Aus dem Stadt­rat Pot­ten­stein – Fran­ken-Tower neue Attraktion

Als es um die Beschluss­fas­sung zur Kennt­nis­nah­me der Jah­res­rech­nung 2020 ging sprach Bür­ger­mei­ster Ste­fan Früh­bei­ßer (CWU-UWV) von einem sehr posi­ti­ven Ergeb­nis mit einem ordent­li­chen Inve­sti­ti­ons­vo­lu­men. Er hat­te aber auch das Bedürf­nis gleich­zei­tig zu warnen.

Denn in Zukunft wer­de man ent­spre­chen­de Sicher­hei­ten brau­chen, um für zukünf­ti­ge Ent­wick­lun­gen gewapp­net zu sein. Denn in Zukunft wer­den staat­li­cher­seits wegen den enor­men Aus­ga­ben zur Bewäl­ti­gung der Coro­na-Pan­de­mie die Finanz­strö­me nicht mehr so flie­ßen wie man dies gewohnt war, so sei­ne Pro­gno­se. Als beacht­lich bezeich­ne­te der Rat­haus­chef die Zufüh­rung vom Ver­wal­tungs- in den Ver­mö­gens­haus­halt in Höhe von rund 1,84 Mil­lio­nen Euro, was eine Ver­bes­se­rung zum Haus­halts­plan in Höhe von 977 854 Euro (113,78 Pro­zent) dar­stellt. Dar­aus konn­te der Rück­la­ge rund 406 000 Euro zuge­führt wer­den was zu einem aktu­el­len Rück­la­gen­stand in Höhe von rund 1,5 Mil­lio­nen Euro führ­te. Die Stadt­ver­schul­dung konn­te um 583 483 Euro gesenkt wer­den, was einem aktu­el­lem Schul­den­stand von rund 4 Mil­lio­nen Euro ent­spricht. „Hat­te es einen Grund wie­so der geplan­te Kre­dit von 3 Mil­lio­nen Euro nicht gebraucht wur­de“, woll­te dazu Drit­ter Bür­ger­mei­ster Chri­sti­an Weber (JL) wis­sen. Als Grün­de dafür nann­te Früh­bei­ßer wesent­lich bes­se­re För­de­run­gen als erwar­tet aber auch eini­ge Maß­nah­men, die man noch nicht begon­nen habe. „Auf­grund des bes­se­ren Ergeb­nis­ses wer­den wir das Dar­lehns­vo­lu­men bei Wei­tem nicht aus­schöp­fen“, so Früh­bei­ßer. Denn heu­er ist eine Kre­dit­auf­nah­me in Höhe von 3,5 Mil­lio­nen Euro vor­ge­se­hen, die man aber aller Vor­aus­sicht nach in die­ser Höhe auf­grund des guten Vor­jah­res­er­geb­nis­ses nicht brau­chen wer­de. Somit wird die Ver­schul­dung vor­aus­sicht­lich auch nicht wie geplant zum Jah­res­en­de auf rund 6.8 Mil­lio­nen Euro ansteigen.

Maria Dreß­el (FWG) ver­wies jedoch auf eine ange­spann­te Haus­halts­la­ge. So steht es jeden­falls im Geneh­mi­gungs­schrei­ben des Land­rats­am­tes zum dies­jäh­ri­gen Haus­halts­plan dem auch ein­stim­mig zuge­stimmt wur­de. „Wir müs­sen drauf ach­ten, dass wir in Zukunft noch hand­lungs­fä­hig blei­ben“, mahn­te Dreß­el. „Wir wer­den auch in den näch­sten Jah­ren unse­re Inve­sti­tio­nen stem­men kön­nen, müs­sen aber spar­sam damit umge­hen“, dazu Früh­bei­ßer. Die wei­te­ren Tages­ord­nungs­punk­te waren Form­sa­che und somit schnell abge­han­delt. Der vor­ge­se­he­ne Sat­zungs­be­schluss für ein Bau­grund­stück im Bau­ge­biet „Hohen­mirsberg Ost“ wur­de ver­tagt, weil der Antrag­stel­ler noch Abklä­run­gen wegen der Flä­che vor­neh­men muss. Dem Ent­wurf für eine Ein­be­zie­hungs­sat­zung im Bau­ge­biet „Elbers­berg-Ost“ wur­de eben­so zuge­stimmt wie dem Abschluss eines Durch­füh­rungs­ver­tra­ges mit dem Inha­ber des Pot­ten­stei­ner Klet­ter­walds der bekannt­lich noch heu­er sei­ne so genann­te „Zipli­ne-Anla­ge“ als neue Attrak­ti­on errich­ten will. Also ein 20 Meter hoher Turm den Jür­gen Stahl­mann „Fran­ken-Tower“ nennt und von dem aus man mit­tels der Seil­bahn „Fran­ken Fox“ über den Bier­gar­ten „flie­gen“ kann. Stahl­mann muss als Vor­ha­bens­trä­ger alle erfor­der­li­chen Kosten tra­gen. Zuge­stimmt wur­de auch dem Beschluss­vor­schlag den Wahl­hel­fern zur Bun­des­tags­wahl ein Erfri­schungs­geld in Höhe von 30 Euro zu gewäh­ren und die Wahl­lo­ka­le Tüchers­feld, Elber­berg und Küh­len­fels-Wai­dach erhal­ten jeweils 50 Euro zusätz­lich wegen erhöh­tem Auf­wand. Dem TSV Elbers­berg wird gemäß Grund­satz­be­schluss ein Zuschuss in Höhe von 596 Euro für die Anschaf­fung eines Rasen­trak­tors zum Preis von knapp 12 000 Euro gewährt und das Schul­land­heim­werk Ober­fran­ken darf künf­tig mit dem Stadt­wap­pen auf sei­ner Home­page für das Schul­land­heim Pot­ten­stein wer­ben. Von der Auf­stel­lung einer Ein­be­zie­hungs­sat­zung für ein Grund­stück am Orts­rand von Rackers­berg in Rich­tung Haß­lach wur­de Abstand genom­men und das ent­spre­chen­de Bau­leit­ver­fah­ren ein­ge­stellt. Weil das bean­trag­te Bau­grund­stück nicht nur im Außen­be­reich, son­dern voll­stän­dig im Land­schafts­schutz­ge­biet Frän­ki­sche Schweiz – Fran­ken­ju­ra liegt. „Dass sich das Amt da so stur stellt“, konn­te Rai­ner Bren­del (BPU) nicht nachvollziehen.

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