Bay­erns Gesund­heits­mi­ni­ster Klaus Holet­schek infor­miert sich über Modell­arzt­pra­xis der Zukunft in Marktleugast

(von links nach rechts): Prof. Dr. Thomas Kühlein, Prof. Dr. Torsten Eymann, MdB Emmi Zeulner, Landrat Klaus-Peter Söllner, Staatsminister Klaus Holetschek, Dr. Reiner Hofmann, Bürgermeister Franz Uome, Dr. Natascha von Schau, MdL Marti (von links nach rechts): Prof. Dr. Thomas Kühlein, Prof. Dr. Torsten Eymann, MdB Emmi Zeulner, Landrat Klaus-Peter Söllner, Staatsminister Klaus Holetschek, Dr. Reiner Hofmann, Bürgermeister Franz Uome, Dr. Natascha von Schau, MdL Martin Schöffel Bildquelle: Dominik Schreiner
(von links nach rechts): Prof. Dr. Thomas Kühlein, Prof. Dr. Torsten Eymann, MdB Emmi Zeulner, Landrat Klaus-Peter Söllner, Staatsminister Klaus Holetschek, Dr. Reiner Hofmann, Bürgermeister Franz Uome, Dr. Natascha von Schau, MdL Marti (von links nach rechts): Prof. Dr. Thomas Kühlein, Prof. Dr. Torsten Eymann, MdB Emmi Zeulner, Landrat Klaus-Peter Söllner, Staatsminister Klaus Holetschek, Dr. Reiner Hofmann, Bürgermeister Franz Uome, Dr. Natascha von Schau, MdL Martin Schöffel Bildquelle: Dominik Schreiner

Wie hal­ten wir den gesund­heit­li­chen Stan­dard im länd­li­chen Raum auf­recht und mit wel­chen Mit­teln kön­nen wir dem Haus­ärz­te­rück­gang ent­ge­gen­wir­ken? Die Markt­ge­mein­de Markt­leug­ast aus dem Land­kreis Kulm­bach hat für die­se Pro­ble­ma­tik eine Lösung gemein­sam mit ihrer orts­an­säs­si­gen Haus­arzt­pra­xis sowie den Uni­ver­si­tä­ten Bay­reuth und Erlan­gen entwickelt.

„Fest steht: Der Haus­ärz­te­man­gel ist ein ernst­zu­neh­men­des gesell­schaft­li­ches und damit auch poli­ti­sches The­ma. Des­halb habe ich mich sehr dar­über gefreut, dass der Baye­ri­sche Gesund­heits­mi­ni­ster, Klaus Holet­schek, mei­ner Ein­la­dung in den Wahl­kreis gefolgt ist, um sich über das Leucht­turm­pro­jekt „Modell­arzt­pra­xis der Zukunft“ hier in Markt­leug­ast zu infor­mie­ren, das die Haus­ärz­te­ver­sor­gung auf dem Land nach­hal­tig revo­lu­tio­nie­ren wird“, freut sich die
Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Emmi Zeulner.

Und so sieht die Modell­arzt­pra­xis der Zukunft aus: Die Kom­mu­ne aus dem Ober­land errich­tet bis Mit­te 2022 ein Begeg­nungs­zen­trum mit einer inte­grier­ten Haus­arzt­pra­xis. Die jun­ge Ärz­tin, Dr. Nata­scha von Schau, wird dann in Koope­ra­ti­on mit dem Medi­zin­cam­pus Ober­fran­ken Medi­zin­stu­die­ren­de in ihrem
Pra­xis-Seme­ster in den Arbeits­all­tag der Haus­arzt­pra­xis ein­bin­den. „Der Land­arzt muss für die Stu­die­ren­den sicht­bar sein. Man kann sie nur dann für eine Arbeit als Land­ärz­tin oder Land­arzt begei­stern, wenn sie pra­xis­na­he Erfah­run­gen machen dür­fen“, erklärt Dr. Nata­scha von Schau. Die Kom­mu­ne ist sehr dank­bar für die jun­ge Haus­ärz­tin aus Markt­leug­ast, die die ärzt­li­che Ver­sor­gung in und um Markt­leug­ast sicher­stellt. „Mit Frau Dr. von Schau haben wir eine
über­aus enga­gier­te Ärz­tin, die die jun­gen Medi­zi­ne­rin­nen und Medi­zi­ner beglei­ten wird, damit sie ihr gelern­tes Stu­di­ums-Wis­sen in die Pra­xis umset­zen kön­nen und gleich­zei­tig in die Arbeit eines Land­arz­tes schnup­pern kön­nen“, freut sich Franz Uome, Bür­ger­mei­ster von Marktleugast.

Neben der Ein­bin­dung der Medi­zin­stu­die­ren­den soll auch der Bereich For­schung in der Land­arzt­pra­xis gestärkt wer­den. Mit der Ver­knüp­fung zum Medi­zin­cam­pus Ober­fran­ken sowie zu den Uni­ver­si­tä­ten Bay­reuth und Erlan­gen soll den Haus­ärz­ten vor Ort die Mög­lich­keit gebo­ten wer­den, an Forschungsprojekten
teil­zu­neh­men, um sich in viel­fäl­ti­gen The­men­be­rei­chen wei­ter­zu­bil­den. „Mit die­sem Zukunfts­mo­dell wer­den Leh­re und For­schung künf­tig eng mit­ein­an­der ver­zahnt. Damit wird die Gesund­heits­ver­sor­gung auf dem Land ste­tig wei­ter­ent­wickelt und zeit­gleich gestärkt“, erklärt Dr. Mar­co Roos, Lei­ter des
Kom­pe­tenz­zen­trums Wei­ter­bil­dung All­ge­mein­me­di­zin Bay­ern (KWAB) am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Erlan­gen. Für die Ärz­te vor Ort ist das ein star­kes Signal: „Das ist eine tol­le Mög­lich­keit der Wei­ter­bil­dung – denn die Kar­rie­re ist als Land­arzt somit nicht been­det, son­dern bie­tet Raum für eine berufliche
Wei­ter­ent­wick­lung“, fügt Frau Dr. von Schau hinzu.

Mit die­ser Modell­arzt­pra­xis der Zukunft kann die Haus­arzt­ver­sor­gung im länd­li­chen Raum gesi­chert und zeit­gleich die Fort- und Wei­ter­bil­dung für Haus­ärz­te gewähr­lei­stet wer­den. „Das ist ein gro­ßer Gewinn für unse­re Regi­on, denn dort, wo Aus­bil­dung statt­fin­det, gibt es weni­ger Fach­kräf­te­man­gel.“, so die
Abge­ord­ne­te. Land­rat Klaus-Peter Söll­ner ist von die­sem Pro­jekt eben­falls sehr begei­stert: „Der Land­kreis Kulm­bach wird die­ses Leucht­turm­pro­jekt ger­ne mit beglei­ten und hier unter­stüt­zend zur Sei­te stehen.“

Neben der Haus­arzt­pra­xis der Zukunft wur­de Bay­erns Gesund­heits­mi­ni­ster Holet­schek auch ein wei­te­res span­nen­des Pro­jekt vor­ge­stellt, wel­ches Frau Dr. Nata­scha von Schau gemein­sam mit Herrn Dr. Rei­ner Hof­mann, Lei­ter der Pro­jekt­ge­schäfts­stel­le des Medi­zin­cam­pus Ober­fran­ken an der
Uni­ver­si­tät Bay­reuth, ent­wickelt hat:

HAP­pEN – ein Haus­arzt­zen­trier­tes Adi­po­si­tas-Prä­ven­ti­ons­pro­gramm: Exer­cise und Nut­ri­ti­on. Dabei han­delt es sich um ein App-gestütz­tes Konzept,
das Haus­ärz­te bei der Behand­lung von Adi­po­si­tas-Erkrank­ten unter­stüt­zen soll. „Die Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten wer­den situa­ti­ons­ge­recht moti­viert, ihre Lebens- und Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten nach­hal­tig zu ändern. So essen und bewe­gen sich die Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten unter Berück­sich­ti­gung ihrer per­sön­li­chen Vor­lie­ben und medi­zi­ni­schen Not­wen­dig­kei­ten. Dabei wer­den sie von einer App beglei­tet, die auch den direk­ten Aus­tausch mit der Hausarztpraxis
her­stellt“, erklärt Dr. Rei­ner Hofmann.

Geht es nach der Abge­ord­ne­ten Emmi Zeul­ner, hat das Pro­jekt in Markt­leug­ast eine Strahl­kraft, die weit über die Land­kreis­gren­zen hin­aus­geht: „Wir haben an den Land­kreis­gren­zen die Her­aus­for­de­rung, die Ver­sor­gung von schwach struk­tu­rier­ten Gebie­ten auf­recht­zu­er­hal­ten. Mit die­sem Kon­zept der
Haus­arzt­pra­xis der Zukunft kön­nen wir effi­zi­ent und effek­tiv die Daseins­vor­sor­ge in länd­li­chen, teil­wei­se unter­ver­sorg­ten Gebieten
stär­ken. Ober­fran­ken bie­tet hier Lösun­gen, von denen ganz Bay­ern pro­fi­tie­ren kann.“

Staats­mi­ni­ster Holet­schek ist von dem Enga­ge­ment und dem Herz­blut aller Betei­lig­ten sehr begei­stert: „In einer Gesell­schaft, die immer älter wird, müs­sen wir allen Men­schen kur­ze Wege zur ärzt­li­chen Ver­sor­gung bie­ten. Eine gute und hoch­wer­ti­ge ärzt­li­che Ver­sor­gung in allen Tei­len Bay­erns ist für mich daher ein zen­tra­les Anlie­gen. Um dies zu gewähr­lei­sten, sind auch krea­ti­ve Pro­jek­te nötig. Die­ses Pro­jekt zeigt, wie für jun­ge Ärz­tin­nen und Ärzte
attrak­ti­ve Rah­men­be­din­gun­gen geschaf­fen wer­den kön­nen, um in Zukunft hoch­wer­ti­ge Pati­en­ten­ver­sor­gung in Haus­arzt­pra­xen sicher­stel­len zu kön­nen. Hier zie­hen alle Betei­lig­ten an einem Strang und das macht die­ses Pro­jekt zu einem wah­ren Leucht­turm­pro­jekt für Ober­fran­ken.“ Ein span­nen­der und wich­ti­ger Tag, der ganz im Zei­chen der Gesund­heits­ver­sor­gung in Ober­fran­ken stand.

„Vie­len lie­ben Dank an Herrn Bür­ger­mei­ster Uome sowie Frau Dr. Nata­scha von Schau, die mit so viel Herz­blut die­ses Pro­jekt in der Kommune
unter­stüt­zen und damit den gesam­ten Land­kreis för­dern. Ein gro­ßes Dan­ke­schön geht auch an Herrn Staats­mi­ni­ster Holet­schek, dass er in mei­nen Wahl­kreis gekom­men ist und ich bin dank­bar, ihn unter­stüt­zend an mei­ner Sei­te zu haben“, so die Abge­ord­ne­te abschließend.

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