Stel­lung­nah­me von Edmund Pir­kel­mann (FW) zum Bericht über die Kreis­de­le­gier­ten­ver­samm­lung der CSU in Waischenfeld

Vor weni­gen Tagen hat­te ich noch bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung der Frei­en Wäh­ler betont dass anschei­nend unser Poli­ti­ker­stil, der geprägt ist von Trans­pa­renz und Rück­grat, von Ver­ant­wor­tung für öffent­li­che Finan­zen und Stel­lung­nah­me zu unbe­que­men The­men nicht mehr zeit­ge­mäß erscheint. Der neue stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der CSU, Franc Dierl, bezeich­net sol­che Per­so­nen mit die­sen Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten als eine Gur­ken­trup­pe. In mei­ner 34-jäh­ri­gen Zeit als Kom­mu­nal­po­li­ti­ker ist dies ein neu­er Stil, wie neue CSU-Vor­sit­zen­de ver­su­chen mit der­ben Sprü­chen von den eige­nen Schwä­chen und Pein­lich­kei­ten abzu­len­ken. Die CSU-Anträ­ge auf Beschrän­kung der Rede­zeit zur Haus­halts­ver­ab­schie­dung hat die Regie­rung für unzu­läs­sig erklärt. Der Ver­such den Kom­mu­nen auch wie­der in die­sem Jahr zusätz­lich mehr als 1,6 Mil­lio­nen Kreis­um­la­ge über den Bedarf abzu­neh­men und zusätz­lich 4 Mil­lio­nen Kre­di­te auf­zu­neh­men obwohl über 16 Mil­lio­nen Rück­la­gen vor­han­den sind ist eben­falls gescheitert.

Viel­leicht wäre es sinn­vol­ler gewe­sen, dass sich die neue CSU Mann­schaft die dies­jäh­ri­ge Haus­halts­re­de unse­res Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Hans Hüm­mer ange­hört hät­te, der dabei die Brenn­punk­te der näch­sten Jah­re dar­ge­stellt hat­te, anstatt demon­stra­tiv die Sit­zung wäh­rend die­ser Zeit zu ver­las­sen. Unse­re Trup­pe, in der vie­le Bürgermeister(innen) tätig sind, ver­sucht mit dem Geld das die Kom­mu­nen bereit­stel­len müs­sen ver­ant­wor­tungs­be­wusst umzu­ge­hen. An Aus­sa­gen und Anre­gun­gen kön­nen wir uns auch nach der Wahl noch erin­nern, was heu­te auch nicht mehr eine Stär­ke der CSU ist.

Der­be Sprü­che und Her­ab­set­zung des poli­ti­schen Weg­ge­fähr­ten sind sicher­lich Medi­en­wirk­sam von Inter­es­se, in der gro­ßen Poli­tik gän­gi­ge Pra­xis und uner­träg­lich. Wenn die­ser Stil, den sich die neue CSU-Mann­schaft anschei­nend auch im Land­kreis zum Ziel gesetzt hat der Nach­weis für Sach­kom­pe­tenz ist, dann wer­den sich Kom­mu­nen und Bür­ger noch wundern.

Edmund Pir­kel­mann
Brei­ten­le­sau
Mit­glied des Kreistages

Anmer­kung der Redak­ti­on: Den dies­be­züg­li­chen Bericht fin­den Sie unter Bay­reu­ther MdL Gud­run Bren­del-Fischer wei­ter­hin CSU-Kreisvorsitzende

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