Hen­ryk M. Bro­der auf Demon­stra­tio­nen von Sta­yA­wa­ke Bamberg

Pres­se­mit­tei­lung des Jun­gen Forums Bamberg:

Der Publi­zist Hen­ryk M. Bro­der nahm am ver­gan­ge­nen Sams­tag, 29. Mai und am Mon­tag 31. Mai an Ver­an­stal­tun­gen von Sta­yA­wa­ke Bam­berg teil.

Schon letz­te Woche hat­te eine der Orga­ni­sa­to­rin­nen von Sta­yA­wa­ke ange­kün­digt, dass ein “sehr bekann­ter Mensch” am Mon­tags­spa­zier­gang der Grup­pe teil­neh­men wer­de. Es stell­te sich her­aus, dass die­se Per­son der Publi­zist Hen­ryk M. Bro­der sein soll­te. Er nahm am Sams­tag an einer Ver­samm­lung in Mem­mels­dorf teil und begab sich dann mit auf den wöchent­lich statt­fin­den­den Montagsspaziergang.

“Die Teil­nah­me Bro­ders an die­sen Ver­an­stal­tun­gen ist schockie­rend. Vor dem Hin­ter­grund der immer wie­der getrof­fe­nen anti­se­mi­ti­schen Aus­sa­gen auf Ver­an­stal­tun­gen von Sta­yA­wa­ke ist es völ­lig unver­ständ­lich, war­um sich Hen­ryk M. Bro­der bei Sta­yA­wa­ke Bam­berg betei­ligt.”, meint Con­stan­tin Ganß, ein Spre­cher des Jun­gen Forums Bamberg.

Anti­se­mi­ti­sche Äuße­run­gen auf Demos von StayAwake

Auf Ver­an­stal­tun­gen von Sta­yA­wa­ke war es im Lau­fe des letz­ten Jah­res immer wie­der zu anti­se­mi­ti­schen Äuße­run­gen gekom­men. So ver­glich sich Chri­stia­ne Göbel, eine häu­fi­ge Anmel­de­rin der Demon­stra­tio­nen, selbst mit “den Juden”, weil sie nicht ohne Mas­ke in einen Geträn­ke­markt gelas­sen wurde.

Auf den Auto­kor­sos war teil­wei­se eine Fah­ne mit der Auf­schrift “Imp­fen macht frei” an einem der Autos zu sehen. Die­se äußerst zyni­sche Auf­schrift ist an den Schrift­zug “Arbeit macht frei” über den Toren von KZs ange­lehnt. Sta­yA­wa­ke dul­det es so auf ihren Demon­stra­tio­nen, dass Teil­neh­mer den Holo­caust verharmlosen.

Die Fah­ne stammt aus dem Online­shop des Neo­na­zis Sven Lie­bich, der im ver­gan­ge­nen Monat auch an einem Auto­kor­so von Sta­yA­wa­ke teil­ge­nom­men hat.

Hen­ryk M. Bro­der als Fei­gen­blatt für StayAwake

Es ist nicht klar, ob Bro­der im Zuge sei­ner publi­zi­sti­schen Tätig­keit an den Demon­stra­tio­nen teil­ge­nom­men hat. Auf jeden Fall distan­zier­te er sich nicht von Sta­yA­wa­ke, selbst als in einem Rede­bei­trag vom Mon­tag latent anti­se­mi­tisch gegen “die Éli­te” gehetzt wur­de. Auf die­ser Demon­stra­ti­on ging er sogar einen Jour­na­li­sten ver­bal an.

“Hen­ryk M. Bro­der ist nun das Fei­gen­blatt für den Anti­se­mi­tis­mus von Sta­yA­wa­ke. Ein Mit­glied der Grup­pe äußer­te sich bereits dem­entspre­chend, dass Sta­yA­wa­ke kei­ne Anti­se­mi­ten sein kön­nen, wenn ein Herr Bro­der bei ihnen mit­lau­fe. Damit scha­det er allen, die sich zivil­ge­sell­schaft­lich gegen Anti­se­mi­tis­mus ein­set­zen, egal ob in Bam­berg oder anders­wo”, so Max Braun, eben­falls Spre­cher des Jun­gen Forums Bam­berg, wei­ter. “Dass er von der Grup­pe instru­men­ta­li­siert wer­den wür­de, muss­te ihm bereits im Vor­aus klar gewe­sen sein.”


Anmer­kung der Redak­ti­on: Infos zu H. M. Bro­der unter https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​H​e​n​r​y​k​_​M​.​_​B​r​o​der