För­der­mil­lio­nen für Hall­städ­ter „Clean­tech-Park“

Melanie Huml, Hubert Aiwanger, Johann Kalb
Melanie Huml, Hubert Aiwanger, Johann Kalb. Foto: LRA Bamberg

Bis zu 20 Mil­lio­nen För­de­rung für Inno­va­ti­ons­pro­jek­te auf dem ehe­ma­li­gen Miche­lin-Gelän­de – Aiwan­ger: „Clean­tech-Park soll Vor­bild für die indu­stri­el­le Trans­for­ma­ti­on werden“

Die Plä­ne, auf dem Gelän­de des ehe­ma­li­gen Miche­lin-Rei­fen­werks ein Clean­tech-Park mit zukunfts­fe­sten Arbeits­plät­zen zu errich­ten, errei­chen ein neu­es Sta­di­um. „Ich sehe, dass alle Part­ner an einem Strang zie­hen und kon­kre­te Pla­nun­gen ansto­ßen. Die Erfolgs­aus­sich­ten sind viel­ver­spre­chend und wir rech­nen damit, die Pro­jek­te noch stär­ker för­dern zu kön­nen“, erklär­te Wirt­schafts­mi­ni­ster Hubert Aiwan­ger am Mon­tag bei einem Besuch in der Regi­on. „Im Zuge der High­tech Agen­da Bay­ern plus und ande­ren För­der­töp­fen schnü­ren wir ein Gesamt­pa­ket von bis zu 20 Mil­lio­nen Euro, um den Clean­tech-Park gemein­sam mit allen Part­nern anzu­schie­ben. Ich rech­ne fest damit, dass wei­te­re Finan­zie­rungs­part­ner gefun­den wer­den. So kann hier vor­bild­haft gezeigt wer­den, wie der indu­stri­el­le Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess gelingt“, sag­te der Staatsminister.

Land­rat Johann Kalb freu­te sich sehr, „dass sich unser Stell­ver­tre­ten­der Mini­ster­prä­si­dent, Wirt­schafts­mi­ni­ster Hubert Aiwan­ger, per­sön­lich für die­ses Pro­jekt ein­setzt. Wir erle­ben einen exi­sten­ti­el­len Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess in der Auto­mo­bil­in­du­strie. Der Clean­Tech-Inno­va­ti­on-Park ist dabei für unse­re Regi­on ein Schlüs­sel, die­sen Pro­zess zukunfts­si­cher gestal­ten zu kön­nen. Poli­tik, Unter­neh­men und Wis­sen­schaft arbei­ten sehr inten­siv und mit gro­ßem Gestal­tungs­wil­len an einem gemein­sa­men Kon­zept. Wir sind bereit, erheb­li­che Inve­sti­tio­nen zu täti­gen. Ohne eine maß­geb­li­che finan­zi­el­le För­de­rung durch den Frei­staat Bay­ern kön­nen wir die Mam­mut­auf­ga­be aber nicht bewäl­ti­gen. Des­halb bedan­ke ich mich schon jetzt sehr herz­lich für die Unterstützung.“

Wie Chri­sti­an Metz­ger, Miche­lin-Werk­lei­ter, erklär­te, muss­te das Unter­neh­men nach fast 50 Jah­ren die Pro­duk­ti­on im Rei­fen­werk ein­stel­len: „Ein ein­schnei­den­des Ereig­nis für unse­re Mit­ar­bei­ter, aber auch für die Regi­on. Also haben wir umge­dacht – aus der Not wol­len wir eine Tugend machen. Auf dem Gelän­de wol­len wir jetzt gemein­sam mit Part­nern eine Keim­zel­le für grü­ne Mobi­li­tät und Inno­va­ti­on ent­ste­hen las­sen: einen Clean­tech Inno­va­ti­on Park. Wir wol­len so ein Leucht­turm­pro­jekt für den Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess der deut­schen Auto­bran­che sein und damit die Regi­on stär­ken und neue Arbeits­plät­ze schaffen.“

Kon­kret soll die regio­na­le Wirt­schaft mit einem Gesamt­pro­jekt mit bis zu 20 Mil­lio­nen Euro geför­dert wer­den. Bereits geneh­migt sind der Tech­no­lo­gie­trans­fer­ma­na­ger von Bay­ern Inno­va­tiv, die För­de­rung des Ener­gie­nut­zungs­plans für das KWK-Kraft­werk auf dem Miche­lin-Gelän­de sowie Ver­bund­pro­jek­te in der Regi­on und die Son­der­för­de­rung Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­se im Regionalmanagement.

Hall­stadt setzt auf die Nähe zur Uni­ver­si­tät Bam­berg und den Inno­va­ti­ons­wil­len der Indu­strie, um sich für die Zukunft auf­zu­stel­len. „Um Inno­va­tio­nen vor­an­zu­brin­gen, wird es immer wich­ti­ger, über den Rand des eige­nen Unter­neh­mens zu blicken. Hier vor Ort sol­len des­halb For­schung und Wirt­schaft Hand in Hand die Inno­va­tio­nen der Zukunft gestal­ten: Die Part­ner kön­nen hier Pro­to­ty­pen bau­en und die­se zur Markt­rei­fe ent­wickeln“, erklär­te Peter Kel­ler, Michelin-Projektleiter.

Staats­mi­ni­ste­rin Mela­nie Huml beton­te die Bedeu­tung für die Regi­on: „Bei uns in der Regi­on Bam­berg sind vie­le Tau­send Arbeits­plät­ze direkt oder indi­rekt vom Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess der Auto­mo­bil­bran­che betrof­fen. Vom klei­nen Hand­werks­be­trieb bis hin zum „Glo­bal Play­er“ – die gesam­te Zulie­fe­rer-Bran­che muss sich neue Geschäfts­fel­der erschließen.Wenn wir den Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess erfolg­reich bewäl­ti­gen wol­len, dann ist eines ganz beson­ders wich­tig: Wir müs­sen den Weg gemein­sam mit den Beschäf­tig­ten gehen. Des­halb nimmt das Schwer­punkt­feld ‚lebens­lan­ges Ler­nen‘ eine zen­tra­le Rol­le ein.“

Auch für Bür­ger­mei­ster Tho­mas Söder ste­hen die Arbeits­plät­ze im Mit­tel­punkt: „Gemein­sam mit dem Wirt­schafts­mi­ni­ste­ri­um kön­nen wir mit unse­rem inno­va­ti­ven Kon­zept dau­er­haft Arbeits­plät­ze schaf­fen und signi­fi­kant Vor­tei­le für alle Berufs­grup­pen – vom Hand­wer­ker bis zum Aka­de­mi­ker – bie­ten. Wir sind der Staats­re­gie­rung für ihre Unter­stüt­zung bei die­sem weg­wei­sen­den Pro­jekt dank­bar. Nun geht es dar­um, die Deckungs­lücke in der Finan­zie­rung zu schlie­ßen. Der Clean­tech Inno­va­ti­on Park wird auf dem Gelän­de an der Miche­lin­stra­ße als klei­ner Cam­pus erleb­bar sein, auf dem auch eine nach­hal­ti­ge Öko­lo­gie im Fokus steht. Eine park­ähn­li­che Struk­tur wird zusam­men mit einer durch­dach­ten Begrü­nung die Auf­ent­halts­qua­li­tät für alle Mit­ar­bei­ter sowie Bür­ge­rin­nen und Bür­ger steigern.“

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