Sel­ber Wöl­fe: Mit Böh­rin­ger geht ein Para­de­ver­tei­di­ger den Weg in die DEL2 mit

Benedikt Böhringer. Foto: Pauline Manzke
Benedikt Böhringer. Foto: Pauline Manzke

Der Zwei­jah­res-Ver­trag, der bereits vor der Mei­ster­sai­son 2020/2021 geschlos­sen wur­de, behält sei­ne Gül­tig­keit. Dabei muss­te Bene­dikt Böh­rin­ger zuerst über­le­gen, ob und wie er die Her­aus­for­de­rung DEL2 stem­men kann.

Er durch­lief alle Jugend­mann­schaf­ten des VER Selb und gehört seit 2015 dem Pro­fi­ka­der unse­rer Sel­ber Wöl­fe an. Die Rede ist von Ver­tei­di­ger Bene­dikt Böh­rin­ger, der in der letz­ten Sai­son nicht nur das „A“ auf der Brust trug, son­dern mitt­ler­wei­le ein wich­ti­ger Bau­stein in Her­bert Hohen­ber­gers Defen­si­ve ist. Für Ben ist nicht wich­tig, sich in den Vor­der­grund zu spie­len, son­dern den Game­plan des Trai­ners zu 100 % zu erfüllen.

Des­we­gen stand schnell fest: Unse­re #10 soll mit in die DEL2, sein bereits vor der Mei­ster­sai­son ver­ein­bar­ter Zwei­jah­res­ver­trag behält auch in der neu­en Liga sei­ne Gül­tig­keit. Doch bevor der Defen­siv­mann zusa­gen konn­te, galt es eini­ge Din­ge zu klären.

Arbeit­ge­ber geht den Weg mit

Ben, der erst vor eini­gen Mona­ten bei der Fir­men­grup­pe Bir­ke sei­nen neu­en Arbeits­platz ange­tre­ten hat, muss­te vor­ab klä­ren, ob und wie ihn sein Arbeit­ge­ber unter­stüt­zen könn­te, wenn er den Schritt in die DEL2 wagen wür­de. Das hat­te ober­ste Prio­ri­tät. Der 25-jäh­ri­ge Sel­ber hat mit der Wahl sei­nes Arbeits­plat­zes aber voll ins Schwar­ze getrof­fen: „So eine Ent­schei­dung muss man gut durch­den­ken. Ich muss­te klä­ren, ob bzw.

wie es mit der Arbeit funk­tio­nie­ren wür­de. Ich habe mit der Bir­ke GmbH einen Arbeit­ge­ber, der mir da kei­ne Stei­ne in den Weg legt, son­dern mich sogar noch unter­stützt.“ Und so konn­te die­ser Punkt abge­hakt wer­den und die DEL2 kommen.

Die Rol­le des Underdogs

Auf die Fra­ge, was ihn denn am mei­sten über­zeugt hat, den Schritt in die DEL2 zu wagen, kommt Ben regel­recht ins Schwär­men. „Zum einen natür­lich das Ver­trau­en, das die Vor­stand­schaft und Her­bert Hohen­ber­ger in mich set­zen. Dazu kommt der Reiz, mich in der DEL2 zu bewei­sen. Vor allem mit dem Ver­ein, bei dem ich alle Alters­klas­sen bis zum Pro­fi­ka­der durch­lau­fen habe.“ Wer Ben kennt, weiß, dass er sich immer per­sön­li­che Zie­le steckt und hart dar­an arbei­tet, die­se zu erreichen.

„Mein per­sön­li­ches Ziel in die­ser Sai­son ist es, neben viel Eis­zeit zu bekom­men, eine gute Lei­stung abru­fen zu kön­nen und so dem Team zu hel­fen, mög­lichst weit zu kom­men.“ Rea­li­stisch schätzt der Ver­tei­di­ger auch die Rol­le der Sel­ber Wöl­fe in der Liga ein: „Wir wer­den uns, mei­ner Mei­nung nach, mit der Rol­le des Under­dogs anfreun­den müs­sen, was aber nicht heißt, dass wir nichts errei­chen kön­nen. Ich den­ke, wir müs­sen hart spie­len und der unbe­que­me Geg­ner für all die ande­ren Teams werden.“

Heiß auf die Her­aus­for­de­rung DEL2

Zuerst, das hat der sym­pa­thi­sche Sel­ber schon fest­ge­stellt, ändert sich sein Tages­ab­lauf. Vor­her hieß es: Arbeit, danach Trai­ning. Nun ist es umge­kehrt. Und auch das Som­mer­trai­ning ist här­ter, intensiver.

„Klar hat sich im Som­mer­trai­ning was geän­dert. Ich kann nur erah­nen, was uns in der DEL2 erwar­tet. Wie schnell und wie viel här­ter das Spiel in der neu­en Liga wird. Aber auch da bin ich guter Din­ge. Ich wer­de so oder so alles für mei­nen Ver­ein geben.“

Wenn er jetzt zurück­blickt, kann er von vie­len schö­nen Momen­ten in der abge­lau­fe­nen Sai­son berich­ten. Und natür­lich ist die gewon­ne­ne Mei­ster­schaft der abso­lu­te Höhe­punkt, wenn­gleich ihn die Erin­ne­rung dar­an auch etwas trau­rig stimmt: „Auf­grund einer Ver­let­zung muss­te ich das ent­schei­den­de Spiel 5 in Han­no­ver von zu Hau­se aus anschau­en. Ich wur­de qua­si über Spra­de-TV Mei­ster. Das war natür­lich nicht ganz so prickelnd. Aber am Ende zählt nur der Mannschaftserfolg.“

Und so wird „Mr. Hüft­check“ auch in der kom­men­den Sai­son mit sei­nem kom­pro­miss­lo­sen Ein­satz und sei­ner mann­schafts­dien­li­chen Spiel­wei­se für unse­re Sel­ber Wöl­fe aufs Eis gehen. „Ich freue mich auf die Her­aus­for­de­rung DEL2 und auf die vie­len neu­en Erfah­run­gen, die ich in der kom­men­den Sai­son mit unse­ren Wöl­fen machen werde.“

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