Markt­red­witz: EDE­KA Nord­bay­ern-Sach­sen-Thü­rin­gen baut neu­es Logi­stik­zen­trum für rund 310 Mil­lio­nen Euro

Mini­ster­prä­si­dent Dr. Mar­kus Söder in Markt­red­witz beim Spa­ten­stich für das Herz­stück des 500 Mil­lio­nen Euro Inve­sti­ti­ons­pa­kets der EDE­KA Nordbayern

Logistikzentrum_Marktredwitz_Innenansicht-©-pbb_Planung+Projektsteuerung_GmbH

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Am 9. Juli 2021 erfolg­te der erste Spa­ten­stich für den Neu­bau des hoch­tech­ni­sier­ten Logi­stik­zen­trums durch den Vor­stand der EDE­KA Nord­bay­ern-Sach­sen-Thü­rin­gen (EDE­KA NST) sowie Ent­schei­dungs­trä­ger aus der Lan­des- und Bun­des­po­li­tik – unter ande­rem dem baye­ri­schen Mini­ster­prä­si­den­ten Dr. Mar­kus Söder, dem Staats­se­kre­tär im Bun­des­wirt­schafts­mi­ni­ste­ri­um Mar­co Wan­der­witz, dem Bun­des­tags-Vize­prä­si­den­ten Dr. Hans-Peter Fried­rich sowie dem Mit­tel­stands­po­li­ti­ker Dr. h.c. Hans Michel­bach. Die geplan­te Maß­nah­me im ober­frän­ki­schen Markt­red­witz soll mehr als 300 Mil­lio­nen Euro kosten und ist die drit­te von vier Etap­pen des 500 Mil­lio­nen Euro Inve­sti­ti­ons­pa­kets der EDE­KA Nord­bay­ern-Sach­sen-Thü­rin­gen. Sie ist geprägt durch einen hohen Grad an Digi­ta­li­sie­rung, Auto­ma­ti­sie­rung und Nachhaltigkeit.

Rund 500 Mil­lio­nen Euro umfasst das Inve­sti­ti­ons­pro­gramm, mit wel­chem die EDE­KA Unter­neh­mens­grup­pe Nord­bay­ern-Sach­sen-Thü­rin­gen ihre kom­plet­te Logi­stik- und Pro­duk­ti­ons­in­fra­struk­tur durch vier Neu­bau­maß­nah­men zukunfts­fä­hig aufstellt.

Die erste Maß­nah­me ist die Erwei­te­rung des Logi­stik­zen­trums im unter­frän­ki­schen Gochs­heim, die bereits im Juli 2021 erfolg­reich abge­schlos­sen wird. Die zwei­te Maß­nah­me ist die Erwei­te­rung des Logi­stik­zen­trums im säch­si­schen Ber­bers­dorf, deren Spa­ten­stich im März die­ses Jah­res erfolg­te. Die drit­te und umfang­reich­ste Maß­nah­me ist der nun begin­nen­de Neu­bau des Logi­stik­zen­trums im ober­frän­ki­schen Markt­red­witz. Zuletzt wird sich EDE­KA NST ab Anfang 2022 mit ihrer Fleisch- und Wurst­wa­ren­pro­duk­ti­on im ober­frän­ki­schen Hirschaid im Rah­men eines Neu­baus neu aufstellen.

„Wir sind stolz, dass heu­te der Start­schuss für das Herz­stück unse­res 500 Mil­lio­nen Euro Inve­sti­ti­ons­pa­ke­tes fällt. Allei­ne die Grund­stücks­grö­ße von rund 66 Fuß­ball­fel­dern zeigt, dass wir weit vor­aus den­ken, um unse­re Genos­sen­schaft auch für die näch­ste Genera­ti­on auf­zu­stel­len. Das Paket zur Moder­ni­sie­rung unse­rer Logi­stik- und Pro­duk­ti­ons­in­fra­struk­tur ist die Basis, um unser Wachs­tums­tem­po auch zukünf­tig hoch hal­ten zu kön­nen. Schließ­lich sind wir der Markt­füh­rer in unse­rer Regi­on und wol­len das auch blei­ben“, erläu­tert Seba­sti­an Kohr­mann, Vor­stands­spre­cher der EDE­KA NST.

Mit der kom­plet­ten Ver­la­ge­rung des um 1967/1968 in Betrieb genom­me­nen Alt­stand­orts inner­halb des Gemein­de­ge­bie­tes der Stadt Markt­red­witz reagiert EDE­KA auf die jähr­lich zuneh­men­de Arti­kel­an­zahl sowie die in den letz­ten Jah­ren über­durch­schnitt­li­che Umsatz- sowie Absatz­stei­ge­rung. Allei­ne die Arti­kel­an­zahl wird im Neu­bau von der­zeit 13.000 auf dann rund 28.000 ver­schie­de­ne Pro­duk­te anstei­gen. Die­se wer­den künf­tig direkt oder indi­rekt an ins­ge­samt rund 900 Märk­te in Fran­ken, der Ober­pfalz, Sach­sen und Thü­rin­gen aus­ge­lie­fert wer­den. Auch die Anzahl der Mit­ar­bei­ten­den am Stand­ort Markt­red­witz soll lang­fri­stig von der­zeit rund 500 auf mehr als 600 wach­sen. Für den Neu­bau inve­stiert EDE­KA in hoch­au­to­ma­ti­sier­te Tech­nik mit ergo­no­mi­schen Arbeits­plät­zen. Zudem spielt der Aspekt der Nach­hal­tig­keit eine gro­ße Rolle.

Rea­li­sie­rungs­part­ner für die Intra­lo­gi­stik ist die WITRON Logi­stik + Infor­ma­tik GmbH aus Park­stein in der Ober­pfalz, wel­che inter­na­tio­nal markt­füh­rend bei der Kon­zep­ti­on, Rea­li­sie­rung und Inbe­trieb­nah­me hoch­tech­ni­sier­ter Lebens­mit­tel-Logi­stik­zen­tren ist. Hier­bei ste­hen die drei Schwer­punkt­the­men „Wirt­schaft­lich­keit“, „Mensch“ und „Nach­hal­tig­keit“ im Mittelpunkt.

Den ersten Schwer­punkt der „Nach­hal­tig­keit“ erläu­tert EDE­KA-Vor­stands­spre­cher Seba­sti­an Kohr­mann: „Wir set­zen unter ande­rem auf eine ener­gie­ef­fi­zi­en­te Bau­wei­se, wer­den unse­ren Strom durch Foto­vol­ta­ik und Block­heiz­kraft­wer­ke teil­wei­se selbst pro­du­zie­ren und set­zen eine fast 40.000 Qua­drat­me­ter gro­ße Dach­be­grü­nung ein. Ein High­light ist sicher­lich, dass wir an der Was­ser­stoff-Modell­re­gi­on teil­ha­ben und die CO2-neu­tra­le Aus­lie­fe­rung mit Was­ser­stoff-LKW pilo­tie­ren wer­den. Zudem bau­en wir beim Trag­werk auf den nach­wach­sen­den Roh­stoff Holz und set­zen damit Deutsch­lands größ­tes Holz­bau­pro­jekt um.“

Beim zwei­ten Schwer­punkt „Mensch“ pro­fi­tie­ren die Mit­ar­bei­ten­den im EDE­KA-Logi­stik­zen­trum von den ergo­no­mi­schen und zukunfts­ge­rech­ten Arbeits­plät­zen. „Die bis­lang mit dem Waren­hand­ling ver­bun­de­nen phy­si­schen Bela­stun­gen wer­den künf­tig ver­mie­den. Bei­spiels­wei­se erfolgt die Zusam­men­stel­lung der Ware für die ein­zel­nen Märk­te weit­ge­hend auto­ma­ti­siert durch intel­li­gen­te Kom­mis­sio­nier­au­to­ma­ten“, erläu­tert Rai­ner Kämp­gen, der bei EDE­KA NST als Vor­stand unter ande­rem für die Logi­stik zustän­dig ist.

Beim drit­ten Schwer­punkt „Wirt­schaft­lich­keit“ stel­len intel­li­gen­te Pro­zes­se eine effi­zi­en­te Abwick­lung sowohl im Logi­stik­zen­trum als auch in den EDE­KA-Märk­ten sicher. „Bei­spiels­wei­se ermög­licht die intel­li­gen­te Kom­mis­sio­nier­tech­nik eine fili­al­in­di­vi­du­el­le Zusam­men­stel­lung der Ladungs­trä­ger, die das Lay­out jedes ein­zel­nen EDE­KA-Mark­tes berück­sich­tigt. Das spart Lauf­we­ge beim Ver­räu­men der Ware im Markt. Zudem wer­den die LKW um 20 Pro­zent bes­ser aus­ge­la­stet und damit CO2 gespart“, so Kämp­gen weiter.

Der Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tär beim Bun­des­mi­ni­ster für Wirt­schaft und Ener­gie, Mar­co Wan­der­witz MdB, zeig­te sich begei­stert von den Inve­sti­tio­nen der EDE­KA Unter­neh­mens­grup­pe Nord­bay­ern-Sach­sen-Thü­rin­gen: „Ich habe im Logi­stik­zen­trum im säch­si­schen Ber­bers­dorf bereits live erfah­ren, wie hoch tech­ni­siert EDE­KA bei der Lebens­mit­tel­logi­stik heut­zu­ta­ge arbei­tet. Es ist beein­druckend, mit wie viel Tech­no­lo­gie und Intel­li­genz die Pro­zes­se ablau­fen. Und hier in Markt­red­witz geht EDE­KA ja noch einen Schritt wei­ter und setzt noch mehr und noch moder­ne­re Tech­no­lo­gie ein.“

Für das Bau­vor­ha­ben konn­ten rund 46 Hekt­ar Grund­stücks­flä­che unweit der A 93 gesi­chert wer­den. Die­se Flä­che, die etwa der Grö­ße von 66 Fuß­ball­fel­dern ent­spricht, bie­tet aus­rei­chend Fle­xi­bi­li­tät zur Rea­li­sie­rung eines opti­ma­len Lager-Lay­outs inklu­si­ve etwai­ger Erwei­te­rungs- und Reser­ve­flä­chen für die Zukunft. Die Gebäu­de­flä­che wird über 100.000 Qua­drat­me­ter umfassen.

„Der Neu­bau des Logi­stik­zen­trums ist für uns ein kla­res Bekennt­nis zur Regi­on. Für den Weg, den uns die Regie­rung, das Land­rats­amt und die Stadt geeb­net haben, sind wir sehr dank­bar. Wir haben von allen Sei­ten Unter­stüt­zung erfah­ren und ein außer­or­dent­lich zügi­ges Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren erlebt“, so EDE­KA-Vor­stand Rai­ner Kämpgen.

Auch der Markt­red­wit­zer Ober­bür­ger­mei­ster Oli­ver Weigel schätzt die ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit: „Die Inve­sti­ti­ons­ent­schei­dung von EDE­KA zum Neu­bau, ein­her­ge­hend mit einer Ver­grö­ße­rung, Moder­ni­sie­rung und Opti­mie­rung des Logi­stik-zen­trums, ist eine aus­ge­spro­chen gute Nach­richt für Markt­red­witz und auch ganz Nord­ost­bay­ern. Gera­de in die­sen nicht ein­fa­chen Zei­ten der Covid-19-Pan­de­mie freue ich mich über die­ses zukunfts­ori­en­tier­te Vor­ha­ben, das nur durch das kon­struk­ti­ve Zusam­men­wir­ken aller am Bau­leit­plan­ver­fah­ren betei­lig­ten Behör­den und des BUND mög­lich wer­den kann. Durch den Bau des neu­en Logi­stik-Zen­trums wer­den nicht nur vie­le Arbeits­plät­ze in der Regi­on gesi­chert – es sind auch zahl­rei­che posi­ti­ve Fol­ge­ef­fek­te zu erwar­ten. Ein der­ar­ti­ges Pro­jekt wird weit über die Regi­on hin­aus für Auf­merk­sam­keit sor­gen und ist ein wesent­li­cher Bau­stein zur wei­te­ren Image­stei­ge­rung Oberfrankens.“

Und auch an die Ver­bin­dung zur Regi­on hat EDE­KA gedacht und die­se in der Bau­pla­nung auf­ge­nom­men. Denn das Fich­tel­ge­bir­ge beschreibt geo­gra­phisch ein nach Nord­osten hin offe­nes Huf­ei­sen, wel­ches sich in der Gebäu­de­ku­ba­tur des neu­en Logi­stik­zen­trums genau­so wie­der­fin­den wird.

EDE­KA Nord­bay­ern-Sach­sen-Thü­rin­gen im Profil:

Die EDE­KA Unter­neh­mens­grup­pe Nord­bay­ern-Sach­sen-Thü­rin­gen ist eine von sie­ben regio­na­len Unter­neh­mens­grup­pen des genos­sen­schaft­lich orga­ni­sier­ten EDE­KA-Ver­bun­des. Sie ist Groß­hand­lung und Kon­zept­ge­ber für rund 865 Ein­zel­han­dels­märk­te der Mar­ken „EDE­KA“, „E cen­ter“, „Markt­kauf“ und „dis­ka“ in Nord­bay­ern, dem nörd­li­chen Baden-Würt­tem­berg, Thü­rin­gen und Sach­sen. Zudem betreibt sie mit der Toch­ter­fir­ma FRAN­KEN-GUT zwei Pro­duk­ti­ons­be­trie­be für Fleisch- und Wurst­wa­ren. Die Genos­sen­schaft als Keim­zel­le der Unter­neh­mens­grup­pe wur­de im Jahr 1912 gegrün­det. Gemein­sam mit den selbst­stän­di­gen EDE­KA-Ein­zel­händ­lern erziel­te die EDE­KA Unter­neh­mens­grup­pe Nord­bay­ern-Sach­sen-Thü­rin­gen im Jahr 2020 gemein­sam mit dem selbst­stän­di­gen Ein­zel­han­del einen Ver­bund­um­satz von 4,6 Mrd. Euro und beschäf­tigt rund 45.000 Mit­ar­bei­ten­de und 1.300 Aus­zu­bil­den­de. Sie ist somit einer der größ­ten Arbeit­ge­ber und Aus­bil­der in der Regi­on. Die bei­den geschäfts­füh­ren­den Vor­stän­de Seba­sti­an Kohr­mann (37, Vor­stands­spre­cher) und Rai­ner Kämp­gen (58, u. a. Logi­stik­vor­stand) lei­ten die Geschäf­te der Unter­neh­mens­grup­pe. Der Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de ist der EDE­KA-Kauf­mann und Inha­ber meh­re­rer EDE­KA-Märk­te, Ste­fan Legat.

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