Trink­ge­la­ge eska­liert in Hof und endet in Untersuchungshaft

symbolfoto polizei

HOF. Eine Viel­zahl von Hand­lun­gen straf­recht­li­cher Rele­vanz begin­gen zwei Arbei­ter aus Bul­ga­ri­en am spä­ten Sams­tag­abend. Dar­über hin­aus ste­hen die Bei­den im Ver­dacht, einen wei­te­ren Gast­ar­bei­ter zu sexu­el­len Hand­lun­gen gezwun­gen zu haben. Die Kri­mi­nal­po­li­zei Hof über­nahm die Ermitt­lun­gen. Die Beschul­dig­ten sit­zen mitt­ler­wei­le, auf Antrag der Staats­an­walt­schaft Hof, in Untersuchungshaft.

Zunächst traf sich eine Grup­pe von Bewoh­nern eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses im Hin­ter­hof zu einer klei­ne­ren Fei­er, bei der jedoch reich­lich Alko­hol kon­su­miert wur­de. Gegen 22.15 Uhr kipp­te die anfäng­lich fried­sa­me Stim­mung und die 24 und 40 Jah­re alten Män­ner gin­gen mit Faust­schlä­gen auf meh­re­re Mit­fei­ern­de, unter ande­rem einen 28-jäh­ri­gen Polen, los. Im wei­te­ren Ver­lauf ent­fern­ten sich die Beschul­dig­ten mit dem Auto vom Mehr­fa­mi­li­en­haus. Zuvor droh­ten sie dem Polen wei­te­re Schlä­ge an und for­der­ten ihn auf, sie zu beglei­ten. Mit hoher Geschwin­dig­keit über­fuh­ren sie auf ihrer Fahrt nach Ködi­tz meh­re­re rote Ampeln. Wäh­rend­des­sen nötig­ten bei­de Beschul­dig­te den 28-Jäh­ri­gen zu sexu­el­len Hand­lun­gen, die erst been­det wur­den, als eine Hofer Strei­fen­wa­gen­be­sat­zung das Auto stopp­te. Die Beam­ten nah­men die bei­den Bul­ga­ren vor Ort vor­läu­fig fest. Doch damit nicht genug, wies sich der 24-jäh­ri­ge Fah­rer bei der Kon­trol­le mit einem total­ge­fälsch­ten bul­ga­ri­schen Füh­rer­schein aus. Ein durch­ge­führ­ter Atem­al­ko­hol­test ergab einen Wert von über einem Pro­mil­le, wes­halb bei ihm eine Blut­ent­nah­me ver­an­lasst wurde.

Die Kri­po Hof über­nahm die wei­te­ren Ermitt­lun­gen, ins­be­son­de­re wegen Kör­per­ver­let­zung, Frei­heits­be­rau­bung und Ver­ge­wal­ti­gung. Der Fah­rer muss sich zusätz­lich wegen des Fah­rens ohne Fahr­erlaub­nis und der Trun­ken­heits­fahrt straf­recht­lich verantworten.

Die Män­ner wur­den auf Antrag der Staats­an­walt­schaft Hof am Sonn­tag dem Ermitt­lungs­rich­ter vor­ge­führt. Die­ser erließ Unter­su­chungs­haft­be­fehl. Sie befin­den sich nun in unter­schied­li­chen Justizvollzugsanstalten.

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