Land­kreis Wun­sie­del: Reso­lu­ti­on zur Sachsen-Franken-Magistrale

Die noch nicht elek­tri­fi­zier­te Teil­strecke der Fran­ken-Sach­sen-Magi­stra­le zwi­schen Nürn­berg und der deutsch-tsche­chi­schen Gren­ze bei Schirn­ding stellt einen enor­men Stand­ort­fak­tor für die gesam­te Regi­on Nord­ost­bay­ern sowie den gesamt­eu­ro­päi­schen Per­so­nen- und Güter­ver­kehr dar. Aus die­sem Grund fin­det sich das Elek­tri­fi­zie­rungs­pro­jekt auch im vor­dring­li­chen Bedarf des Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plans 2030 wie­der. Die Vor­pla­nun­gen der DB Netz AG für den Strecken­ab­schnitt Nürn­berg – Markt­red­witz – Schirn­ding haben bereits Ende 2020 eine kla­re Vor­zugs­va­ri­an­te ergeben.

O‑Ton Peter Berek:

Dem­nach ist der Aus­bau der bestehen­den Bahn­strecke mög­lich und stellt die wirt­schaft­lich­ste Opti­on dar. Zwi­schen­zeit­li­che Opti­mie­run­gen haben wei­te­re Kosten­sen­kun­gen erge­ben. Zudem konn­te ein von den Anlie­ger­re­gio­nen beauf­trag­tes Gut­ach­ten eine über­durch­schnitt­li­che Stei­ge­rung des Nut­zens und des Trans­port­po­ten­ti­als durch den Aus­bau und die Elek­tri­fi­zie­rung aufzeigen.

Für die Rea­li­sie­rung die­ses Pro­jek­tes spre­chen zahl­rei­che wich­ti­ge Fak­to­ren. Aus öko­lo­gi­scher Sicht wäre es ein Signal, die „Die­sel­insel Ober­fran­ken“ (größ­tes zusam­men­hän­gen­des, mit Die­sel ange­trie­be­nes Lini­en­netz in Deutsch­land) durch eine Elek­tri­fi­zie­rungs­maß­nah­me auf­zu­bre­chen. Durch eine Elek­tri­fi­zie­rung wür­de auch die Rück­kehr des Fern­ver­kehrs in die Regi­on mög­lich wer­den und somit schnel­le­re, umstei­ge­freie Ver­bin­dun­gen in die umlie­gen­den Metro­po­len. Es könn­te auf die­se Wei­se an der Naht­stel­le zwi­schen Ost und West auch die größ­te Elek­tri­fi­zie­rungs­lücke Mit­tel­eu­ro­pas geschlos­sen werden.

Durch die­sen Schritt kön­nen zahl­rei­che verkehrs‑, klima‑, industrie‑, deutschland‑, euro­pa- und geo­po­li­ti­sche Zie­le erreicht wer­den. Erschwe­rend kommt hin­zu, dass der anschlie­ßen­de Bahn­ab­schnitt von Cheb/​Eger bis Prag bereits elek­tri­fi­ziert ist und hier­zu ein Staats­ver­trag exi­stiert, dass Deutsch­land die Elek­tri­fi­zie­rung hin zu einem lücken­lo­sen Zusam­men­schluss vor­an­treibt und rea­li­siert. Der Land­kreis Wun­sie­del i. Fich­tel­ge­bir­ge als Stand­ort vie­ler „Hid­den Cham­pions“, die von einer guten Bahn­an­bin­dung über den Kno­ten­punkt Markt­red­witz abhän­gig sind, kann durch eine hier­mit ver­bun­de­ne bes­se­re Anbin­dung gestärkt wer­den. Auch für Pend­ler und Tou­ri­sten kön­nen sich so neue Ange­bo­te erge­ben, eben­so wie auch wich­ti­ge Stra­ßen­ver­bin­dun­gen ent­la­stet werden.

Der Land­kreis Wun­sie­del i. Fich­tel­ge­bir­ge möch­te daher im Ver­bund aller Anlie­ger­kom­mu­nen an sämt­li­che invol­vier­ten Ent­schei­dungs­ebe­nen appel­lie­ren, die Ent­wurfs- und Geneh­mi­gungs­pla­nung zur voll­stän­di­gen Elek­tri­fi­zie­rung der Fran­ken-Sach­sen-Magi­stra­le lücken­los bis zur deutschtsche­chi­schen Gren­ze und inklu­si­ve des Abschnitts zwi­schen Markt­red­witz und Hof noch im Som­mer 2021 zu beauf­tra­gen und deren Rea­li­sie­rung aktiv auch im Hin­blick auf einen effek­ti­ven Lärm­schutz mit zu unterstützen.

Die Bun­des­re­gie­rung möge somit die außer­ge­wöhn­li­che Chan­ce zur raschen Fer­tig­stel­lung eines inter­na­tio­nal bedeu­ten­den Aus­bau­vor­ha­bens ergrei­fen und die Pla­nun­gen ohne wei­te­ren Ver­zug fortsetzen.

1 Antwort

  1. UDO MEINHART sagt:

    zur unend­li­chen elek­tri­fiz. der bahn­strecke nürn­berg-mak-cz lan­des­gren­ze und rich­tung hof. wird nur ewig geplant und geprüft.resolutionen gibt es seit 1990 schon- hat alles NICHTS gepracht. poli­ti­ker machen fau­le ver­spre­chun­gen- wei­ter nichts-TSCHE­CHI­EN hat sei­ne auf­ga­ben gemacht- in deutsch­land hat sich nichts getan. also hört auf mit den nutz­lo­sen resolutionen!!!!

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