Erlan­gen: Impf­zen­trum kün­digt Son­der­ak­ti­on mit Astra­Ze­ne­ca an

Corona Maske Symbolbild

Am Sonn­tag­nach­mit­tag, 4. Juli, pla­nen die Ver­ant­wort­li­chen des Erlan­ger Impf­zen­trums eine Son­der­ak­ti­on mit dem Impf­stoff von Astra­Ze­ne­ca für alle Alters­grup­pen. Ab sofort wer­den dafür Ter­mi­ne durch das Tele­fon­team des Impf­zen­trums unter der Ruf­num­mer 09131 86–6500 ver­ge­ben. Um mög­lichst schnell zum voll­stän­di­gen Impf­schutz zu kom­men, ver­kürzt das Impf­zen­trum zudem den Abstand bei Astra­Ze­ne­ca, wie von der Euro­päi­schen Arz­nei­mit­tel­be­hör­de EMA zuge­las­sen, von zwölf auf sechs Wochen. Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die an einer Imp­fung mit Astra­Ze­ne­ca inter­es­siert sind, wer­den gebe­ten, sich vor ihrem Anruf im baye­ri­schen Impf­por­tal (www​.impf​zen​tren​.bay​ern) zu registrieren.

„Wir beob­ach­ten mit gro­ßer Sor­ge die Ent­wick­lun­gen in Eng­land und Por­tu­gal und die Aus­brei­tung der Del­ta-Vari­an­te des Coro­na-Virus auch bei uns“, so der ärzt­li­che Lei­ter des Impf­zen­trums der Stadt Erlan­gen und des Land­krei­ses Erlan­gen Höchstadt, Hans-Joa­chim Dros­sel, vor dem Hin­ter­grund wei­te­rer Locke­run­gen und grö­ße­rer Rei­se­ak­ti­vi­tä­ten in Euro­pa. „Nur eine mög­lichst schnel­le Immu­ni­sie­rung wei­ter Tei­le der Bevöl­ke­rung wird uns vor erneu­ten Lock­downs im Herbst schüt­zen kön­nen.“ Zudem bestehe nach wie vor eine erfreu­lich hohe Nach­fra­ge nach Ter­mi­nen im Impf­zen­trum. „Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wis­sen, dass nur eine Imp­fung auf Dau­er die wie­der­ge­won­ne­nen Frei­hei­ten sichern und vor schwe­ren Ver­läu­fen schüt­zen kann“, so Dros­sel wei­ter. Ange­sichts die­ser hohen Impf­be­reit­schaft gel­te es, mög­lichst vie­le Ange­bo­te zu schaffen.

Die Ver­ant­wort­li­chen des Erlan­ger Impf­zen­trums begrü­ßen es des­halb sehr, dass Bay­ern sei­ne Stra­te­gie ändert und den Impf­zen­tren wie­der Astra­Ze­ne­ca für Erst­imp­fun­gen anbie­tet. „Der Impf­stoff von Astra­Ze­ne­ca weist eine aus­ge­zeich­ne­te Wirk­sam­keit und eine sehr gute Ver­träg­lich­keit auf“, so Dros­sel. Lei­der habe der Impf­stoff, nach­dem in sehr sel­te­nen Fäl­len eine lebens­be­droh­li­che Hirn­ven­en­throm­bo­se beob­ach­tet wur­de, einen schlech­ten Ruf. Seit dem 12. April konn­ten im Erlan­ger Impf­zen­trum wegen der gesamt­baye­ri­schen Vor­ga­ben kei­ne Erst­imp­fun­gen mit Astra­Ze­ne­ca mehr durch­ge­führt wer­den. Für Zweit­imp­fun­gen wur­de Bür­ge­rin­nen und Bür­gern unter 60 Jah­ren zuletzt stan­dard­mä­ßig ein mRNA-Impf­stoff von Moder­na oder BioNTech/​Pfizer ange­bo­ten. „Die Del­ta-Vari­an­te ver­än­dert unse­rer Auf­fas­sung nach die Prio­ri­tä­ten. Wir müs­sen alles dar­an­set­zen, alle impf­be­rei­ten Men­schen bis Ende Sep­tem­ber mit einem voll­stän­di­gen Schutz zu ver­se­hen. Die sehr gerin­gen Risi­ken einer Neben­wir­kung tre­ten gegen­über dem Risi­ko zurück, das von der sehr viel anstecken­de­ren Del­ta-Vari­an­te aus­geht. Denn die Del­ta-Vari­an­te kann auch bei jün­ge­ren Men­schen schwe­re Ver­läu­fe aus­lö­sen. Außer­dem wis­sen wir heu­te auch, wie man eine Hirn­ven­en­throm­bo­se bei ersten Anzei­chen wirk­sam the­ra­pie­ren kann“, betont Drossel.

Die Stadt Erlan­gen betreibt das gemein­sa­me Impf­zen­trum für Erlan­gen (kreis­frei) und den Land­kreis Erlan­gen-Höchstadt. Es befin­det sich in den Räu­men des ehe­ma­li­gen Inter­sport Eisert in Erlan­gen (Nägels­bach-/Sedan­stra­ße). Im Land­kreis Erlan­gen-Höchstadt gibt es drei Außenstellen.
Aktu­el­le Infor­ma­tio­nen gibt es im Inter­net unter www​.erlan​gen​.de/​i​m​p​f​z​e​n​t​rum.

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