Bay­reuth: Sicher und schnell mit dem Fahr­rad in und um die Bay­reu­ther Innenstadt

BAY­REUTH – Wie lässt sich der aus allen Rich­tun­gen auf die Stadt­mit­te von Bay­reuth her­an­kom­men­de Rad­ver­kehr so ver­tei­len, dass die ange­steu­er­ten Zie­le auf kur­zen und siche­ren Wegen erreicht wer­den kön­nen? Auf wel­cher Rou­te kann das Stadt­zen­trum zügig und bequem mit dem Fahr­rad umfah­ren wer­den, wenn am Markt­platz eine Ver­an­stal­tung statt­fin­det? Wel­che Ver­bin­dun­gen durch und um die Bay­reu­ther Innen­stadt soll­ten für den Rad­ver­kehr ver­bes­sert wer­den? Mit die­sen Fra­gen beschäf­tig­ten sich jüngst Vertreter/​innen der ört­li­chen Rad­fahr-Ver­bän­de und ‑Initia­ti­ven, Mit­glie­der der Stadt­rats­frak­tio­nen, Mitarbeiter/​innen ver­schie­de­ner Fachäm­ter der Stadt­ver­wal­tung sowie Vertreter/​innen von Poli­zei, Stadt­wer­ken, Quar­tiers­ma­nage­ment und Uni­ver­si­tät. In einem vom Stadt­pla­nungs­amt aus­ge­rich­te­ten inter­ak­ti­ven Work­shop wur­de jetzt das Rou­ten­kon­zept für einen Fahr­rad-City­ring dis­ku­tiert, der die Bay­reu­ther Innen­stadt für den Rad­ver­kehr gut und sicher erreich­bar sowie leicht umfahr­bar machen soll.

Schon in dem vom Stadt­rat 2014 beschlos­se­nen Rad­ver­kehrs­kon­zept war ein vor­läu­fi­ger Kor­ri­dor für den Fahr­rad-City­ring ange­regt wor­den. In der Fol­ge wur­de eine Mach­bar­keits­stu­die erar­bei­tet, in der sich der Vor­schlag für einen kon­kre­ten Rou­ten­ver­lauf fin­det. Ent­lang die­ser Rou­te konn­ten im Zuge der Umset­zung des Rad­ver­kehrs­kon­zepts bereits eini­ge Maß­nah­men geplant und rea­li­siert wer­den. Dazu gehört zum Bei­spiel die Que­rung des Hohen­zol­lern­rings zwi­schen „Pau­schen­berg­lein“ und „Am Sen­del­bach“. Eini­ge der erfor­der­li­chen Maß­nah­men, dar­un­ter etwa zwei neue Brücken über den Roten Main für Pas­san­ten und Rad­ler, sind jedoch sehr pla­nungs- und kosten­in­ten­siv und las­sen sich nur mit­tel- bis lang­fri­stig ver­wirk­li­chen. Des­halb wur­de nun in einem Work­shop nach alter­na­ti­ven Rou­ten gesucht, mit denen der Rad­ver­kehr innen­stadt­nah lücken­los auf attrak­ti­ven Wegen geführt wer­den kann.

Bei der von Bay­reuths 2. Bür­ger­mei­ster Andre­as Zip­pel mode­rier­ten Ver­an­stal­tung hat­ten die Teilnehmer/​innen Gele­gen­heit, ihre Anre­gun­gen für eine fahr­rad­freund­li­che Umfah­rung und Durch­que­rung der Bay­reu­ther Innen­stadt ein­zu­brin­gen. Außer­dem wur­de an eini­gen neur­al­gi­schen Punk­ten, wie an der ZOH oder vor dem RW21, nach Lösun­gen gesucht, durch die eine Ver­bes­se­rung der Situa­ti­on für den Rad­ver­kehr und die ande­ren Ver­kehrs­spar­ten erreicht wer­den kann. Pro­ble­ma­ti­sche Que­run­gen, wie zum Bei­spiel am Hohen­zol­lern­ring zwi­schen Sport­park und Rosen­au bezie­hungs­wei­se Roman­stra­ße, wur­den iden­ti­fi­ziert und kon­kre­te Vor­schlä­ge für mehr Ver­kehrs­si­cher­heit an die­sen Stand­or­ten erar­bei­tet. Am Bei­spiel der Damm­al­lee wur­de dis­ku­tiert, wie die Situa­ti­on für den Rad­ver­kehr im Zuge der Auf­wer­tung des öffent­li­chen Rau­mes ver­bes­sert wer­den kann.

Die vie­len Ideen wer­den nun durch das Stadt­pla­nungs­amt genau­er aus­ge­ar­bei­tet. Ein wei­te­rer Work­shop ist bereits geplant, in dem die Maß­nah­men kon­kre­ti­siert wer­den sol­len. Nach dem Betei­li­gungs­pro­zess soll ein Rou­ten- und Umset­zungs­kon­zept für den Fahr­rad-City­ring in den zustän­di­gen Stadt­rats­gre­mi­en beschlos­sen wer­den. Wird auf die­ser Grund­la­ge der Fahr­rad-City­ring umge­setzt, so ent­steht eine zusätz­li­che attrak­ti­ve Ver­bin­dung von hoher Qua­li­tät, mit der der All­tags­rad­ver­kehr in Bay­reuth gestärkt wer­den kann.

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