Hin­ter den Kulis­sen: Wer die Welt­erbe-Stadt Bam­berg sau­ber macht

Den "Saustall" der anderen aufräumen; die Männer in der Farbe orange / Foto: Stadt

Den „Sau­stall“ der ande­ren auf­räu­men; die Män­ner in der Far­be oran­ge / Foto: Stadt

Wäh­rend die mei­sten Men­schen noch schla­fen, rei­ni­gen die Teams der Bam­ber­ger Ser­vice Betrie­be bereits Bam­bergs Stra­ßen und Grün­flä­chen – 365 Tage im Jahr bei jedem Wetter.

Mor­gens um fünf Uhr geht es vom Stand­ort der Bam­ber­ger Ser­vice Betrie­be am Mar­ga­re­ten­damm 40 los: Uwe Herr­manns­dör­fer, Hei­ko Hart­mann und Blend Max­h­uni fah­ren mit ihrem oran­ge­far­be­nen Prit­schen­wa­gen in die Sand­stra­ße vor die Kir­che St. Eli­sa­beth. Von dort gehen sie zu Fuß wei­ter und keh­ren mit ihren tra­di­tio­nel­len gro­ßen Rei­sig­be­sen Fla­schen, Pla­stik­be­cher, unzäh­li­ge Ziga­ret­ten­kip­pen und Vie­les mehr in die Mit­te der Stra­ße, damit die Kehr­ma­schi­nen im näch­sten Schritt den Müll gut auf­sam­meln kön­nen. Die drei Män­ner gehö­ren zur Innen­stadt-Kehr­ko­lon­ne der Bam­ber­ger Ser­vice Betrie­be (BSB). Neben Gaustadt, der Gar­ten­stadt, und dem Berg­ge­biet ist dies die vier­te Stra­ßen­kehr­ko­lon­ne Bam­bergs. Um das ERBA-Gelän­de und zum Bei­spiel den Hain küm­mern sich Mitarbeiter:innen der Abtei­lung Grün­an­la­gen und Friedhöfe.

Damit Bam­berg sau­ber bleibt, wer­den alle inner­städ­ti­schen Abfall­ei­mer von den Stra­ßen­rei­ni­gern der BSB täg­lich von 5 Uhr bis 19 Uhr geleert. Im Sand­ge­biet und auf der Unte­ren Brücke fin­det die Mor­gen­rei­ni­gung zudem täg­lich von 5.30 bis 7 Uhr statt. So sor­gen die Kol­le­gen in der Stra­ßen­rei­ni­gung das gan­ze Jahr für eine sau­be­re Innenstadt.

Uwe Herr­manns­dör­fer, seit 2014 Mit­ar­bei­ter der BSB, freut sich an einem frü­hen Sonn­tag­mor­gen über das Lob eines vor­bei­kom­men­den Pas­san­ten. „Wenn die Einen ins Bett gehen, ste­hen wir auf. Und wenn sie dann wie­der­kom­men, ist alles pic­co­bel­lo.“ In den ver­gan­ge­nen Wochen und auch beim Blick in die ver­gan­ge­nen Jah­re sei die Situa­ti­on mit dem Müll in Bam­bergs Innen­stadt schlim­mer gewor­den. Das Auf­stel­len der 24 zusätz­li­chen groß­vo­lu­mi­gen Müll­be­häl­ter habe zwar in der aktu­el­len Situa­ti­on rund um die Unte­re Brücke und die Sand­stra­ße etwas gehol­fen, „aber die Müll­ei­mer sind lan­ge noch nicht voll und die Leu­te wer­fen ihr Zeug teil­wei­se trotz­dem ein­fach auf die Stra­ße“, so Hei­ko Hart­mann. „Die den­ken wahr­schein­lich, dass schon jemand alles auf­räumt, und das machen wir ja auch. Das ist eine Mentalitätsfrage.“

Stadt­rei­ni­gungs­mei­ster Edmund Wicht und sei­ne Teams appel­lie­ren an alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und alle, die sich zum Fei­ern auf öffent­li­chen Plät­zen tref­fen: „Müll gehört in die Müll­ei­mer oder man nimmt die mit­ge­brach­ten Ver­packun­gen wie­der mit nach Hau­se. Und am besten ist, wir pro­du­zie­ren ins­ge­samt weni­ger Müll.“

Was die Mit­ar­bei­ter aus der Früh­schicht an die­sem Sonn­tag­mor­gen um 5 Uhr in der Innen­stadt erle­ben und wie die Stra­ßen­rei­ni­gung und Abfall­le­e­rung abläuft, ist in einem Video auf dem städ­ti­schen You­Tube-Kanal https://​you​tu​.be/​K​o​L​q​-​Q​3​D​HOM zu sehen.

Tipps zur Müll­ver­mei­dung gibt es zum Bei­spiel auf die­ser Über­sichts­sei­te der Stadt Bam­berg: www​.stadt​.bam​berg​.de/​1​w​e​g​f​r​e​i​b​i​s23

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