Im Herolds­ba­cher Erleb­nis­park Schloss Thurn ist wie­der „Dino­li­no-Zeit“

Am mor­gi­gen Sams­tag ist es wie­der soweit: Nach meh­re­ren Mona­ten „Coro­na-Zwangs­pau­se“ darf der Erleb­nis­park Schloss Thurn nun end­lich wie­der sei­ne Pfor­ten öff­nen. Wir haben uns im Vor­feld ein­mal in der belieb­ten Fun Fac­to­ry umgesehen.

„Wir ste­hen Gewehr bei Fuß und war­ten nur noch auf das Go der Poli­tik“ erzählt uns Anni Andor­ka, Spre­che­rin des Erleb­nis­parks Schloss Thurn vor eini­gen Wochen, als wir uns direkt am Ein­gang des Erleb­nis­parks mit ihr tref­fen. „Wir kön­nen in nur weni­gen Tagen den Betrieb wie­der auf vol­le Dreh­zahl hoch­fah­ren“, erzählt die Park­mit­ar­bei­te­rin als sie uns die eiser­ne Ein­gangs­tü­re zur belieb­ten Frei­zeit­ein­rich­tung öff­net. Es ist ein auf die Außen­tem­pe­ra­tu­ren bezo­gen, kal­ter und trü­ber Sams­tag­nach­mit­tag, Regen­wet­ter droht. Wir star­ten unse­ren Rund­gang gleich am Park­ein­gang, wo man immer mit der neu­en Dino­li­no-App eine Schnit­zel­jagd durch das Mär­chen­land des Parks star­ten kann.

Mär­chen­land wur­de bereits 1976 erbaut

Das Märchen vom 100jährigen Corona-Schlaf - Dornröschen - im Märchenland von Schloss Thurn / Foto: Alexander Hitschfel

Das Mär­chen vom 100jährigen Coro­na-Schlaf – Dorn­rös­chen – im Mär­chen­land von Schloss Thurn / Foto: Alex­an­der Hitschfel

Das bereits 1976 erbau­te Mär­chen­land gehört zu den ersten Attrak­tio­nen des, Mit­te der 70er Jah­re neu eröff­ne­ten Erleb­nis­park der Fami­lie von Bent­zel und übt immer noch einen beson­de­ren Scharm auf die Kin­der aus. Bei den vie­len klei­nen Gebäu­den kön­nen Kin­der die Mär­chen, die ihnen die Erwach­se­nen zuhau­se vor­le­sen, in Kurz­form nach­er­zählt bekom­men. Dort wo sonst bei Park­be­trieb das Leben tobt, man Kin­der­la­chen hört, ist es nun fast schon gespen­stisch ruhig. Der Park scheint – wie im Mär­chen Dorn­rös­chen in einen hun­dert­jäh­ri­gen Schlaf gefal­len zu sein und man war­tet von Sei­ten der Park­be­trei­ber dar­auf, dass der edle Prinz Mar­kus die Frei­zeit­ein­rich­tung aus ihrem Schlaf erweckt.

Neue Figu­ren in der Westernstadt

Nur ein paar Schrit­te wei­ter, taucht man dann in die Zeit der Cow­boys und India­ner ein. Die groß­flä­chig ange­leg­te Western­stadt, gehört neben der Rit­ter­tur­nier-Are­na – an bei­den Orten fin­den wäh­rend des Park­be­triebs unter­halt­sa­me und action­rei­che Stunt­shows statt – mit zu den High­lights des Erleb­nis­parks. Sowohl Western­stadt, als auch Rit­ter­tur­nier-Are­na neh­men im Übri­gen die Besu­cher mit auf eine Zeit­rei­se zurück in den Wil­den Westen und in das Mit­tel­al­ter. Jetzt wo der Park geschlos­sen hat, ver­mit­teln die lee­ren Kulis­sen fast schon eine unheim­li­che „High-Noon-Stim­mung“. Doch damit ist ab Sams­tag, den 12.06. Schluss. Cow­boys und Rit­ter dür­fen wie­der für einen lustig-span­nen­den Unter­hal­tungs­mix sor­gen. Die Stunt-Trup­pe war­tet jeden­falls mit neu­en Shows auf die Besu­cher. Die tol­le Kulis­se der Western­stadt fin­det auch immer wie­der Beach­tung bei grö­ße­ren Fir­men, die hier­hin ihren Betriebs­aus­flug orga­ni­sie­ren und auch für gro­ße Hoch­zei­ten wird der Saloon immer wie­der ger­ne gebucht. Die ein­ge­fleisch­ten Schloss Thurn-Fans wer­den es schnell mer­ken. Die Park­be­trei­ber haben der Wester­stadt ver­meint­li­ches Leben mit einer gan­zen Rei­he an Figu­ren wie Cow­boys, Post­be­am­ten, Zahn­ärz­ten und ande­ren Wild-West-Gestal­ten eingehaucht.

Vom Magi­schen Tal zu den Lang­zeit­be­woh­nern des Erlebnisparks

Vor­bei an ver­schie­de­nen Fahr­t­at­trak­tio­nen geht es dann in den The­men­be­reich des „Magi­schen Tals“ wo neben der Rit­ter­tur­nier-Are­na auch ver­schie­de­ne rasan­te Fahr­ge­schäf­te zu fin­den sind. Die Are­na wäre im Übri­gen eine opti­ma­le Loca­ti­on um Groß­ver­an­stal­tun­gen abzu­hal­ten, denn hier fin­den – noch vor Coro­na-Zei­ten – 2.500 Besu­cher einen „Open-Air-Sitz­platz“ vor der gro­ßen „Rit­ter­tur­nier-Büh­ne“. Wir lau­fen wei­ter und kom­men vor­bei an den Vogel­vo­lie­ren; Rich­tung der drei Tram­pel­tie­re, die gleich auf uns zukom­men. Die Tie­re freu­en sich über den Wie­sent­bo­ten-Besuch und sind merk­lich soviel Ruhe gar nicht gewöhnt, son­dern lie­ben offen­bar den „Kun­den­ver­kehr“ und den Tru­bel um sie. Gemüt­lich und inter­es­siert kom­men die drei Tie­re „ange­trabt“. Klar bekom­men die Tie­re Tag für Tag von ihren Tier­pfle­gern, was aber was ande­res ist als täg­lich von meh­re­ren Tau­send Besu­chern bestaunt zu wer­den. Auch bei den ande­ren Tie­ren erwecken wir Auf­merk­sam­keit. Die Rehe sind erstaunt über den Besuch, die Lamas recken ihre lan­gen Häl­se nach uns. Auch der gro­ße Aben­teu­er­spiel­platz mit Bum­ber-Boats, Tret­boo­ten, Old­tim­er­fahr­ten und mehr ist men­schen­leer. Was vie­le nicht wis­sen….. Seit eini­gen Jah­ren kann man im Erleb­nis­park auch über­nach­ten. Es wur­den Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten von den Park­be­trei­bern errichtet.

Noch steht die Wildwasserbahn still, aber schon ab dem morgigen Samstag stürzen sich wieder Tausende Besucher in das nasse Vergnügen / Foto: Alexander Hitschfel

Noch steht die Wild­was­ser­bahn still, aber schon ab dem mor­gi­gen Sams­tag stür­zen sich wie­der Tau­sen­de Besu­cher in das nas­se Ver­gnü­gen / Foto: Alex­an­der Hitschfel

Ab Sams­tag, den 12. Juni ist es nun vor­bei mit der Ruhe im Erleb­nis­park und das ist gut so. Es kommt wie­der „Leben in die Bude“. Am mei­sten freut sich mit Sicher­heit Dino­li­no, das Dra­chen­mas­kott­chen des Erleb­nis­parks auf die Sai­son­er­öff­nung am mor­gi­gen Sams­tag. Mit einem eige­nen Dino­li­no-Song wird der klei­ne Dra­che, der immer wie­der Gast­rol­len bei den Rit­ter­spie­len und in der Western­show bekommt, die Kin­der­au­gen zum Leuch­ten brin­gen. Und nun: „Auf los geht’s los – Las­set die Spie­le wie­der beginnen!“

Alex­an­der Hitschfel

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