400 Herz­kis­sen an Bam­ber­ger Frau­en­kli­nik übergeben

Auch im Coro­na-Jahr unter­stüt­zen die Staat­li­chen Schlös­ser und Gär­ten Baden-Würt­tem­berg die Bene­fiz­ak­ti­on „Herz­kis­sen“ – mit über­wäl­ti­gen­dem Erfolg: Über 2.500 Her­zen sind bis­lang von frei­wil­li­gen Hel­fe­rin­nen und Hel­fern fer­tig­ge­stellt wor­den – sie kom­men Kli­ni­ken und Brust­krebs­zen­tren zugu­te. Jetzt wur­den 400 Kis­sen an das Kli­ni­kum am Bru­der­wald der Sozi­al­stif­tung Bam­berg übergeben.

Klei­ne Geste, gro­ße Wirkung

Breast-Care-Nurse Monika Bernhardt-Raquet (Brustschwester), Carola Rollmann, Organisatorin Herzkissenaktion, Dr. med. Thomas Bernar, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Klinikums Bamberg, Monika Menth, Leiterin der Schlossverwaltung Weikersheim, Dr. med. Denise Wrobel, Leitung des Brustzentrums des Sozialstifts Bamberg. Foto: Pressestelle Klinikum Bamberg

Bre­ast-Care-Nur­se Moni­ka Bern­hardt-Raquet (Brust­schwe­ster), Caro­la Roll­mann, Orga­ni­sa­to­rin Herz­kis­sen­ak­ti­on, Dr. med. Tho­mas Ber­nar, Chef­arzt der Kli­nik für Frau­en­heil­kun­de und Geburts­hil­fe des Kli­ni­kums Bam­berg, Moni­ka Menth, Lei­te­rin der Schloss­ver­wal­tung Wei­kers­heim, Dr. med. Deni­se Wro­bel, Lei­tung des Brust­zen­trums des Sozi­al­stifts Bam­berg. Foto: Pres­se­stel­le Kli­ni­kum Bamberg

2017 betei­lig­te sich das Team um Moni­ka Menth, Lei­te­rin der Schloss­ver­wal­tung Wei­kers­heim, zum ersten Mal an der Herz­kis­sen­ak­ti­on. Vor vier Jah­ren konn­te Micha­el Hörr­mann, Geschäfts­füh­rer der Staat­li­chen Schlös­ser und Gär­ten, 1.400 Kis­sen an meh­re­re Kli­ni­ken im schwä­bisch-frän­ki­schen Raum über­ge­ben. In die­sem Jahr star­te­te das Wei­kers­hei­mer Team eine Coro­na-kon­for­me Vari­an­te der Bene­fiz­ak­ti­on – mit Nähsets für zu Hau­se. Seit Janu­ar näh­ten Frei­wil­li­ge bis­her über 2.500 Herz­kis­sen: „Ein sen­sa­tio­nel­les Ergeb­nis“, freut sich Micha­el Hörr­mann, Geschäfts­füh­rer der Staat­li­chen Schlös­ser und Gär­ten Baden
Würt­tem­berg. „Die Hilfs­be­reit­schaft und Anteil­nah­me – und auch die Spen­den­be­reit­schaft – der vie­len ehren­amt­li­chen Hel­fe­rin­nen und Hel­fer ist überwältigend.“

Kis­sen mit Herz: für den guten Zweck

Am ver­gan­ge­nen Mitt­woch über­ga­ben Moni­ka Menth und Caro­la Roll­mann, die Koor­di­na­to­rin der Herz­kis­sen­ak­ti­on, erst­mals eine Kis­sen­spen­de von 400 Herz­kis­sen an das Kli­ni­kum am Bru­der­wald der Sozi­al­stif­tung Bam­berg. Bre­ast-Care-Nur­se (Brust­schwe­ster) Moni­ka Bern­hardt-Raquet nahm die stol­ze Zahl von 400 genäh­ten Herz­kis­sen ent­ge­gen. Sie wer­den nun an Frau­en ver­teilt, die eine Brust­krebs­ope­ra­ti­on hin­ter sich haben. Das Kli­ni­kum am Bru­der­wald unter der Lei­tung von Dr. med. Deni­se Wro­bel behan­delt jähr­lich ca. 200 Pati­en­tin­nen, die an Brust­krebs erkrankt sind.

Aus Bam­berg stammt die Musik zum Video

War­um stif­tet das Team von Schloss Wei­kers­heim in Baden-Würt­tem­berg die Herz­kis­sen an das Bam­ber­ger Kli­ni­kum am Bru­der­wald? Die Wei­kers­hei­mer haben ein Video über ihre Akti­on gedreht – und die Hin­ter­grund­mu­sik zum Video stammt von der Band „Dorf­rocker“, die in Oberau­rach bei Bam­berg zu Hau­se ist. „Die Musik hat ein­fach per­fekt gepasst“, erklärt Caro­la Roll­mann. „Und da woll­ten wir auch einen Teil von unse­rem Erfolg einer Kli­nik in Bam­berg zugu­te­kom­men lassen.“

Kis­sen mit Herz: für den guten Zweck

Ursprüng­lich stammt die Idee der Herz­kis­sen­ak­ti­on aus den USA: Frau­en fin­den sich, in nor­ma­len Jah­ren, zusam­men und nähen mit­ein­an­der Kis­sen in Form von Her­zen – für den guten Zweck. Die Herz­kis­sen wer­den an Kli­ni­ken und Brust­zen­tren gespen­det. Mit ihren etwas grö­ße­ren „Flü­geln“ lin­dern die Herz­kis­sen, unter die Ach­seln geklemmt, die Schmer­zen wäh­rend des Hei­lungs­pro­zes­ses. Gleich­zei­tig beu­gen sie schmerz­haf­ten Ein­schrän­kun­gen der Schul­ter vor. Damit auch in Coro­na-Zei­ten mög­lichst vie­le von Brust­krebs betrof­fe­ne Frau­en ein Herz­kis­sen erhal­ten, dach­te sich Caro­la Roll­mann, Schloss­füh­re­rin und Koor­di­na­to­rin der Wei­kers­hei­mer Bene­fiz­ak­ti­on, für die­ses Jahr eine Coro­na-kon­for­me Vari­an­te zum Mit­neh­men aus: Näh­pa­ke­te fürs „Home­of­fice“.

Nähsets für Zuhause

Die Akti­ons­pa­ke­te zum Mit­neh­men pack­te ein zehn­köp­fi­ges Team der Schloss­ver­wal­tung Wei­kers­heim. Die­se konn­ten wäh­rend der Schließ­zeit des Monu­ments zu einem ver­ein­bar­ten Ter­min an der Schloss­kas­se abge­holt und abge­ge­ben wer­den. Alle Frei­wil­li­gen konn­ten ent­schei­den, wel­che Arbeits­schrit­te sie über­neh­men und wie vie­le Her­zen sie machen – ent­spre­chend beka­men sie ein per­sön­li­ches Arbeits­pa­ket geschnürt. Gesucht wur­den hel­fen­de Hän­de für alle Arbeits­schrit­te: für das Zuschnei­den, Nähen, Befül­len und Ver­schlie­ßen der Kis­sen per Hand. Die Bereit­schaft zu hel­fen – und für den guten Zweck zu nähen – über­traf die Erwar­tung aller. „So hat­te die Coro­na-beding­te Schließ­zeit unse­res Schlos­ses auch etwas Gutes – wir konn­ten uns um die Orga­ni­sa­ti­on küm­mern und alle hel­fen­den Hän­de mit Näh­pa­ke­ten ver­sor­gen“, erläu­tert Schloss­ver­wal­te­rin Moni­ka Menth. Seit Jah­res­an­fang wur­den so über 2.500 Herz­kis­sen genäht.

Schritt­wei­se Übergabe

2017 fand die Über­ga­be der Her­zen an Kli­ni­ken in Bad Mer­gen­theim, Schwä­bisch Hall und Würz­burg im Rah­men der Tex­til- und Hand­ar­beits­mes­se „Nadel­kunst“ im Schloss Wei­kers­heim statt. Auch in die­sem Jahr war die Über­ga­be auf der belieb­ten Krea­tiv­mes­se im Rit­ter­saal der barocken Resi­denz am letz­ten Sep­tem­ber­wo­chen­en­de geplant. Doch auf­grund der Ent­wick­lung der Coro­na-Pan­de­mie wird die Mes­se in die­sem Jahr nicht statt­fin­den – die über 2.500 Herz­kis­sen wer­den nun direkt an die jewei­li­gen Kli­ni­ken über­ge­ben: Nach dem Cari­tas-Kran­ken­haus in Bad Mer­gen­theim und der Frau­en­kli­nik der Fürst-Stir­um-Kli­nik in Bruch­sal war nun das Kli­ni­kum am Bru­der­wald Bam­berg an der Reihe.

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