sen auf die Ernte.

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