Bay­ern: Kli­ma- und Arten­schutz nur zusam­men umset­zen – LBV zur Regie­rungs­er­klä­rung Söder – „Arten­schutz ist nicht die Brem­se beim Aus­bau der rege­ne­ra­ti­ven Energien“

Hil­polt­stein, 21.07.2021 – Der LBV teilt die Sor­ge des baye­ri­schen Mini­ster­prä­si­den­ten Mar­kus Söder, dass Deutsch­land und Bay­ern vor einem epo­cha­lem Kli­ma­wan­del steht. „Der LBV erwar­tet des­halb von der baye­ri­schen Staats­re­gie­rung, die heu­te ange­kün­dig­te Maß­nah­men mit einem umfas­sen­den Finan­zie­rungs- und Zeit­rah­men zu unter­mau­ern, damit auf die Ankün­di­gun­gen auch ver­läss­lich Taten fol­gen“, sagt der LBV-Vor­sit­zen­de Dr. Nor­bert Schäf­fer. Der LBV kri­ti­siert Söders Äuße­run­gen zum Arten­schutz als Brem­se für den Aus­bau ins­be­son­de­re der Wind­kraft scharf: „Wir sind der Über­zeu­gung, dass der Aus­bau der Wind­kraft und der Schutz der Bio­di­ver­si­tät sich nicht wider­spre­chen“, so der Arten­schüt­zer wei­ter. „Eine von Söder ange­kün­dig­te Anpas­sung der Natur­schutz­ge­set­ze auf Bun­des- und Lan­des­ebe­ne ist aus Sicht des LBV kei­nes­wegs erfor­der­lich und wird abgelehnt.“

Der baye­ri­sche Natur­schutz­ver­band kri­ti­siert die Absicht scharf, an der 10H-Rege­lung fest­zu­hal­ten. „Statt mit neu­en Wind­rä­dern in unzer­schnit­te­ne Natur­räu­me wie Staats­wäl­der und Trup­pen­übungs­plät­ze rein­zu­ge­hen, muss 10H abge­schafft wer­den“, kom­men­tiert Nor­bert Schäf­fer die Plä­ne. Die baye­ri­sche Staats­re­gie­rung müs­se statt­des­sen die Regio­nal­pla­nung wie­der stär­ken, um geeig­ne­te Wind­kraft-Vor­rang­ge­bie­te aus­zu­wei­sen und so mög­li­che Kon­flik­te bereits im Vor­feld zu entschärfen.

Der LBV stimmt mit Mini­ster­prä­si­dent Söder über­ein, dass Moo­re als Koh­len­stoff­spei­cher einen ent­schei­den­den Bei­trag zum Kli­ma­schutz lei­sten müs­sen. In Bezug zur Ankün­di­gung Söders, bis 2040 55.000 Hekt­ar Moo­re zu rena­tu­rie­ren, for­dert der LBV-Vor­sit­zen­de, dass umge­hend mit ersten, ein­fach umzu­set­zen­den Flä­chen begon­nen wer­den muss.

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