Land­kreis Kro­nach schafft Blüh­flä­chen an den Straßenrändern

Blühflächen am Straßenrand / Foto: LRA Kronach

Blüh­flä­chen am Stra­ßen­rand / Foto: LRA Kronach

Um aktiv an den Kreis­stra­ßen für mehr Blüh­wie­sen und neue Lebens­räu­me für Insek­ten zu sor­gen, unter­stützt der Land­kreis Kro­nach die Initia­ti­ve des Umwelt­mi­ni­ste­ri­ums gegen das Insek­ten­ster­ben. Dabei liegt der Fokus auf den Stra­ßen- und Weg­rän­dern, deren Pfle­ge sich auf Grund­la­ge des „Blüh­pakt Bay­ern“ in Zukunft ver­än­dern wird. Die Kom­mu­nen sind in die­sem Maß­nah­men­pakt auf­ge­for­dert, sich um viel­fäl­ti­ge, arten­rei­che und insek­ten­freund­li­che Grün­flä­chen zu kümmern.

In Anleh­nung an das neue Pfle­ge­kon­zept fand eine Schu­lung der Kro­nacher Kreis­bau­hof­mit­ar­bei­ter durch die Gebiets­be­treue­rin im Natur­park Fran­ken­wald, Anna Berg­mann, statt. Dabei wur­de unter ande­rem das neue Kon­zept vor­ge­stellt. Denn Hälf­te aller baye­ri­schen Insek­ten­ar­ten sind in ihrem Bestand gefähr­det oder bereits aus­ge­stor­ben. Gera­de Stra­ßen­bö­schun­gen als „unge­nutz­te“ Struk­tu­ren und Flä­chen bie­ten gro­ßes Poten­zi­al an Lebens­raum und Nah­rungs­quel­le für Insekten.

Um die­ses Poten­zi­al künf­tig bes­ser zu nut­zen, ist Fol­gen­des geplant:

Die Inten­siv­be­rei­che, sprich die Ban­ket­te, wer­den wie bis­her jähr­lich 2–3 mal gemäht.

Ganz gezielt wer­den an den Stra­ßen­rän­dern Bra­che­strei­fen oder ‑abschnit­te belas­sen und im jähr­li­chen Wech­sel gemäht. Das bedeu­tet, bei brei­ten Böschun­gen ent­lang der Stra­ßen wird nur eine Mahdbrei­te gemäht und der dar­an anschlie­ßen­de Teil wird nicht gemäht – im Fol­ge­jahr kehrt sich die Mahd um.

Dort, wo der Stra­ßen­rand zu schmal ist, da viel­leicht ein Rad­weg angrenzt, wird in Abschnit­ten gemäht. In die­sem Fall wird zwi­schen zwei Leit­pfo­sten gemäht, der Bewuchs im dar­auf­fol­gen­den Abschnitt bleibt ste­hen. Im näch­sten Jahr kehrt sich das Prin­zip um.

Das neue Pfle­ge­kon­zept wird sicher die gewohn­te Ansicht der Stra­ßen­rän­der ver­än­dern, wobei die Ver­kehrs­si­cher­heit auf jedem Fall ober­ste Prio­ri­tät genießt. „Mit dem Vor­ha­ben Blüh­flä­chen zu schaf­fen, bie­ten wir den Insek­ten Rück­zugs­or­te, ein ganz­jäh­ri­ges gesi­cher­tes Nah­rungs­an­ge­bot sowie unter­schied­li­che Struk­tu­ren für unter­schied­li­che Insek­ten­ar­ten und wer­den dau­er­haft arten­rei­che Lebens­räu­me für die unent­behr­li­chen Insek­ten in unse­rem Öko­sy­stem schaf­fen. Zudem wol­len wir als Vor­bild für ande­re Kom­mu­nen und Pri­vat­leu­te agie­ren und das Bewusst­sein für die wich­ti­ge The­ma­tik ver­tie­fen,“ betont Anna Bergmann.

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