Der ober­frän­ki­sche Arbeits­markt im Juli 2021

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Sai­son­un­ty­pi­scher Rück­gang der Arbeitslosigkeit

Zum Schul­jah­res- und Aus­bil­dungs­en­de steigt in den Som­mer­mo­na­ten nor­ma­ler­wei­se kurz­fri­stig die Zahl der Arbeits­lo­sen, da sich Jugend­li­che zur Über­brückung arbeits­los mel­den. Der Rück­gang der Arbeits­lo­sig­keit setz­te sich im Bezirk der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg in die­sem Jahr den­noch im Juli leicht fort. Die Arbeits­lo­sen­zahl redu­zier­te sich in den ver­gan­ge­nen Wochen um 193 Per­so­nen (-1,6 Pro­zent). Ende des Monats waren 11 582 Frau­en und Män­ner arbeits­los. Das waren 1 760 bzw. 13,2 Pro­zent weni­ger als vor einem Jahr.

Im Ver­gleich zu Juli 2019 ist sie noch um 17,3 Pro­zent oder 1 709 Per­so­nen (Juni Wert: +24,6 Pro­zent, +2 328 Per­so­nen) grö­ßer als vor der Kri­se. Die Arbeits­lo­sen­quo­te redu­zier­te sich im Juli um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 3,3 Pro­zent. Der Vor­jah­res­wert lag bei 3,8 Pro­zent (2,8 Pro­zent Juli 2019).

Im letz­ten Monat ver­lo­ren 1 124 Män­ner und Frau­en ihren Arbeits­platz und mel­de­ten sich arbeits­los, 142 Per­so­nen bzw. 11,2 Pro­zent weni­ger als in 2020. Zur sel­ben Zeit fan­den 1 119 Men­schen eine neue Beschäf­ti­gung, 195 oder 21,1 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Die Ein­stell­chan­cen (219 weni­ger Arbeits­auf­nah­men im Juli 2019) sowie das Ent­las­sungs­ri­si­ko (333 mehr Ent­las­sun­gen im Juli 2019) sind mitt­ler­wei­le gün­sti­ger als im Jahr vor der Coro­na Krise.

Der sai­son­üb­li­che Anstieg der Jugend­ar­beits­lo­sig­keit fiel im Juli (+126, +11,3 Pro­zent) um gut ein Drit­tel (-32,6 Pro­zent) gerin­ger aus als im Durch­schnitt der letz­ten fünf Jah­re vor der Kri­se (+187). Am Monats­en­de waren 1 244 jun­ge Erwach­se­ne unter 25 Jah­ren auf Job­su­che, 356 bzw. 22,3 weni­ger als vor einem Jahr.

Arbeits­markt­ent­wick­lung: Schul- oder Aus­bil­dungs­ab­schluss in der Tasche – Jugend­ar­beits­lo­sig­keit steigt vor den Sommerferien

Ein­schät­zung von Boris Flem­ming, Geschäfts­füh­rer Ope­ra­tiv der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg, zur aktu­el­len Situa­ti­on am Arbeitsmarkt:

Boris Flemming

Boris Flem­ming

„Mit dem Start in die Som­mer­fe­ri­en erhöht sich für gewöhn­lich die Arbeits­lo­sig­keit leicht, da sich Schul­ab­gän­ger und Aus­bil­dungs­ab­sol­ven­ten über­gangs­wei­se arbeits­los mel­den und Zeit­ver­trä­ge zur Jah­res­mit­te aus­lau­fen. Heu­er ver­zeich­nen wir jedoch einen wei­te­ren Rück­gang. Seit Mona­ten ist der Fach­kräf­te­be­darf wie­der sta­bil auf Vor­kri­sen­ni­veau. Vie­le Jugend­li­che wur­den daher direkt nach ihrer Aus­bil­dung über­nom­men. Zeit­ver­trä­ge wur­den ver­län­gert oder sogar ent­fri­stet. Wie­der­ein­stel­lun­gen in der Gastro­no­mie und im Tou­ris­mus sind noch im vol­len Gan­ge. Es bie­ten sich auch zuneh­mend Chan­cen für Hel­fer. Jedoch hal­ten sich hier Beschäf­ti­gungs­auf­nah­men und Ent­las­sun­gen die Waa­ge, da sich ihnen, anders als für Fach­kräf­te, oft­mals kei­ne dau­er­haf­te Beschäf­ti­gungs­per­spek­ti­ve bietet.

Das Nach­ho­len eines Berufs­ab­schlus­ses wird des­we­gen für vie­le zuneh­mend eine Opti­on, bei der wir sie ger­ne unter­stüt­zen. Auf­grund des hohen Bedarfs wer­den teil­wei­se Hel­fer auf Fach­kräf­te­stel­len ein­ge­stellt und mit För­de­rung der Arbeits­agen­tur aus­ge­bil­det. Neben den posi­ti­ven Aus­sich­ten gibt es jedoch auch Risi­ken. Die Kurz­ar­beit ist noch weit über dem Niveau von vor der Kri­se, sich zuspit­zen­de Lie­fer­eng­päs­se könn­ten den Auf­schwung abbrem­sen sowie die Unge­wiss­heit einer mög­li­chen vier­ten Wel­le der Pan­de­mie mit erneu­ten wirt­schaft­li­chen Restrik­tio­nen im Herbst.“

Kurz­ar­beit sichert wei­ter­hin Arbeits­plät­ze– Erster Rück­gang ab März

Im März (Hoch­rech­nung aktu­ell­ster Wert) bezo­gen im Agen­tur­be­zirk ins­ge­samt 2 700 Betrie­be für 20 290 Arbeit­neh­mer Kurz­ar­bei­ter­geld. 8,3 Pro­zent aller sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten waren in Kurz­ar­beit. Im Febru­ar waren noch 5 215 Per­so­nen und 596 Betrie­be mehr in Kurz­ar­beit. Die Kurz­ar­bei­ter­quo­te betrug 10,4 Prozent.

Zum Ver­gleich – zum Aus­klang der glo­ba­len Finanz­kri­se 2010 gab es im März ledig­lich 8 327 Kurz­ar­bei­ter (18 110 im März 2009). Betrof­fen waren 480 Fir­men (351 im März 2009). Damals konn­te sich die wie­der erho­len­de Kon­junk­tur nahe­zu frei auf die Arbeits­markt­ent­wick­lung ent­fal­ten, wäh­rend die Maß­nah­men zur Ein­däm­mung der Pan­de­mie eini­ge Berei­che der Wirt­schaft wei­ter­hin einschränken.

Arbeits­lo­sig­keit sinkt in allen Regio­nen, trotz sai­so­na­len Anstiegs der Jugendarbeitslosigkeit

Der Arbeits­markt der Agen­tur Bam­berg-Coburg umfasst fol­gen­de sie­ben Gebiets­kör­per­schaf­ten: Stadt und Land­kreis Bam­berg, Stadt und Land­kreis Coburg sowie die Land­krei­se Forch­heim, Kro­nach und Lichtenfels.

Im Juli kommt es regel­mä­ßig zu ver­mehr­ten Arbeits­los­mel­dun­gen von jun­gen Men­schen, die nach Abschluss der Berufs­aus­bil­dung nicht über­nom­men wur­den oder Abgän­ger von all­ge­mein- und berufs­bil­den­den Schu­len waren, bzw. im Herbst zu Seme­ster­be­ginn ein Stu­di­um auf­neh­men. Daher erhöh­te sich die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit in allen Städ­ten und Krei­sen. Für gewöhn­lich steigt des­halb in den Som­mer­mo­na­ten Juli und August vor­über­ge­hend auch die Gesamt­zahl der Arbeits­lo­sen in den Regio­nen des Bezirks. In die­sem Jahr sank sie jedoch flä­chen­deckend auf­grund der sich wie­der erho­len­den Kon­junk­tur sowie der in den ver­gan­ge­nen Wochen nach­ge­hol­ten Wie­der­ein­stel­lun­gen in der Gastro­no­mie, dem Tou­ris­mus sowie dem Veranstaltungswesen.

Der Land­kreis Kro­nach (-3,8 Pro­zent), die Stadt Bam­berg (-3,1 Pro­zent) sowie Lich­ten­fels (-2,7 Pro­zent) ver­buch­ten den kräf­tig­sten Rück­gang. Aber auch in der Stadt Coburg (-0,8 Pro­zent), Forch­heim (-0,7 Pro­zent) sowie in den Land­krei­sen Bam­berg (-0,7 Pro­zent) und Coburg (-0,5 Pro­zent) ging die Arbeits­lo­sig­keit zum Start in die Som­mer­fe­ri­en leicht zurück.

In den Land­krei­sen Lich­ten­fels (-22,4 Pro­zent), Kro­nach (-20,5 Pro­zent), der Stadt
(-15,2 Pro­zent) und dem Land­kreis Coburg (-12,4 Pro­zent), der Stadt (-10,3 Pro­zent) sowie dem Land­kreis Bam­berg (-10,1 Pro­zent) liegt die Zahl der Arbeits­lo­sen pro­zen­tu­al bereits im zwei­stel­li­gen Bereich unter dem Vor­jah­res­wert. Der Land­kreis Forch­heim (-6,1 Pro­zent) ver­bucht mit einer Arbeits­lo­sen­quo­te von 2,8 Pro­zent Voll­be­schäf­ti­gung. Im Land­kreis Bam­berg ist die Quo­te mit 2,6 Pro­zent am nied­rig­sten, wäh­rend sie in der Stadt Coburg mit 5,4 Pro­zent am höch­sten ist.

Stel­len­markt: Kei­ne Som­mer­flau­te am Stel­len­markt – Fri­sche Bri­se beim Stellenzugang

Übli­cher­wei­se lässt der Per­so­nal­be­darf der Betrie­be mit dem Beginn der Feri­en­zeit ab Juli sicht­bar nach. Mit dem ein­set­zen­den Herbst­auf­schwung im Sep­tem­ber zieht die Nach­fra­ge für Neu­ein­stel­lun­gen dann wie­der an. In die­sem Jahr gewann der Stel­len­markt statt­des­sen in den ver­gan­ge­nen Wochen spür­bar an Fahrt.

Im Juli mel­de­ten die Betrie­be dem Arbeit­ge­ber­ser­vice 2 188 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te, 14,1 Pro­zent (+ 270) mehr als im Juni. Auch im Ver­gleich zum Vor­jahr stei­ger­te sich der Stel­len­zu­gang deut­lich. mit einem Plus von 75,7 Pro­zent bzw. 943 Offer­ten. Der Arbeit­ge­ber­ser­vice ver­buch­te im Juli einen Rekord­zu­gang seit Febru­ar 2018 (2 358 Stel­len). Im Stel­len­be­stand waren Ende Juli 8 079 Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te, 2 146 (+36,2 Pro­zent) mehr als vor einem Jahr. Das ist der Höchst­stand seit Novem­ber 2018 (8 382 Stellen).

Auf 100 gemel­de­te Stel­len kom­men aktu­ell sta­ti­stisch ledig­lich 143 arbeits­lo­se poten­ti­el­le Bewerber.

Der Groß­teil der der Stel­len­an­ge­bo­te ent­fällt auf die fol­gen­den Berufs­be­rei­che: 2 562 Pro­duk­ti­on, Fer­ti­gung, 1 677 Ver­kehr, Logi­stik, Schutz und Sicher­heit, 1 186 Gesund­heit, Sozia­les, Leh­re und Erzie­hung, 909 kauf­män­ni­sche Dienst­lei­stun­gen, Han­del, Ver­trieb, Tou­ris­mus sowie 759 Bau, Archi­tek­tur, Ver­mes­sung und Gebäu­de­tech­nik Die größ­ten Zuwäch­se im Ver­gleich zum Vor­jahr gibt es bei Pro­duk­ti­on und Fer­ti­gung (+48,2 Pro­zent, kauf­män­ni­sche Dienst­lei­stun­gen, Han­del, Ver­trieb, Tou­ris­mus (+46,1 Prozent),Verkehr, Logi­stik, Schutz und Sicher­heit (+41,6 Pro­zent), Natur­wis­sen­schaft, Geo­gra­fie, Infor­ma­tik (+39,0 Pro­zent) sowie Büro­tä­tig­kei­ten (Unter­neh­mens­or­ga­ni­sa­ti­on, Buch­hal­tung, Recht und Ver­wal­tung) mit plus 30,7 Prozent.

Job­cen­ter – Wei­te­re Abnah­me der Arbeits­lo­sig­keit auch im Juli

In den Job­cen­tern des Agen­tur­be­zirks ist die Arbeits­lo­sig­keit im Gegen­satz zum Ver­si­cher­ten­be­reich des SGB III (- 16 Per­so­nen, – 0,2 Pro­zent) im letz­ten Monat um ein mehr­fa­ches stär­ker gesun­ken. Ende Juli waren dort 4 583 Men­schen arbeits­los gemel­det, 177 (- 3,7 Pro­zent) weni­ger als im Juni. Erfah­rungs­ge­mäß wirkt sich der für Juli übli­che Anstieg der Jugend­ar­beits­lo­sig­keit wegen Schul- und Aus­bil­dungs­en­de wesent­lich stär­ker auf den SGB III Bereich aus, der von sai­so­nal beding­ten Schwan­kun­gen mehr betrof­fen ist.

Auf­grund der seit Mona­ten anzie­hen­den Nach­fra­ge in vie­len Bran­chen stei­gen auch wie­der die Beschäf­ti­gungs­chan­cen für Men­schen aus dem Bereich der Grund­si­che­rung. Ihre Arbeits­lo­sig­keit ver­rin­ger­te sich seit dem letz­ten Jahr um 84 Personen
(- 1,8 Pro­zent), wäh­rend sie sich im SGB III bereits um 19,3 Pro­zent (- 1 676 Per­so­nen) auf 6 999 Per­so­nen reduzierte.

Arbeits­markt­ent­wick­lung in den Regionen

Stadt Coburg

In Coburg ver­rin­ger­te sich die Zahl der Arbeits­lo­sen im Juli um 10 (- 0,8 Pro­zent) auf
1 237. Seit dem letz­ten Jahr hat sie um 221 Per­so­nen (- 15,2 Pro­zent) abge­nom­men. Im letz­ten Monat ver­lo­ren 19,5 Pro­zent mehr Men­schen ihren Job als in 2020, wäh­rend 62,2 Pro­zent mehr eine neue Tätig­keit fan­den. Die Arbeits­lo­sig­keit der Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen unter 25 Jah­ren stieg im letz­ten Monat um 12 oder 8,4 Pro­zent auf 155. Im Som­mer­mo­nat Juli kommt es regel­mä­ßig zu ver­mehr­ten Arbeits­los­mel­dun­gen von jun­gen Men­schen, die nach Abschluss der Berufs­aus­bil­dung nicht über­nom­men wur­den oder Abgän­ger von all­ge­mein- und berufs­bil­den­den Schu­len waren. Die Arbeits­lo­sen­quo­te beträgt wie im Juni 5,4 Pro­zent. Vor einem Jahr lag sie bei 6,3 Prozent.

In den ver­gan­ge­nen vier Wochen mel­de­ten die Arbeit­ge­ber aus dem Stadt­ge­biet dem Arbeit­ge­ber­ser­vice 260 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len. Das sind 81 mehr
(+ 45,3 Pro­zent) als vor einem Jahr. Der Bestand ist mit aktu­ell 939 Arbeits­platz­an­ge­bo­ten um 232 grö­ßer als im Vor­jahr (+ 32,8 Prozent).

Land­kreis Coburg

Im Land­kreis Coburg sank die Zahl der Arbeits­lo­sen im Juli um 9 (- 0,5 Pro­zent) auf 1 760. Im Ver­gleich zum Vor­jahr hat sie sich um 250 Per­so­nen bzw. 12,4 Pro­zent redu­ziert. Im letz­ten Monat ver­lo­ren 10,2 Pro­zent weni­ger Men­schen ihre Arbeit als in 2020, wäh­rend 3,3 Pro­zent mehr einen neu­en Job fan­den. Die Zahl der arbeits­lo­sen Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen unter 25 Jah­ren erhöh­te sich in den letz­ten vier Wochen um 30 oder 17,8 Pro­zent auf 199. Im Juli kommt es regel­mä­ßig zu ver­mehr­ten Arbeits­los­mel­dun­gen von jun­gen Men­schen, die nach Abschluss der Berufs­aus­bil­dung nicht über­nom­men wur­den oder Abgän­ger von all­ge­mein- und berufs­bil­den­den Schu­len waren. Die Arbeits­lo­sen­quo­te liegt mit 3,5 Pro­zent auf dem Vor­mo­nats­ni­veau. Vor einem Jahr betrug sie 4,0 Prozent.

Dem Arbeit­ge­ber­ser­vice wur­den im Juli mit 272 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Stel­len­an­ge­bo­ten 62,9 Pro­zent mehr (+105) gemel­det als im Vor­jahr. Im Bestand gibt es aktu­ell 1 034 Beschäf­ti­gungs­per­spek­ti­ven, 280 (+ 37,1 Pro­zent) mehr als im Vorjahr.

Land­kreis Kronach

Im Raum Kro­nach ver­rin­ger­te sich die Arbeits­lo­sen­zahl seit Ende Juni um 48 Per­so­nen (- 3,8 Pro­zent). Das ist agen­tur­be­zirks­weit der größ­te Rück­gang. Aktu­ell sind 1 230 Men­schen auf Job­su­che. Seit dem letz­ten Jahr hat die Arbeits­lo­sig­keit um 318 bzw. 20,5 Pro­zent abge­nom­men. Im Juli kommt es regel­mä­ßig zu ver­mehr­ten Arbeits­los­mel­dun­gen von jun­gen Men­schen, die nach Abschluss der Berufs­aus­bil­dung nicht über­nom­men wur­den oder Abgän­ger von all­ge­mein- und berufs­bil­den­den Schu­len waren. Die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit der unter 25 Jäh­ri­gen erhöh­te sich in den letz­ten vier Wochen daher um 20 oder 15,3 Pro­zent auf 151. Sie ist jedoch um 21,8 Pro­zent bzw. 42 Jugend­li­che nied­ri­ger als vor einem Jahr. In den ver­gan­ge­nen vier Wochen fan­den 36,0 Pro­zent mehr Men­schen eine neue Beschäf­ti­gung als vor einem Jahr. Bei den Ent­las­sun­gen lag die Zahl leicht unter (-2 Per­so­nen) dem Niveau von Juli 2020. Die Arbeits­lo­sen­quo­te nahm im Land­kreis Kro­nach im Juli um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 3,2 Pro­zent ab (Vor­jahr 4,0 Pro­zent). Sie unter­schrei­tet seit der Pan­de­mie erst­mals wie­der das Vor­kri­sen­ni­veau von Juli 2019. Damals betrug sie 3,4 Pro­zent und es gab 1 310 Arbeitslose.

Aus dem Land­kreis Kro­nach gin­gen beim Arbeit­ge­ber­ser­vice in den letz­ten vier Wochen 234 ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te ein, 141,2 Pro­zent (+137) mehr als im Vor­jahr. Im Bestand betreu­en die Ver­mitt­lungs­ex­per­ten 782 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Job­an­ge­bo­te. Das sind 34,4 Pro­zent mehr (+200) als in 2020. Den größ­ten Stel­len­zu­wachs (+54,2 Pro­zent, + 141 Stel­len) ver­bucht die Indu­strie, mit ins­ge­samt 401 Job­an­ge­bo­ten, ohne bran­chen­spe­zi­fi­schen Schwer­punkt. Auf 100 gemel­de­te Stel­len kom­men aktu­ell sta­ti­stisch ledig­lich 157 arbeits­lo­se poten­ti­el­le Bewerber.

Land­kreis Lichtenfels

Im Land­kreis Lich­ten­fels sind momen­tan 1 321 Frau­en und Män­ner arbeits­los gemel­det. Im Juli sank ihre Zahl um 37 Per­so­nen oder 2,7 Pro­zent. Im Vor­jah­res­ver­gleich hat sich die Arbeits­lo­sig­keit um 381 Men­schen bzw. 22,4 Pro­zent ver­rin­gert. Lich­ten­fels ver­zeich­net seit Mona­ten unter allen Krei­sen und Städ­ten des Agen­tur­be­zirks die größ­te Dyna­mik beim Abbau der Arbeits­lo­sig­keit, die zum Anfang der Coro­na Kri­se im April letz­ten Jah­res sprung­haft anstieg. Die Zahl der arbeits­lo­sen Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen unter 25 Jah­ren ver­grö­ßer­te sich im letz­ten Monat um 13 oder 10,0 Pro­zent auf 143. Im Juli kommt es regel­mä­ßig zu ver­mehr­ten Arbeits­los­mel­dun­gen von jun­gen Men­schen, die nach Abschluss der Berufs­aus­bil­dung nicht über­nom­men wur­den oder Abgän­ger von all­ge­mein- und berufs­bil­den­den Schu­len waren. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist Ihre Arbeits­lo­sig­keit jedoch um ein Vier­tel bzw. 48 bereits wie­der klei­ner gewor­den. Im Juli wur­den 5,5 Pro­zent weni­ger Men­schen ent­las­sen und es fan­den 9,9 Pro­zent mehr einen neu­en Job als vor einem Jahr. Die Arbeits­lo­sen­quo­te beträgt 3,4 Pro­zent (Juni 3,5 Pro­zent). Vor zwölf Mona­ten lag sie noch bei 4,3 Prozent.

Bei den Ver­mitt­lungs­ex­per­ten gin­gen im Juli aus dem Land­kreis Lich­ten­fels 268 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te ein, 56,7 Pro­zent bzw. 97 mehr als im Vor­jahr. Aktu­ell betreut der Arbeit­ge­ber­ser­vice 1 011 Arbeits­platz­per­spek­ti­ven im Bestand, 16,3 Pro­zent (+142) mehr als in 2020. Den größ­ten Zuwachs (+27,6 Pro­zent, +63 Stel­len) ver­bucht die Indu­strie. Mit ins­ge­samt 291 Job­an­ge­bo­ten, bie­tet sie einen Stel­len­mix aus sämt­li­chen Bran­chen. Auf 100 gemel­de­te Stel­len kom­men aktu­ell sta­ti­stisch ledig­lich 131 arbeits­lo­se poten­ti­el­le Bewerber.

Bam­berg Stadt

In der Stadt Bam­berg ist die Arbeits­lo­sig­keit im Juli um 59 Per­so­nen (- 3,1 Pro­zent) auf 1 851 gesun­ken. Seit dem letz­ten Jahr hat sie um 213 Per­so­nen (- 10,3 Pro­zent) abge­nom­men. Die Zahl der arbeits­lo­sen Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen unter 25 Jah­ren ver­grö­ßer­te sich im letz­ten Monat um 7 oder 3,7 Pro­zent auf 197 (Vor­jahr 195). Im Juli kommt es regel­mä­ßig zu ver­mehr­ten Arbeits­los­mel­dun­gen von jun­gen Men­schen, die nach Abschluss der Berufs­aus­bil­dung nicht über­nom­men wur­den oder Abgän­ger von all­ge­mein- und berufs­bil­den­den Schu­len waren. In Bam­berg fiel der Anstieg im Ver­gleich zum rest­li­chen Agen­tur­be­zirk am gering­sten aus. Im Juli wur­den über ein Vier­tel (- 25,8 Pro­zent) weni­ger Men­schen ent­las­sen und gut ein Vier­tel mehr ein­ge­stellt (+24,8 Pro­zent) als vor einem Jahr. Die Arbeits­lo­sen­quo­te liegt bei 4,4 Pro­zent (Juni 4,5 Pro­zent, Vor­jahr 4,8 Prozent).

Im Juli mel­de­ten die Betrie­be aus dem Stadt­ge­biet dem Arbeit­ge­ber­ser­vice 362 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len, 51,5 Pro­zent bzw. 123 mehr als in 2020. Im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat leg­te der Stel­len­be­stand um 411 Offer­ten (+ 35,6 Pro­zent) auf 1 566 zu.

Land­kreis Bamberg

Im Land­kreis Bam­berg sank die Arbeits­lo­sig­keit im Juli um 16 Per­so­nen (- 0,7 Pro­zent) auf 2 273. Im letz­ten Monat ver­lo­ren 11,4 Pro­zent weni­ger Men­schen ihren Job als in 2020, wäh­rend 25,1 Pro­zent mehr einen neu­en fan­den. Seit dem letz­ten Jahr ist die Arbeits­lo­sig­keit um 254 Per­so­nen bzw. 10,1 Pro­zent klei­ner gewor­den. Die Zahl der arbeits­lo­sen Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen unter 25 Jah­ren erhöh­te sich im ver­gan­ge­nen Monat um 20 oder 10,2 Pro­zent auf 216. Im Juli mel­den sich regel­mä­ßig ver­mehrt jun­ge Men­schen arbeits­los, die nach Abschluss der Berufs­aus­bil­dung nicht über­nom­men wur­den oder Abgän­ger von all­ge­mein- und berufs­bil­den­den Schu­len sind. Die Arbeits­lo­sen­quo­te beträgt wie im Juni wei­ter­hin 2,6 Pro­zent (Vor­jah­res­mo­nat 2,8 Pro­zent). Das ist Voll­be­schäf­ti­gung und die nied­rig­ste im gesam­ten Agenturbezirk.

Aus dem Bam­ber­ger Land gin­gen beim Arbeit­ge­ber­ser­vice in die­sem Monat 456 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te ein, 132,7 Pro­zent (+260) mehr als vor einem Jahr. Die Ver­mitt­lungs­ex­per­ten betreu­en aktu­ell 1 648 Beschäf­ti­gungs­per­spek­ti­ven, 42,1 Pro­zent oder 488 mehr als im Juli 2020.

Land­kreis Forchheim

Im Land­kreis Forch­heim setz­te sich im Juli der Abbau der Arbeits­lo­sig­keit um 14 Men­schen (- 0,7 Pro­zent) leicht fort. Am Ende des Monats waren 1 910 Per­so­nen arbeits­los regi­striert, 123 oder 6,1 Pro­zent weni­ger als vor Jah­res­frist. Es ver­lo­ren 21,0 Pro­zent weni­ger Frau­en und Män­ner ihre Beschäf­ti­gung als in 2020, wäh­rend 6,6 Pro­zent mehr einen neu­en Arbeits­platz fan­den. Die Zahl der arbeits­lo­sen Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen unter 25 Jah­ren erhöh­te sich im letz­ten Monat um 15,1 Pro­zent bzw. 24 Per­so­nen auf 183. Seit dem letz­ten Jahr sind es jedoch 22,1 Pro­zent (- 52) weni­ger gewor­den. Im Juli kommt es regel­mä­ßig zu ver­mehr­ten Arbeits­los­mel­dun­gen von jun­gen Men­schen, die nach Abschluss der Berufs­aus­bil­dung nicht über­nom­men wur­den oder Abgän­ger von all­ge­mein- und berufs­bil­den­den Schu­len waren. Die Arbeits­lo­sen­quo­te liegt bei 2,8 Pro­zent (Juni 2,9 Pro­zent, Vor­jahr 3,0 Pro­zent). Das ist Voll­be­schäf­ti­gung. Per Defi­ni­ti­on spricht man von Voll­be­schäf­ti­gung ab einer Quo­te von unter 3,0 Prozent.

In den ver­gan­ge­nen vier Wochen mel­de­ten Betrie­be dem Arbeit­ge­ber­ser­vice 336 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te, 71,4 Pro­zent (+140) mehr als im Juli 2020. Im Stel­len­pool sind aktu­ell 1 099 Offer­ten, 55,7 Pro­zent bzw. 393 mehr als vor einem Jahr.

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