Aus Bay­reuth für alle baye­ri­schen Stu­die­ren­den: „afri­Zert“ als neu­er Zer­ti­fi­kats­stu­di­en­gang zu Afrika-Themen

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Künf­tig kön­nen Stu­die­ren­de aller baye­ri­scher Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len von der inter­na­tio­nal viel­be­ach­te­ten Afri­ka-Exper­ti­se der Uni­ver­si­tät Bay­reuth (UBT) pro­fi­tie­ren. Den Start­schuss für die Ent­wick­lung des neu­en Stu­di­en­gangs „afri­Zert“ gab der Baye­ri­sche Staats­mi­ni­ster für Wis­sen­schaft und Kunst, Bernd Sibler, mit der Über­ga­be des För­der­be­scheids an Uni­ver­si­täts­prä­si­dent Prof. Dr. Ste­fan Lei­ble. Jetzt kann die Kon­zep­tio­nie­rung, Ent­wick­lung und Eta­blie­rung des fach­stu­di­en­be­glei­ten­den Afri­ka-fokus­sier­ten Zer­ti­fi­kat­stu­di­en­pro­gramms „afri­Zert“ am Insti­tut für Afri­ka­stu­di­en (IAS) der UBT beginnen.

Der Bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler (2.v.r.) übergab den Förderbescheid persönlich an Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible (2.v.l). Mit im Bild: Dr. Ron H. Herrmann, Akademischer Koordinator des Instituts für Afrikastudien der Uni Bayreuth (l.), und der Bayreuther OB Thomas Ebersberger (r.).

Der Baye­ri­sche Wis­sen­schafts­mi­ni­ster Bernd Sibler (2.v.r.) über­gab den För­der­be­scheid per­sön­lich an Uni­ver­si­täts­prä­si­dent Prof. Dr. Ste­fan Lei­ble (2.v.l). Mit im Bild: Dr. Ron H. Herr­mann, Aka­de­mi­scher Koor­di­na­tor des Insti­tuts für Afri­ka­stu­di­en der Uni Bay­reuth (l.), und der Bay­reu­ther OB Tho­mas Ebers­ber­ger (r.).

Das Pro­jekt zielt dar­auf ab, Stu­die­ren­den aller Fach­rich­tun­gen an staat­li­chen Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len in Bay­ern par­al­lel zu ihrem Fach­stu­di­um und weit­ge­hend unab­hän­gig vom eige­nen Stu­di­en­ort eine ver­tie­fen­de Beschäf­ti­gung mit Afri­ka zu ermög­li­chen. „Wir – als Uni­ver­si­tät mit lang­jäh­ri­ger Erfah­rung und gro­ßer Exper­ti­se auf dem Feld der Afri­ka­stu­di­en – wol­len Stu­die­ren­de mit Afri­ka als Dis­kurs­feld, Lebens­welt und poli­ti­schen Raum in sei­nen glo­ba­len Ver­flech­tun­gen ver­traut machen und ihnen zugleich anwen­dungs­ori­en­tier­te Reflektions‑, Trans­fer- und Hand­lungs­kom­pe­ten­zen ver­mit­teln“, erläu­tert Uni­ver­si­täts­prä­si­dent Prof. Dr. Ste­fan Lei­ble die Idee hin­ter „afri­Zert“.

Das begrüßt Bernd Sibler, der Baye­ri­sche Wis­sen­schafts­mi­ni­ster: „Mit dem neu­en Zer­ti­fi­kats­stu­di­en­gang ‚Afri­Zert‘ wol­len wir jun­gen Men­schen die Tür zum afri­ka­ni­schen Kon­ti­nent öff­nen und den inter­kul­tu­rel­len Aus­tausch stär­ken. In Zei­ten der Glo­ba­li­sie­rung rücken Euro­pa und Afri­ka immer wei­ter zusam­men und sind immer stär­ker ver­netzt. Her­aus­for­de­run­gen unter­schied­lich­ster Art gilt es gemein­sam anzu­ge­hen. Für eine erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit auf Augen­hö­he über Kon­ti­nen­te hin­weg sind das Wis­sen über­ein­an­der und Ver­ständ­nis für­ein­an­der die ent­schei­den­de Basis. Die­se bau­en wir nun noch wei­ter aus.“

Der „afri­Zert“ Stu­di­en­gang umfasst nicht nur Vor­le­sun­gen und Semi­na­re, son­dern auch einen Prak­ti­kums­auf­ent­halt in Afri­ka: Der Baye­ri­sche Mini­ster­rat beschloss in die­ser Woche das Kon­zept für die neue Stif­tung Inter­na­tio­na­ler Jugend­aus­tausch Bay­ern und befür­wor­te­te, als ein Start­pro­jekt die För­de­rung von „afri­Zert“ durch 50 Sti­pen­di­en auf­zu­neh­men. Wel­che Ver­an­stal­tun­gen von „afri­Zert“ online oder vor Ort in Bay­reuth statt­fin­den und wie vie­le Modu­le das Zer­ti­fi­kat beinhal­tet, wird jetzt mit finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung durch das STMWK ent­wickelt. Start des Pro­gramms ist zum Win­ter­se­me­ster 2022/2023 geplant. Der Zer­ti­fi­kats­stu­di­en­gang steht Stu­die­ren­den aller baye­ri­schen Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len offen.

Das „afri­Zert“ will aka­de­mi­sche Fach­kräf­te von mor­gen für eine mög­li­che Berufs­aus­übung mit Afri­ka­be­zug in Euro­pa, Deutsch­land, Bay­ern und afri­ka­ni­schen Staa­ten befä­hi­gen und die aka­de­mi­sche Afri­ka-fokus­sier­te Fort- bzw. Wei­ter­bil­dung attrak­ti­ver machen. Außer­dem soll die Ver­net­zung zwi­schen Bay­ern und Part­nern auf dem afri­ka­ni­schen Kon­ti­nent erwei­tert und ver­tieft wer­den. Dazu gehört auch, inter­uni­ver­si­tä­re, inter­dis­zi­pli­nä­re und trans­lo­ka­le Koope­ra­tio­nen in Bay­ern und mit afri­ka­ni­schen Part­nern wei­ter aus­zu­bau­en, sowie Insti­tu­tio­nen, Orga­ni­sa­tio­nen, Ver­ei­ne und Unter­neh­men bei der Inter­ak­ti­on mit Men­schen und Orga­ni­sa­tio­nen in und aus Afri­ka zu unter­stüt­zen. Damit ist „afri­Zert“ eine gute Vor­aus­set­zung, um sich auf dem Arbeits­markt erfolg­rei­cher zu posi­tio­nie­ren – in Wirt­schaft, Wis­sen­schaft, Poli­tik und Ver­wal­tung, über­all, wo sich die zuneh­men­de Bedeu­tung des afri­ka­ni­schen Kon­ti­nents und sei­ner Akteur*innen bereits jetzt bemerk­bar macht. Zusam­men­fas­send sagt Prof. Dr. Cyrus Sami­mi, Spre­cher des IAS: „Das ‚afri­Zert‘ stellt eine inno­va­ti­ve Bil­dungs­in­itia­ti­ve dar und soll Anstoß dafür sein, afri­ka­be­zo­ge­ne Kennt­nis­se und Kom­pe­ten­zen auch als Quer­schnitts­qua­li­fi­ka­ti­on in einer hoch­gra­dig ver­netz­ten Welt­ge­mein­schaft zu verankern.“

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