Sicher ans Ziel – Ober­frän­ki­sche Poli­zei hat Motor­rad­fah­rer im Blick

Symbolbild Polizei

Vie­le Motor­rad­be­gei­ster­te nut­zen die Som­mer­mo­na­te und die Urlaubs­zeit sowohl für Kurz­strecken­fahr­ten, als auch für län­ge­re Aus­flugstou­ren mit den Maschi­nen. Die ober­frän­ki­sche Poli­zei wid­met sich im Juli spe­zi­ell die­sen Ver­kehrs­teil­neh­mern und gibt zudem Tipps, um Ver­kehrs­un­fäl­le best­mög­lich zu ver­mei­den, ins­be­son­de­re sol­che mit schwe­rem oder gar töd­li­chem Ausgang.

Das Motor­rad­fah­ren bie­tet zwar außer­ge­wöhn­li­che Fahr­dy­na­mik, die Wahr­schein­lich­keit zu ver­un­glücken ist aber um ein Viel­fa­ches höher als mit dem Auto. Wie die ober­frän­ki­sche Ver­kehrs­un­fall­sta­ti­stik belegt, schloss die letzt­jäh­ri­ge Motor­rad­sai­son in Ober­fran­ken mit einem Rück­gang der Ver­kehrs­un­fäl­le, an denen moto­ri­sier­te Zwei­rä­der betei­ligt waren. Ins­ge­samt war die­se Grup­pe 608 Mal an Ver­kehrs­un­fäl­len betei­ligt. Sowohl hier, als auch im Bereich der getö­te­ten Motor­rad­fah­rer san­ken die Zah­len merk­lich. Im Jahr 2020 erla­gen in Ober­fran­ken sechs moto­ri­sier­te Zwei­rad­fah­rer ihren schwe­ren Unfall­ver­let­zun­gen, 2019 waren es noch zwölf Fahrer.

Im ersten Halb­jahr die­ses Jah­res ereig­ne­ten sich in Ober­fran­ken knapp 130 Ver­kehrs­un­fäl­le mit moto­ri­sier­ten Zwei­rad­fah­rern. Dabei erlit­ten rund 130 Per­so­nen Ver­let­zun­gen und drei Motor­rad­fah­rer star­ben. Die Sta­ti­stik zeigt außer­dem, dass eine nicht ange­pass­te Geschwin­dig­keit auch bei den Ver­kehrs­un­fäl­len mit Motor­rad­fah­rern haupt­un­fall­ur­säch­lich ist.

Erhö­hung der Verkehrssicherheit

Bay­erns Innen­mi­ni­ster Joa­chim Herr­mann star­te­te im April die­ses Jah­res das neue Ver­kehrs­si­cher­heits­pro­gramm 2030 „Bay­ern mobil – sicher ans Ziel“. Um die Ver­kehrs­si­cher­heit wei­ter­hin zu erhö­hen, wird die ober­frän­ki­sche Poli­zei spe­zi­ell im Monat Juli die moto­ri­sier­ten Zwei­rad­fah­rer im Blick haben. Neben ober­fran­ken­wei­ten Schwer­punkt­ak­tio­nen zur Motor­rad­si­cher­heit wer­den die Ein­satz­kräf­te auch die Geschwin­dig­keit der Ver­kehrs­teil­neh­mer kontrollieren.

Ver­ant­wor­tungs­vol­le Entscheidungen

Die Poli­zi­sten wol­len zudem bei Gesprä­chen mit den Bikern wert­vol­le Tipps geben und sie mit Hil­fe eines Fly­ers moti­vie­ren, ver­ant­wor­tungs­vol­le Ent­schei­dun­gen zur eige­nen Sicher­heit zu treffen.

So raten die Exper­ten, dass bereits bei der Anschaf­fung eines Motor­ra­des die Wahl auf ein Motor­rad fällt, das für den jewei­li­gen Biker auch geeig­net ist. Zudem soll­ten sich Motor­rad­fah­rer für eine auf­fäl­li­ge Schutz­klei­dung ent­schei­den und zur Auf­fri­schung der Fahr­fer­tig­kei­ten ein Sicher­heits­trai­ning absolvieren.

Wich­tig für eine siche­re Aus­fahrt ist außer­dem der tech­ni­sche Zustand des Motor­ra­des, der sich anhand der vier Schlag­wör­ter Beleuch­tung, Berei­fung, Brem­sen und Betriebs­stof­fe umfas­send über­prü­fen lässt. Dar­über hin­aus gilt es, den tadel­lo­sen Zustand der Schutz­klei­dung zu checken und sich auch selbst kör­per­lich und gei­stig fit für die Fahrt zu fühlen.

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