Ring­vor­le­sung an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth: “Glo­ba­liz­a­ti­on and Natio­na­lisms. Histo­ri­cal Per­spec­ti­ves on a Com­plex Relationship”

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Im Rah­men einer gemein­sa­men Ring­vor­le­sung der Uni­ver­si­tä­ten Bay­reuth und Regens­burg zum The­ma “Glo­ba­liz­a­ti­on and Natio­na­lisms. Histo­ri­cal Per­spec­ti­ves on a Com­plex Rela­ti­ons­hip” refe­riert am Mon­tag, 21. Juni, ab 18.00 Uhr, Prof. Dr. Dan Hamil­ton (Poli­tik­wis­sen­schaft, Johns Hop­kins Uni­ver­si­ty Washing­ton DC), zum The­ma: „The Trans­at­lan­tic Eco­no­my in a Chan­ging World: Eco­no­mic Inte­gra­ti­on – Poli­ti­cal Natio­na­lism – De-Glo­ba­liz­a­ti­on?“ Gesprächs­part­ne­rin: PD Dr. Ger­lin­de Groitl (Por­li­tik­wis­sen­schaft, Uni­ver­si­tät Regensburg).

Am Mon­tag, 28. Juni 2021, ab 18.00 Uhr, befasst sich Dr. Kon­stan­ti­nos Kat­sa­ki­o­ris (Geschich­te, Karls-Uni­ver­si­tät Prag) mit dem The­ma: “Natio­na­lism and the Eco­no­my through the Prism of Africa’s Rela­ti­ons with the Socia­list Coun­tries“ Gesprächs­part­ner: Prof. Dr. Erd­mu­te Alber (Sozi­al­an­thro­po­lo­gie, Uni­ver­si­tät Bayreuth).

Zum Pro­gramm der Ringvorlesung:

Die Schlie­ßung von Gren­zen und die Unter­bre­chung glo­ba­ler Lie­fer­ket­ten als Reak­ti­on auf die COVID-19-Kri­se, der bri­ti­sche „Bre­x­it“, der „Ame­ri­ca First“-Nationalismus von US-Prä­si­dent Donald Trump und ande­re aktu­el­le Ent­wick­lun­gen zei­gen, dass die wach­sen­den wirt­schaft­li­chen Ver­strickun­gen der Welt, oft als Glo­ba­li­sie­rung abge­kürzt, den Natio­nen und Natio­nal­staa­ten kein Ende gesetzt haben. Im Gegen­satz zu dem, was libe­ra­le Theo­rien ver­mu­ten las­sen, kön­nen markt­ori­en­tier­te Volks­wirt­schaf­ten tat­säch­lich in Kon­flik­te auf hoher Ebe­ne gera­ten und die wirt­schaft­li­che Inte­gra­ti­on hat eine der mäch­tig­sten histo­ri­schen Kräf­te der soge­nann­ten Moder­ne nicht ver­bannt: den Nationalismus.

Wäh­rend die jüng­sten Ent­wick­lun­gen die schein­bar para­do­xe Bezie­hung zwi­schen Natio­nen und Natio­na­lis­men einer­seits und der wirt­schaft­li­chen Inte­gra­ti­on der Welt ande­rer­seits her­vor­he­ben, ist ihr kom­ple­xes und kon­flikt­rei­ches Zusam­men­spiel nichts Neu­es. Es ist viel­mehr eine der zen­tra­len Rei­bungs­punk­te unse­rer moder­nen Welt, deren Moder­ni­tät mei­stens durch die Ent­fal­tung des Kapi­ta­lis­mus und die Erfin­dung von Natio­nen und Natio­na­lis­mus bestimmt wird.

Im Rah­men eines gemein­sa­men For­schungs­pro­jekts zu die­sen Fra­ge­stel­lun­gen haben die Pro­fes­so­ren Erd­mu­te Alber (Sozi­al­an­thro­po­lo­gie, Uni­ver­si­tät Bay­reuth), Ulf Brunn­bau­er (Direk­tor des Leib­niz-Insti­tuts für Ost­eu­ro­pa­for­schung, Uni­ver­si­tät Regens­burg), Vol­ker Dep­kat (Ame­ri­ka­ni­stik, Uni­ver­si­tät Regens­burg), Hart­mut Egger (Volks­wirt­schaft, Uni­ver­si­tät Bay­reuth), Ger­lin­de Groitl (Poli­tik­wis­sen­schaft, Uni­ver­si­tät Regens­burg) und Susan­ne Lache­nicht (Frü­he Neu­zeit, Uni­ver­si­tät Bay­reuth), in Koope­ra­ti­on mit dem Leib­niz-Wis­sen­schaft­s­cam­pus „Euro­pa und Ame­ri­ka in der Moder­ne“ und dem Zen­trum für Inter­na­tio­na­les und Trans­na­tio­nal Area Stu­dies (CITAS) an der Uni­ver­si­tät Regens­burg die­se gemein­sa­me Zoom-Vor­le­sungs­rei­he orga­ni­siert, die das para­do­xe Ver­hält­nis von Natio­na­lis­men und Glo­ba­li­sie­rung in einer Longue-Durée-Per­spek­ti­ve untersucht.

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