Betrü­ger geben sich als Poli­zei­be­am­te aus und erbeu­ten Wert­ge­gen­stän­de nach Schockanruf

Symbolbild Polizei

OBER­FRAN­KEN. Mit unter­schied­li­chen Maschen des Schock­an­rufs ver­such­ten am Diens­tag unbe­kann­te Betrü­ger bei meh­re­ren Tele­fo­na­ten, ins­be­son­de­re im Groß­raum Bam­berg und Forch­heim, an das Geld ihrer Opfer zu gelan­gen. Die mei­sten Ange­ru­fe­nen erkann­ten die Betrugs­ma­sche. Eine 87-jäh­ri­ge Senio­rin aus Bam­berg über­gab aller­dings diver­se Wert- und Schmuck­ge­gen­stän­de an einen Täter. Die Kri­po Bam­berg ermit­telt nun.

Im Ver­lauf des Diens­tag­nach­mit­tags muss­te die ober­frän­ki­sche Poli­zei im nahe­zu gesam­ten Regie­rungs­be­zirk eine Viel­zahl an Betrugs­ver­su­chen per Tele­fon fest­stel­len. Die Betrü­ger gaben sich in den mei­sten Fäl­len als Poli­zei­be­am­te aus und täusch­ten Senio­ren vor, dass ihre Enkel einen Unfall ver­ur­sacht hät­ten. Anschlie­ßend for­der­ten sie eine Geld­zah­lung, die als Kau­ti­on die­nen soll. Vor allem im Raum Bam­berg, Forch­heim und Neun­kir­chen am Brand waren die Betrü­ger aktiv.

Glück­li­cher­wei­se erkann­ten vie­le Ange­ru­fe­ne die Masche sofort und been­de­ten das Tele­fo­nat, in einem Fall kam es jedoch zu einer Über­ga­be von Wert­ge­gen­stän­den. Nach­dem die Betrü­ger vor­her bei einer Bam­ber­ger Senio­rin ange­ru­fen hat­ten, erschien am Diens­tag­nach­mit­tag eine unbe­kann­te männ­li­che Per­son an der Haus­tür der 87-Jäh­ri­gen. Für die geschock­te Frau war es eine Selbst­ver­ständ­lich­keit ihrem Enkel zu hel­fen, wes­halb sie die Wert­ge­gen­stän­de an den Mann vor der Haus­tür über­gab. Wie hoch der Ver­mö­gens­scha­den ist, müs­sen nun die Ermitt­lun­gen der Kri­mi­nal­po­li­zei Bam­berg ergeben.

Die ober­frän­ki­sche Poli­zei warnt erneut vor den Betrü­gern und gibt fol­gen­de Tipps:

  • Sei­en Sie miss­trau­isch, wenn sich eine Per­son am Tele­fon als Ver­wand­ter, Bekann­ter oder son­sti­ger Beauf­trag­ter, wie bei­spiels­wei­se Anwalt, aus­gibt und von Ihnen Geld fordert.
  • Geben Sie kei­ne Aus­kunft über Ihre fami­liä­ren oder finan­zi­el­len Verhältnisse.
  • Las­sen Sie sich zeit­lich und emo­tio­nal nicht unter Druck setzen.
  • Hal­ten Sie nach einem Anruf mit finan­zi­el­len For­de­run­gen mit ande­ren Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen Rücksprache.
  • Über­ge­ben Sie nie­mals Geld oder Wert­ge­gen­stän­de an unbe­kann­te Per­so­nen – auch nicht, wenn sie angeb­lich im Auf­trag von Verwandten/​Bekannten handeln.
  • Infor­mie­ren Sie sofort die Poli­zei, wenn Ihnen etwas ver­däch­tig vor­kommt – Not­ruf: 110.

Wei­te­re Infos und Tipps fin­den Sie auch in der kosten­lo­sen Bro­schü­ren bei Ihrer Poli­zei­dienst­stel­le und im Inter­net unter https://​www​.poli​zei​-bera​tung​.de/​p​r​e​s​s​e​/​d​e​t​a​i​l​s​e​i​t​e​/​s​e​n​i​o​r​e​n​-​i​m​-​f​o​k​u​s​-​d​r​e​i​s​t​e​r​-​b​e​t​r​u​e​g​er/

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