Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer apt Pro­ducts GmbH aus Ecken­tal über Insol­venz­plan erfolg­reich saniert

Ecken­tal, Mon­heim, 2. Juli 2021 Die Restruk­tu­rie­rungs­ex­per­ten Hol­ger Rho­de und Dr. Micha­el Nien­er­za, bei­de Part­ner der Wirt­schafts­kanz­lei Görg, haben gemein­sam mit dem Manage­ment und den Gesell­schaf­tern der apt Grup­pe erfolg­reich den Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer apt Pro­ducts GmbH über einen Insol­venz­plan saniert. Der Plan wur­de im Mai 2021 von den Gläu­bi­gern ange­nom­men und frist­ge­recht von den Sanie­rern umge­setzt, sodass das Amts­ge­richt Düs­sel­dorf mit Wir­kung zum 30. Juni 2021 das Ver­fah­ren in Eigen­ver­wal­tung auf­ge­ho­ben hat. Die apt Pro­ducts – Ver­ar­bei­ter von Alu­mi­ni­um­ble­chen und Pro­fi­len aus Ecken­tal in Fran­ken – hat nun­mehr die Basis für die zukünf­ti­ge Aus­rich­tung gelegt.

Das Unter­neh­men hat­te im Dezem­ber 2020 beim zustän­di­gen Amts­ge­richt Düs­sel­dorf einen Antrag auf Insol­venz in Eigen­ver­wal­tung wegen Über­schul­dung und dro­hen­der Zah­lungs­un­fä­hig­keit gestellt, nach­dem ein wesent­li­cher Kun­de sei­ne Auf­trä­ge deut­lich redu­ziert hat­te und das Unter­neh­men kurz dar­auf von den Aus­wir­kun­gen der Covid-19 Pan­de­mie getrof­fen wur­de. Der damit ver­bun­de­ne Ein­bruch im Tou­ris­mus­sek­tor führ­te dazu, dass die gro­ßen Her­stel­ler von Rei­se­bus­sen ihre Bestel­lun­gen bei apt Pro­ducts stark redu­ziert haben.

Die Görg-Rechts­an­wäl­te Rho­de und Nien­er­za wur­den vom Unter­neh­men dar­auf­hin als Sanie­rungs­ge­schäfts­füh­rer in die Eigen­ver­wal­tung beru­fen. Das Gericht bestell­te den erfah­re­nen Rechts­an­walt Georg F. Kre­plin von Kre­plin & Part­ner, Düs­sel­dorf, zunächst zum vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter, mit Ver­fah­rens­er­öff­nung zum 1. März 2021 dann zum Sach­wal­ter. Rho­de und Nien­er­za führ­ten mit Unter­stüt­zung des Sach­wal­ters den Geschäfts­be­trieb voll­um­fäng­lich fort und leg­ten so die Basis für den wei­te­ren Sanierungserfolg.

„Wesent­li­che Vor­aus­set­zun­gen für den Sanie­rungs­er­folg waren, dass wir die Lie­fe­ran­ten­be­zie­hun­gen auf­recht erhal­ten und belast­ba­re Ver­ein­ba­run­gen mit den Nutz­fahr­zeug­her­stel­lern tref­fen konn­ten“, sagt Restruk­tu­rie­rungs­ex­per­te Hol­ger Rho­de. Als dies gelang, erar­bei­te­ten Rho­de und Nien­er­za mit dem loka­len Manage­ment einen Insol­venz­plan. Der Plan wur­de mit dem Sach­wal­ter abge­stimmt und dem Gericht sowie den Gläu­bi­gern vor­ge­legt. „Die hun­dert­pro­zen­ti­ge Annah­me des Plans zeigt, dass wir die rich­ti­gen Schrit­te zur voll­stän­di­gen Ent­schul­dung der GmbH in die Wege gelei­tet hat­ten“, sagt Nien­er­za. „Die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter haben wäh­rend des gesam­ten Pro­zes­ses hoch moti­viert wei­ter­ge­ar­bei­tet und die Sanie­rung dadurch best­mög­lich unter­stützt“, sagt Nien­er­za weiter.

Größ­te Her­aus­for­de­rung war es dann, die ver­schie­de­nen Restruk­tu­rie­rungs­maß­nah­men kon­se­quent umzu­set­zen. Auch dies gelang den Restruk­tu­rie­rern. „Wir konn­ten den Gläu­bi­gern so die über­durch­schnitt­li­che Quo­te von mehr als 60 Pro­zent auf ihre berech­tig­ten For­de­run­gen aus­zah­len“, sagt Nienerza.

„Nicht zuletzt durch die erfolg­rei­che Restruk­tu­rie­rung ist es uns gelun­gen, 56 der 106 Arbeits­plät­ze zu sichern“, sagt Hol­ger Rho­de. Zudem erreich­ten sie, dass alle vom Per­so­nal­ab­bau betrof­fe­nen Beschäf­tig­ten die Mög­lich­keit erhal­ten haben, in eine Trans­fer­ge­sell­schaf­ten zu wech­seln, in der sie auf kom­men­de beruf­li­che Her­aus­for­de­run­gen vor­be­rei­tet werden.

Für Tho­mas Bod­den­berg, CEO der apt Group, war – neben der Finan­zie­rung des Insol­venz­ver­fah­rens durch den Gesell­schaf­ter – ein wei­te­rer wesent­li­cher Bau­stein des Sanie­rungs­er­fol­ges auch die Zusam­men­ar­beit mit den Nutz­fahr­zeug­her­stel­lern. „Die Haupt­kun­den der apt Pro­ducts haben uns wäh­rend der gesam­ten Sanie­rungs­pha­se unter­stützt. Wir freu­en uns nun auf die wei­te­re Zusam­men­ar­beit“, sagt Boddenberg.

Über die apt Pro­ducts GmbH

Das Unter­neh­men bear­bei­tet, ver­treibt und han­delt vor­wie­gend mit Alu­mi­ni­um­pro­fi­len und Alu­mi­ni­um­ble­chen. Die Pro­duk­te wer­den ins­be­son­de­re als Kom­po­nen­ten in auto­mo­bi­len Nutz­fahr­zeu­gen wie Bus­sen und Last­kraft­wa­gen ein­ge­setzt. Ein Schwer­punkt des Geschäfts liegt dabei der­zeit auf Tei­le für Rei­se- und Stadt­bus­se, ins­be­son­de­re Karos­se­rie-Klap­pen­sy­ste­me und Schweiß­bau­grup­pen für Türen und Karosserie-Elemente.

Ab März/​April 2020 wur­de die apt von den Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie getrof­fen. Ange­sichts des welt­wei­ten Ein­bruchs im Tou­ris­mus­sek­tor haben die gro­ßen Her­stel­ler von Rei­se­bus­sen ihre Bestel­lun­gen deut­lich redu­ziert. Das Unter­neh­men erwirt­schaf­te­te vor Antrags­stel­lung zuletzt mit über 100 Beschäf­tig­ten einen Jah­res­um­satz von 10,7 Mil­lio­nen Euro.

Das Unter­neh­men hat sei­nen Sitz in Ecken­tal in Fran­ken. Auf­grund sei­ner wirt­schaft­li­chen Nähe zur Mut­ter­ge­sell­schaft in Mon­heim, stell­ten die Ver­ant­wort­li­chen den Insol­venz­an­trag der apt Pro­ducts GmbH beim zustän­di­gen Amts­ge­richt in Düsseldorf.

Über die Sanie­rungs­ge­schäfts­füh­rer der Wirt­schafts­kanz­lei GÖRG

Die Rechts­an­wäl­te Hol­ger Rho­de und Dr. Micha­el Nien­er­za sind bei­de lang­jäh­ri­ge Part­ner der Wirt­schafts­kanz­lei GÖRG. Die Kanz­lei gehört zu Deutsch­lands füh­ren­den unab­hän­gi­gen Wirt­schafts­kanz­lei­en und unter die­sen zu den Top 5 der deut­schen Insol­venz­kanz­lei­en. An fünf zen­tra­len Stand­or­ten in Ham­burg, Ber­lin, Köln, Frankfurt/​M. und Mün­chen sowie in bun­des­weit 26 wei­te­ren Insol­venz­ver­wal­tungs­bü­ros sind mehr als 300 hoch­spe­zia­li­sier­te Anwäl­te und Steu­er­be­ra­ter tätig. Unter ihnen zahl­rei­che Insol­venz- und Restruk­tu­rie­rungs­ex­per­ten, die bereits bun­des­weit in nam­haf­ten Insol­venz- und Sanie­rungs­ver­fah­ren auf sich auf­merk­sam gemacht haben.

Über den Sachwalter

Georg F. Kre­plin ist Grün­dungs­ge­sell­schaf­ter der Sozie­tät Kre­plin & Part­ner, einer über­re­gio­nal täti­gen Rechts­an­walts­kanz­lei mit Spe­zia­li­sie­rung auf die Insol­venz­ver­wal­tung und Sanie­rungs­be­ra­tung. Er hat bereits zahl­rei­che und nam­haf­te Insol­venz- und Sanie­rungs­ver­fah­ren erfolg­reich abge­wickelt. Mehr Infor­ma­tio­nen: www​.kre​plin​-part​ner​.de

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