OB Andre­as Star­ke: „Brenn­stoff­zel­len­tech­no­lo­gie führt Bosch-Stand­ort Bam­berg in die Zukunft“

Gemeinsam mit den Stadtwerken Bamberg zeigt Bosch erstmals in der Bamberger Innenstadt mit seiner stationären Brennstoffzelle, wie eine dezentrale, klimafreundliche Energieversorgung der Zukunft aussehen kann. Am Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) wurde ein Kleinkraftwerk auf Basis einer Festoxid-Brennstoffzelle (Solid Oxide Fuel Cell, kurz SOFC) in Betrieb genommen. Die zwei Meter hohe kühlschrankgroße Anlage erzeugt rund 10 Kilowatt Strom, mit dem der Strombedarf von mehr als 20 Vier-Personen-Haushalten im Stadtquartier um den Busbahnhof gedeckt werden kann. Einen virtuellen Blick in das Labor gibt es unter www.stadtwerke-bamberg.de/innolab. Foto: Stadtwerke Bamberg

Gemein­sam mit den Stadt­wer­ken Bam­berg zeigt Bosch erst­mals in der Bam­ber­ger Innen­stadt mit sei­ner sta­tio­nä­ren Brenn­stoff­zel­le, wie eine dezen­tra­le, kli­ma­freund­li­che Ener­gie­ver­sor­gung der Zukunft aus­se­hen kann. Am Zen­tra­len Omni­bus-Bahn­hof (ZOB) wur­de ein Klein­kraft­werk auf Basis einer Fest­oxid-Brenn­stoff­zel­le (Solid Oxi­de Fuel Cell, kurz SOFC) in Betrieb genom­men. Die zwei Meter hohe kühl­schrank­gro­ße Anla­ge erzeugt rund 10 Kilo­watt Strom, mit dem der Strom­be­darf von mehr als 20 Vier-Per­so­nen-Haus­hal­ten im Stadt­quar­tier um den Bus­bahn­hof gedeckt wer­den kann. Einen vir­tu­el­len Blick in das Labor gibt es unter www​.stadt​wer​ke​-bam​berg​.de/​i​n​n​o​lab. Foto: Stadt­wer­ke Bamberg

Spit­zen­ge­spräch zwi­schen Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke und Dr. Vol­ker Wete­kam im Bam­ber­ger Rathaus

Zum Spit­zen­ge­spräch traf sich Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke kürz­lich mit Dr. Vol­ker Wete­kam, dem Lei­ter Kon­zern­stra­te­gie und Geschäfts­ent­wick­lung der Robert Bosch GmbH, und Dr. Mar­tin Schultz, Werk­lei­ter in Bam­berg. Anlass war die zukünf­ti­ge Aus­rich­tung der Fir­ma Bosch im Was­ser­stoff­be­reich und die Aus­wir­kun­gen auf das Werk Bam­berg. „Wenn wich­ti­ge Tei­le der mobi­len und der sta­tio­nä­ren Brenn­stoff­zel­le in Bam­berg ent­wickelt und gefer­tigt wer­den, dann sind das sehr gute Nach­rich­ten für unse­re Stadt“, erklär­te der OB vor den Teilnehmern.

Star­ke wei­ter: „Wir freu­en uns, dass Bam­berg für die sta­tio­nä­re Brenn­stoff­zel­le von Bosch als Real­la­bor fun­giert und so die­se zukunfts­wei­sen­de Tech­no­lo­gie der Welt im Echt­be­trieb zeigt. Die enge Zusam­men­ar­beit zwi­schen Bosch und den Stadt­wer­ken ist ein wich­ti­ger Bau­stein für die Zukunft.“ Im März die­ses Jah­res haben die Stadt­wer­ke Bam­berg gemein­sam mit Bosch die erste sta­tio­nä­re Brenn­stoff­zel­le außer­halb eines Bosch-Werks in den Real­be­trieb genom­men. Die­se steht gut sicht­bar am Bam­ber­ger Zen­tra­len Omni­bus­bahn­hof (ZOB) , und ver­sorgt mehr als 20 Vier-Per­so­nen-Haus­hal­te mit kli­ma­freund­li­chem Strom. Zudem wird die ent­ste­hen­de Wär­me zum Hei­zen und zur Warm­was­ser­auf­be­rei­tung für eine anlie­gen­de Bäcke­rei genutzt. „Wir wol­len die­se Koope­ra­ti­on wei­ter aus­bau­en und auf dem Lagar­de Cam­pus sta­tio­nä­re Brenn­stoff­zel­len zur Ener­gie­ver­sor­gung ein­set­zen“, so Dr. Micha­el Fie­del­dey, Geschäfts­füh­rer der Stadt­werk Bam­berg GmbH.

Für den wei­te­ren Erfolg der sta­tio­nä­ren Brenn­stoff­zel­le kann Bosch nun auch auf die Unter­stüt­zung von Bund und Län­dern bau­en. „In Bay­ern ist im Rah­men des IPCEI-Was­ser­stoff-Pro­gramms eine För­de­rung von ins­ge­samt einer Mil­li­ar­de Euro vor­ge­se­hen. Bosch ist eines der sechs aus­ge­wähl­ten Unter­neh­men, die hier für die Indu­stria­li­sie­rung der sta­tio­nä­ren Brenn­stoff­zel­le eine För­de­rung erhal­ten“, so Dr. Mar­tin Schultz. „Die För­de­rung kommt auch dem Stand­ort Bam­berg sowie der Regi­on Ober­fran­ken zu Gute und sichert die wei­te­re Ent­wick­lung der Was­ser­stoff­tech­no­lo­gie“, sagt Dr. Vol­ker Wete­kam im Rathaus.

„Wir sind davon über­zeugt, dass sich die Was­ser­stoff­tech­no­lo­gie – auch in der Mobi­li­tät – lang­fri­stig durch­set­zen wird. Des­halb ist das eine gro­ße Chan­ce für unse­ren Stand­ort“, so Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke zusammenfassend.

1 Antwort

  1. Ferenc sagt:

    Als Zwi­schen­pro­jekt im Zuge der Wei­ter­ent­wick­lung der Tech­no­lo­gie kann die sta­tio­nä­re Brenn­stoff­zel­le sinn­voll sein. Eben­so besteht die Mög­lich­keit, sie ein­zu­set­zen, um durch Über­schuß­strom aus rege­ne­ra­ti­ven Quel­len gewon­ne­nen Was­ser­stoff dann wie­der zu ver­stromen, wenn andern­falls Ver­sor­gungs­lücken dro­hen. Die elek­tri­sche Grund­ver­sor­gung über Was­ser­stoff, der mit­tels Stroms gewon­nen wur­de, wäre als Dau­er­lö­sung indes abso­lu­ter Unsinn, da bei­de Umwand­lun­gen mit ver­hält­nis­mä­ßig hohen Ver­lu­sten ver­bun­den sind. Die Abwär­me­nut­zung kann die­se nur zu einem Teil kompensieren.

    Die mobi­le Brenn­stoff­zel­le kann in der moto­ri­sier­ten Mobi­li­tät durch­aus eine Rol­le spie­len. Ob sie sich als die eine Vari­an­te oder als eine unter meh­re­ren durch­zu­set­zen in der Lage ist, wird davon abhän­gen, wie sie sich öko­lo­gisch, wirt­schaft­lich und bezüg­lich ihres Bedarf an (mög­li­cher­wei­se knap­pen) Roh­stof­fen für die Fer­ti­gung ver­hält. För­de­rung aus öffent­li­chen Quel­len darf nur dis­kri­mi­nie­rungs­frei erfol­gen, da auch ande­re Antriebs­va­ri­an­ten (Bat­te­rie, Bio­gas, …) Poten­ti­al haben.

    Bei all dem darf nicht ver­ges­sen wer­den: Auch die Strom­erzeu­gung mit­tels „rege­ne­ra­ti­ver“ Quel­len (Son­ne, Wind, Erd­wär­me, Gezei­ten, Lauf- und Spei­cher­was­ser, Bio­gas, …) ist, wenn­gleich nicht in dem Maße wie die aus fos­si­len oder nuklea­ren Roh­stof­fen, mit kei­nes­wegs ver­nach­läs­sig­ba­ren Ein­grif­fen in und Risi­ken für Umwelt und Natur ver­bun­den. Die beden­ken­lo­se Ener­gie­ver­schwen­dung, wie sie bis­lang weit­ge­hend üblich war, ist mit­tel- und lang­fri­stig nicht akzep­ta­bel. Auf­wen­dig pro­du­zier­te Weg­werf­pro­duk­te gehö­ren eben­so auf den Prüf­stand wie schwer wie­der­ver­wend- resp. ‑ver­wert­ba­re Gebrauchsgegenstände.

    Aber auch das Ver­kehrs­sy­stem ist zu hin­ter­fra­gen. Denn der moto­ri­sier­te Indi­vi­du­al­ver­kehr wie auch der stra­ßen­ge­bun­de­ne Trans­port vor allem bei Mas­sen­pro­duk­ten und / oder über wei­te Ent­fer­nun­gen nut­zen die Ener­gie höchst inef­fek­tiv, ganz abge­se­hen von den übri­gen Aus­wir­kun­gen auf Gesund­heit, Lebens­qua­li­tät, Umwelt und Natur. Viel­fach erschei­nen Trans­por­te auch ver­meid- oder ver­kürz­bar – durch intel­li­gen­te Logi­stik, über­leg­te Sied­lungs- und Stand­ort­pla­nung und nicht zuletzt die Strei­chung öko­lo­gisch kon­tra­pro­duk­ti­ver Subventionen.

    Die Ener­gie­wen­de ist unver­zicht­bar. Aber ohne ein grund­le­gen­des Umden­ken auch in ande­ren Berei­chen, ins­be­son­de­re ohne die Ver­kehrs­wen­de ist eine zukunfts­fä­hi­ge Nach­hal­tig­keit nicht zu erreichen.

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