Bay­reu­ther MdL Gud­rund Bren­del-Fischer: „Jung­lehr­kräf­te in Ober­fran­ken behalten“

MdL Gudrun Brendel-Fischer. Foto: Christine Schulz
MdL Gudrun Brendel-Fischer. Foto: Christine Schulz

Wie die Bay­reu­ther Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Gud­run Bren­del-Fischer mit­teilt, errei­chen sie aktu­ell wie­der ver­mehrt Hil­fe­ru­fe von jun­gen Lehr­kräf­ten an Grund- und Mit­tel­schu­len, die nach ihrem Vor­be­rei­tungs­dienst in Ober­fran­ken in einen ande­ren Regie­rungs­be­zirk ver­setzt wer­den. Dass dies in den letz­ten Jahr­zehn­ten die Regel war, lag an den weit­aus höher stei­gen­den Schü­ler­zah­len in Süd­bay­ern, aber auch dar­an, dass in Bay­reuth und Bam­berg mehr Leh­rer­nach­wuchs aus­ge­bil­det wur­de als in Ober­bay­ern. „Heu­te haben wir eine ande­re Situa­ti­on. Ober­fran­ken hat bei der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung nahe­zu einen Tur­naround hin­ge­legt und erfreu­li­chen Schü­ler­zu­wachs“, sagt Bren­del-Fischer. Aller­dings räumt sie ein, dass die Staats­re­gie­rung natür­lich auf eine bedarfs­ori­en­tier­te Ver­tei­lung der Kapa­zi­tä­ten ach­ten muss.

Ins­be­son­de­re jun­ge Lehr­kräf­te, die bereits eige­nen Nach­wuchs haben, tref­fe eine unfrei­wil­li­ge Ver­set­zung teil­wei­se hart, näm­lich dann, wenn es sich um eine nicht täg­lich fahr­ba­re Strecke han­delt und ein Zweit­wohn­sitz erfor­der­lich wird.

Die Abge­ord­ne­te, Mit­glied im Bil­dungs­aus­schuss des Baye­ri­schen Land­tags, hat sich des­halb an den zustän­di­gen Staats­mi­ni­ster Prof. Dr. Micha­el Pia­zo­lo gewandt und ihn um wohl­wol­len­de Unter­stüt­zung gebe­ten. Bren­del-Fischer sieht vor allem die Gefahr, dass, wie in den letz­ten Jah­ren immer wie­der gesche­hen, frisch aus­ge­bil­de­te Grund­schul- und Mit­tel­schul­lehr­kräf­te ihre beruf­li­che Zukunft an nahe­ge­le­ge­nen Schu­len in Sach­sen und Thü­rin­gen fin­den. Den Vor­wurf, wir hät­ten einen ekla­tan­ten Leh­rer­man­gel, weist Bren­del-Fischer zurück: „Wir haben genü­gend Köp­fe, aller­dings arbei­ten sehr vie­le Lehr­kräf­te in Teil­zeit mit nied­ri­gem Stun­den­ein­satz. Mei­ner Mei­nung nach müss­te die fami­li­en­be­ding­te unter­hälf­ti­ge Teil­zeit stär­ker an das Alter der zu betreu­en­den eige­nen Kin­der ange­passt wer­den“, sagt sie. „Wir brau­chen mehr Leh­re­rin­nen und Leh­rer, die min­de­stens 14 Wochen­stun­den unter­rich­ten, um unse­re Klas­sen­lei­tun­gen gut abdecken zu können“.

1 Antwort

  1. Gabi Herler sagt:

    Dan­ke der Frau Bren­del-Fischer, end­lich mal jemand der sich die­sem, auch all­ge­mein im öffent­li­chen Dienst herr­schen­dem Pro­blem, annimmt. Es kann doch nicht ange­hen, dass jun­ge Fami­li­en so aus­ein­an­der­ge­ris­sen wer­den. Es ist doch teil­wei­se unzu­mut­bar, täg­lich zwei Stun­den und mehr zu fah­ren, um allem gerecht zu wer­den. Wo bleibt da die Ver­ein­bar­keit Fami­lie und Beruf?

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